Wirtschaft

Geldregen für Human Rights Watch

US-Finanzinvestor Soros spendet der Menschenrechtsgruppe 100 Millionen Dollar. Als Grund nennt er die schwierige Zeit unter Ex-Präsident George W. Bush.

Will den Ruf der USA wieder herstellen: Milliardär George Soros am diesjährigen WEF.

Will den Ruf der USA wieder herstellen: Milliardär George Soros am diesjährigen WEF.
Bild: Keystone

Der US-Finanzinvestor und Milliardär George Soros spendet der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch 100 Millionen Dollar. Nach der schwierigen Zeit unter Ex-Präsident George W. Bush müsse alles getan werden, um international wieder mehr für Menschenrechte zu mobilisieren.

Die USA hätten unter Bush nicht mehr die Rolle der Verfechterin der Menschenrechte ausgefüllt wie zuvor, sagte der 80-Jährige in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Auch seine Stiftungen zur Förderung offener Gesellschaften hätten das zu spüren bekommen.

Soros sagte, die Spende werde über zehn Jahre gestaffelt, und Human Rights Watch müsse versuchen, dieselbe Summe noch einmal einzuwerben. Das sei aber keine Bedingung für seine Zahlungen.

Ein Vermögen über 14 Milliarden Dollar

Soros unterstützt die Demokratische Partei und war einer der frühesten prominenten Unterstützer von Barack Obamas Präsidentschaftskandidatur. Die 100-Millionen-Spende ist die grösste, die Soros je einer Nicht-Regierungsorganisation zukommen liess.

Soros wird in der Forbes-Liste der Reichsten der Welt auf Platz 35 geführt mit einem geschätzten Vermögen von 14 Milliarden Dollar. Er spendet jährlich über 600 Millionen Dollar. (jak/sda/)

Erstellt: 08.09.2010, 06:28 Uhr

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