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Die mit Milliardenverlusten kämpfenden Immobilienfinanzierer Fannie Mae ( 0.272 -1.09%) und Freddie Mac ( 0.275 -1.43%) können in den nächsten drei Jahren unbegrenzt Kredit beim Staat beziehen. Die bisherige Grenze von jeweils 200 Milliarden Dollar wurde aufgehoben, wie das amerikanische Finanzministerium mitteilte.
Damit solle dem Finanzmarkt signalisiert werden, dass die Regierung fest hinter den staatlich kontrollierten Instituten stehe. Nach dem 31. Dezember hätte die US-Regierung für jede weitere Kapitalaufstockung die Zustimmung des Kongresses einholen müssen.
Jede zweite Hypothek im Land
Beide Unternehmen hätten den bisherigen Kreditrahmen von zusammen 400 Milliarden Dollar allerdings bei weitem nicht ausgeschöpft, hiess es weiter. Demnach flossen bislang 111 Milliarden Dollar an staatlichen Hilfen an die Institute. Davon entfallen laut US-Finanzministerium 51 Milliarden Dollar auf Freddie Mac und 60 Milliarden Dollar auf Fannie Mae.
Die beiden Finanzierer sind die ausserordentlich wichtig für die Stabilität des US-Immobilienmarktes; sie stehen hinter etwa jedem zweiten Immobilienkredit in den USA. Um den völligen Kollaps des Hypothekenmarkts zu verhindern, hatte der Staat im September 2008 das Steuer bei Fannie Mae und Freddie Mac übernommen.
Chefs verdienen bis zu 6 Millionen Dollar
Beide Institute schreiben Milliardenverluste. Fannie Mae verbuchte allein im dritten Quartal 2009 einen Verlust von 19,8 Milliarden Dollar nach einem Minus von fast 30 Mrd. im Vorjahreszeitraum. Das kleinere Schwesterinstitut Freddie Mac schrieb im dritten Quartal einen Verlust von 6,3 Milliarden Dollar, nach 25,3 Milliarden ein Jahr zuvor.
Die Unternehmen hatten am Donnerstag mitgeteilt, dass die beiden Chefs von Fannie und Freddie dieses Jahr bis zu 6 Millionen Dollar verdienen könnten.
Der Absturz des US-Immobilienmarkts war Auslöser der Finanz- und Wirtschaftskrise. Der Markt erholt sich nur langsam. Wegen der steigenden Arbeitslosigkeit in den USA können noch immer viele Menschen ihre Hypothekenraten nicht bezahlen. (oku/sda)
Erstellt: 25.12.2009, 17:14 Uhr
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