Wirtschaft

GM: Im Eiltempo zurück an die Wall Street

General Motors stand lange Zeit kurz vor dem Zusammenbruch. Auf dem Weg zurück nach oben, soll beim amerikanischen Autokonzern plötzlich alles sehr schnell gehen.

Der Weg von General Motors kennt zurzeit nur eine Richtung: Der Autokonzern will im November zurück an die Börsen.

Der Weg von General Motors kennt zurzeit nur eine Richtung: Der Autokonzern will im November zurück an die Börsen.
Bild: Keystone

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Der Opel-Mutterkonzern General Motors ( 26.22 -1.80%) (GM) wird laut einem Zeitungsbericht erst nach der US-Kongresswahl im November an die Börse zurückkehren. GM warte die Wahlen am 2. November ab und absolviere den Börsengang womöglich Mitte November, berichtete die Zeitung «The Detroit News» am Samstag (Ortszeit) auf ihrer Webseite.

Nach der Kongresswahl werde die Konzernführung weltweit eine Kampagne für den Kauf von GM-Aktien starten, schrieb die Zeitung unter Berufung auf mit dem Vorhaben vertraute Kreise. Der Preis der Aktie solle am 17. November festgelegt werden, der Börsengang am nächsten Tag erfolgen, sagte dem Bericht zufolge ein Analyst unter Berufung auf «verschiedene Quellen».

Kurz vor dem Zusammenbruch

General Motors hatte Mitte August knapp ein Jahr nach Ende seiner Insolvenz bei der US-Börsenaufsicht SEC die Notierung seiner Aktien in New York und Toronto beantragt. Einen Zeitpunkt für den Börsengang nannte der Konzern damals nicht.

Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise hatte die Finanznot von GM verschärft - der Konzern stand zwischenzeitlich kurz vor dem Zusammenbruch. Er wurde von der US-Regierung mit Staatshilfen in Höhe von 50 Milliarden Dollar (39 Milliarden Euro) vor dem Aus bewahrt. Seitdem kontrolliert die US-Regierung 61 Prozent der GM-Aktien.

Von 1925 bis 2008 war General Motors im renommierten Dow-Jones-Index mit den 30 grössten US-Unternehmen vertreten. Im vergangenen Jahr durchlief GM in Rekordzeit eine Insolvenz innerhalb von nur sechs Wochen. Der Konzern befreite sich dabei in einem erheblichen Masse von Schulden und verschlankte sich deutlich.

(mrs/afp/)

Erstellt: 05.09.2010, 09:13 Uhr

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2 Kommentare

Roberto Conte

05.09.2010, 20:15 Uhr
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Mit Staatshilfen in Höhe von 50 Milliarden Dollar (39 Milliarden Euro) vor dem Aus bewahrt. Seitdem kontrolliert die US-Regierung 61 Prozent der GM-Aktien. Ist doch klar dass GM das Geld zur weiteren Existenz dringend benötigt, obwohl der Staat der eigentliche Eigner dieses Unternehmens ist. Aber die Führung will ja auch wieder Geld verdienen und muss zurück an die Börse um Schulden abzubauen. Antworten


Schorsch Baschi

05.09.2010, 10:13 Uhr
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Ja, mit Staatshilfe gerette. Dafür sind zig kleine Unternehmen kaputt gegangen. Nun können sie wieder mit der grossen Kelle anrühren. Und weiter geht es bis es wieder crasht, wie es Chrysler vorgemacht hat. Die Manager füllen sich in der guten Zeit die Säcke, wenn es wieder runter geht, hilft der Staat. Übringens hat dies nichts mehr mit freier Marktwirtschaft zu tun. Antworten




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