Wirtschaft

Für Schweizer Banken bleibt es unbequem

Die Stimmung bei den Schweizer Banken ist gemäss KOF-Bankenindikator nach wie vor schlecht. Es droht ein weiterer Stellenabbau.

Geschäftslage unbefriedigend: Banken in der Schweiz.

Geschäftslage unbefriedigend: Banken in der Schweiz.
Bild: Keystone

Das KOF-Bankenbarometer liegt seit gut einem Jahr permanent unter dem neutralen Wert von Null, nachdem er im vergangenen Jahr in die Tiefe gestürzt war. Im ersten und zweiten Quartal 2009 stabilisierte sich die Stimmungskurve auf sehr tiefem Niveau, wie eine im Juli durchgeführte Umfrage der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich zeigt. Der Beschäftigungsabbau im Schweizer Kreditgewerbe geht laut KOF weiter.

Die beiden Einzelkomponenten, die der Berechnung des Bankenindikators zugrunde liegen, sind die aktuelle Beurteilung der Geschäftslage und die erwartete Beschäftigungsentwicklung im begonnenen Quartal. Beide wiesen zuletzt sehr ähnliche negative Ausprägungen auf.

Die Geschäftslage sei nach wie vor unbefriedigend, werde aber nicht mehr so negativ beurteilt wie noch zu Jahresbeginn, erklärte die KOF.

Die Trendwende habe sich auch bei der Beschäftigungserwartung bestätigt, allerdings finde die Erholung hier langsamer statt. Daher sei in der Branche mit einem weiteren Beschäftigungsrückgang zu rechnen. (bru/sda/)

Erstellt: 05.08.2009, 13:38 Uhr

WRITE A COMMENT







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

4 Kommentare

Dieter Wundrak

05.08.2009, 17:41 Uhr
Melden

Blödsinn zu sagen, dass der Finanzmarkt Schweiz keine Zukunft hat. Die Frage ist , wie der Finanzmarkt in Zukunft weltweit zu regeln ist. Die Schweiz wird im Bankwesen immer eine globale Rolle spielen. Dies wegen des Fachwissens der ausgebildeten Leute und wegen der Mehrsprachigkeit von vielen Bankern. Und die Politik wird Rahmenbedingungen zu stecken haben, sonst eben die Krise nach der Krise. Antworten


Johann Binder

05.08.2009, 17:32 Uhr
Melden

Wie viele Angestellten könnte man mit den vorgesehenen Boni der kränkelnden UBS weiter beschäftigen? Sehr viele und das Vertrauen würde wieder hergestellt,es könnte der UBS besser gehen.Herr Staubli,als damaliger Präsident,der noch gut funktionierender Swissair,sagte etwas wahres:die Angestellten einer Firma,sind das grösste Kapital.Als es echt schlechter ging,Aktion Gurt eng,bis ins Kader. Antworten


Baumann Claudia

05.08.2009, 17:20 Uhr
Melden

Der Finanzmarkt hat keine Zukunft? Vielleicht nicht in der jetzigen Art, doch wie wenn nicht durch Banken soll die Kapitalaufnahme von Unternehmen gehandhabt werden? Antworten


Nadine Binsberger

05.08.2009, 13:53 Uhr
Melden

Finanzmarkt hat sowieso keine Zukunft. Es handelt sich dabei um das leichtsinnige verwetten der ehrlichen Leistungen von fleissigen Menschen, die reale Werte schaffen. Der vermeintlich effizient und optimal alloziierende Markt sorgt ausserdem dafür, dass dieses träumerische Treiben ums x-fache höher belohnt wird, als faktische Leistungen. Die Ökonomie muss neu erfunden werden! Antworten