Führt die Spur zur Credit Suisse?

Aktualisiert am 02.02.2010 67 Kommentare

Für deutsche Kunden der Credit Suisse, die Steuern hinterziehen, könnte es eng werden. Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» will wissen, dass die zweitgrösste Bank der Schweiz vom Datenklau betroffen ist.

Die F.A.Z. glaubt, die Daten stammen von der Credit Suisse: Schneebedecktes Logo der Bank in Davos.

Die F.A.Z. glaubt, die Daten stammen von der Credit Suisse: Schneebedecktes Logo der Bank in Davos. (Bild: Keystone)

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Die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (FAZ) enthüllte am Freitag, dass sich ein Informant bei den Steuerbehörden gemeldet habe und für 2,5 Millionen Euro eine Steuersünder-CD anbiete. Seither kennen die Titelblätter in Deutschland und der Schweiz kein anderes Thema mehr.

Jetzt schiebt die FAZ nach: Sie will wissen, dass ein der Öffentlichkeit nicht bekannter Informant die Daten der Credit Suisse (CSGN 19.09 -1.39%) gestohlen hat. 1500 Kunden seien betroffen. Die Informationen seien aber unbestätigt, schreibt die renommierte Zeitung. Die Credit Suisse teilt mit, sie habe keine Hinweise auf einen Datendiebstahl.

Die Credit Suisse war schon im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit einer Aktion gegen französische Bankkunden zuerst als Involvierte genannt worden. Es stellte sich dann heraus, dass die HSBC in Genf vom Datenklau betroffen war.

In anderen deutschen Medien wird allerdings auch die UBS (UBSN 11.15 -0.89%) als Quelle genannt. Diese reagiert mit dem Hinweis, dass es sich dabei um «Spekulation» handele.

Gestern brachte die «Financial Times Deutschland» eine weitere Bank ins Spiel. Die Zeitung schreibt, dass die Daten von der britischen Grossbank HSBC stammten, die in Genf eine Filiale hat. Es soll sich dabei um die selben Daten handeln, die HSBC-Informatiker und Datendieb Hervé Falciani im vergangenen August den französischen Behörden angeboten hatte. Doch Falciani dementiert: «Ich arbeite nur mit der französischen Justiz zusammen.» (bru)

Erstellt: 02.02.2010, 08:46 Uhr

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67 Kommentare

Max Maurer

02.02.2010, 09:01 Uhr
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Deutschland hat es mit dem Recht ja nie so genau genommen Wie wäre es wenn man in der CH über die Wiedereinführung echter Nummernkonten nachdächte ? Antworten


Michael Lahn

02.02.2010, 09:05 Uhr
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Die Banken mit ihrer Outsourcing-Strategie im Informatikbereich, es würde mich nicht wundern, wenn diese nach der Bekanntgabe selbst überrascht sind. Andererseits würde mich auch interessieren, ob die Banken in der Lage sind, mit einfachen Mitteln festzustellen, welche Mitarbeiter Daten von Ausländischen Kunden abgerufen haben, denn das VDSG verlangt solche Vorgaben. Antworten



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