Frau Schaeffler bekommt eine Atempause
Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 12.03.2009
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Die Gläubigerbanken, vor allem Commerzbank und Royal Bank of Scotland, seien bereit, Schaeffler bis Ende des Jahres weiter zu finanzieren. Das berichten «Welt», «sueddeutsche.de» und Reuters mit Verweis auf Bankenkreise. Weder Schaeffler noch beteiligte Kreditinstitute wollten den Bericht kommentieren.
Die Banken wollten dem Autozulieferer Zeit lassen, um ein Sanierungskonzept auszuarbeiten. «Schaeffler hat mehr Luft als bisher gedacht» zitiert Reuters einen Insider. Die «Welt» zitiert: «Man lässt ein solches Unternehmen nicht mal eben illiquide werden».
Die Banken könnten beteiligt werden
Noch sei unklar, welche Zugeständnisse die Banken für ihr Entgegenkommen verlangen. Ausserdem wollten sie möglichst bald das Konzept zur langfristigen Finanzierung sehen, so die Berichte. Bis Mai soll die zukünftige Strategie stehen.
Eine wahrscheinliche Lösung ist, dass die Bankschulden in Eigenkapital umgewandelt, die Gläubigerbanken also am Unternehmen beteiligt werden. Maria-Elisabeth Schaeffler und ihr Sohn Georg haben sich inzwischen bereit erklärt, ihren Anteil an der Firma zu verringern, wollen aber weiter unternehmerische Verantwortung wahrnehmen.
Schaeffler hat sich mit seiner Übernahme des Pneu-Herstellers Continental für 10 Milliarden Euro übernommen. Das Unternehmen muss mittlerweile jeden Monat 70 Millionen Euro Kreditzinsen bezahlen. Laut Aussagen der Eigentümer fehlen der Firma insgesamt um die sechs Milliarden Euro. Maria-Elisabeth Schaeffler hatte in Deutschland für Aufruhr gesorgt, als sie im Februar um Staatshilfen in diesem Umfang bat und die Sorgen des Unternehmens tränenreich darlegte. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 12.03.2009, 16:28 Uhr
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