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Europas neuer Luftfahrtriese darf abheben

Aktualisiert am 14.07.2010

Die Fluggesellschaften British Airways und Iberia dürfen sich zu einer der grössten Airlines der Welt zusammenschliessen. Die EU stellt nur eine Bedingung.

Die Marken bleiben: Iberia und British Airways am Flughafen Heathrow in London.

Die Marken bleiben: Iberia und British Airways am Flughafen Heathrow in London.
Bild: Keystone

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Die EU hat für einen neuen europäischen Luftfahrtriesen grünes Licht gegeben: Die britische Fluggesellschaft British Airways (BA) und die spanische Iberia ( 4.5 0.00%) dürfen fusionieren, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel. Die zwei Unternehmen werden nach eigenen Angaben vom April gemeinsam über gut 400 Flugzeuge verfügen, mit denen sie 200 Ziele bedienen und pro Jahr 58 Millionen Passagiere befördern wollen.

Iberia fliegt von seinem Drehkreuz Madrid viele Ziele in Süd- und Mittelamerika an. BA bedient von London unter anderem Verbindungen nach Afrika, Asien und Nordamerika. Die Unternehmen litten in der Vergangenheit jedoch unter der Konkurrenz durch Billigflieger. Von der Fusion erhoffen sie sich nach einer Anlaufzeit von fünf Jahren jährlich Einsparungen von 400 Millionen Euro, wie sie bei der Ankündigung der Fusion im April erklärten. Die beiden Marken BA und Iberia sollen erhalten bleiben.

Immer noch ausreichend Konkurrenz

Nach ihrer Prüfung befürchtet die Kommission nun nicht mehr, dass die Fusion den Wettbewerb in Europa «erheblich behindern wird». Brüssel hatte vor allem die Verbindungen zwischen den Drehkreuzen London und Madrid sowie London und Barcelona unter die Lupe genommen. Demnach «wird das neue Unternehmen weiterhin einer ausreichenden Konkurrenz anderer, diese Strecken ebenfalls bedienender Fluggesellschaften ausgesetzt sein». Ähnliches gelte für die anderen untersuchten Kurz- und Langstrecken sowie die Luftfracht und Bodenabfertigung.

Neben der Fusion erlaubte die Kommission eine enge Zusammenarbeit von BA und Iberia mit der US-Fluggesellschaft American Airlines auf Transatlantik-Flügen. Die Unternehmen wollen für Flüge zwischen London und Zielen in den USA beispielsweise Flugpläne gemeinsam verwalten und Einnahmen aufteilen. Letztlich wollen sie der Kommission zufolge auf den betroffenen Strecken «weitgehend als ein einziges Unternehmen auftreten».

Die Frage der Slots

Im Gegenzug für die Erlaubnis müssen die Unternehmen nun vor allem sogenannte Slots auf dem Londoner Flughafen Heathrow an die Konkurrenz abtreten. Slots sind Zeitnischen für Starts und Landungen und auf Drehkreuzen heiss begehrt. Mit der Auflage will Brüssel sicherstellen, dass die Konkurrenz sich behaupten und so die Passagiere weiter die Wahl zwischen verschiedenen starken Anbietern haben.

(jak/afp)

Erstellt: 14.07.2010, 13:13 Uhr

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