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Ethik wird für UBS-Angestellte zum Pflichtfach

Von Bruno Schletti. Aktualisiert am 13.01.2010 12 Kommentare

Ein Moral- und Verhaltenskodex soll der Bank zu einer neuen Identität verhelfen.

Neuer UBS-Apostel: Oswald Grübel wirbt für mehr Moral im Bankgeschäft.

Neuer UBS-Apostel: Oswald Grübel wirbt für mehr Moral im Bankgeschäft.
Bild: Keystone

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Die UBS (UBSN 11.15 -0.89%) hat sich am Montag intern einen neuen «Verhaltens- und Ethikkodex» verschrieben. Darin steht, dass sich die Grossbank als «integres und verantwortungsbewusstes Unternehmen» versteht. Da liest man auch, dass die UBS «sowohl in den Ländern, in denen ihre Kunden ansässig sind, als auch in den Ländern, in denen sie selbst tätig ist, die jeweils geltenden Gesetze und Vorschriften» einhalte. Oder – die wohl spektakulärste Aussage –, dass die UBS «den Kunden keine Unterstützung bei Handlungen, die der Umgehung ihrer Steuerpflichten dienen», biete.

Der Kodex ist der Versuch, die Zukunft zu gestalten. Er ist auch eine Art Bekenntnis, dass die Bank die Lehren aus der jüngsten Vergangenheit gezogen hat. In einer internen Mitteilung schrieb Konzernchef Oswald Grübel zur neuen UBS-«Bibel»: «Was in den vergangenen Jahren passiert ist, darf in Zukunft nicht mehr möglich sein.»

Verstösse werden geahndet

Die UBS kannte schon bisher einen Ethikkodex. Auch in der alten Fassung standen Sätze wie: «Wir sind bestrebt, bei all unseren Entscheidungen höchste ethische Standards anzuwenden.» Der neue Kodex – das die Absichtserklärung – soll mehr als nur Papier sein. Die Bank erwarte von allen Mitarbeitenden, «dass sie den Kodex nach Geist und Buchstaben konsequent einhalten», schreiben Grübel und Präsident Kaspar Villiger in der Einleitung. Und in seinem Mitarbeiterschreiben doppelt Grübel nach: «Die neue Identität soll die ganze UBS durchdringen und muss uns in Fleisch und Blut übergehen.»

Grübel und Villiger erklären die Einhaltung des Kodex für obligatorisch. Im Gegensatz zum Vorgänger-Papier sieht das neue Dokument Disziplinarmassnahmen für Verstösse vor: Verweise, Versetzung auf niedrigere Positionen, Entlassung. «Ist ein Verstoss als kriminell zu werten, bringt UBS dieses Verhalten den zuständigen Behörden zur Kenntnis.»

Der Kodex gilt ohne Ausnahme. Weder Zeitdruck noch Kundenwünsche, weder Wettbewerbsnachteile noch die Chance, zusätzliche Gewinne zu machen, werden als Gründe für Verstösse gegen den Kodex akzeptiert.

Alle Mitarbeiter bekommen Post

Das Papier wird in neun Sprachen übersetzt. Alle Mitarbeitenden bekommen es nach Hause geschickt. Mit ihrer Unterschrift müssen sie bestätigen, dass sie es gelesen und verstanden haben. Im Frühling müssen sie zum Online-Test antreten, mit dem ihr Wissensstand zum Ethikkodex überprüft wird.

Die UBS verpflichtet sich nicht nur, die Gesetze einzuhalten, auf unfaire Geschäftspraktiken oder auf jede Form der Bestechung zu verzichten. Neu gelobt sie auch, sich umweltbewusst zu verhalten, die Menschenrechtsstandards zu achten und zum sozialen und ökologischen Wohl der Gemeinschaften beizutragen, in denen sie tätig ist.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.01.2010, 04:00 Uhr

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12 Kommentare

rene klingler

13.01.2010, 06:47 Uhr
Melden

Bestimmt wird Herr Grübel spätestens jetzt umdenken und quasi als gutes Vorbild seinen über alles geliebten Ferrari gegen einen VW eintauschen um so, wenn auch nur ganz bescheiden, seinen eigenen kleinen Beitrag an das hoch gepriesene ökologische Wohl der Gemeinschaft zu leisten. Nichts ist unmöglich, die Geschichte wiederholt sich, auch Saulus wurde zum Paulus...erinnert ihr euch? Antworten


Peter Weber

13.01.2010, 07:12 Uhr
Melden

viel bla blaund nichts dahinter - typisch Antworten



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