Eine «Persona non grata »
Er habe keine Lust darauf, eine Nacht in einer Zelle am Kennedy Airport zu verbringen: Konrad Hummler. (Bild: Keystone)
«Ich glaube, dass ich auf einer Liste als Persona non grata aufgeführt bin», sagte Hummler in einem Interview des «Sonntagblicks». Er habe keine Lust darauf, eine Nacht in einer Zelle am Kennedy Airport zu verbringen.
Eine Zivilklage gegen Wegelin sei nicht möglich, da sie nicht auf US-Territorium aktiv sei. Er rechne aber mit Amtshilfegesuchen, erklärte Hummler. So reiche es, wenn ein US-Bürger eine Selbstanklage mache und dabei die Bank Wegelin erwähne. Zur Lösung des Steuerproblems schlägt Hummler eine Abgeltungssteuer auf sämtlichen Vermögenserträgen vor. «Dann hat der Kunde keine Wahl mehr, zu versteuern oder nicht, weil ihm das Geld einfach abgezogen wird», erklärte er.
«USA ist eine der aggressivsten Nationen»
Die Privatbank hatte am vergangenen Dienstag angekündigt, sich wegen der von der US-Regierung beabsichtigten Verschärfung des sogenannten Qualified Intermediary-Abkommens (QI) zwischen den US-Steuerbehörden und ausländischen Banken aus dem US-Kapitalmarkt zurückzuziehen. Hummler fordert, dass der selbe moralische Massstab, mit dem man über Steuersünder urteile, auch auf den Staat angewendet werde, der die Mittel verwende. «Die USA gehören zu den aggressivsten Nationen überhaupt», erklärte er. (mbr/ap)
Erstellt: 30.08.2009, 09:25 Uhr
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