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EU-Krisenländer schulden Roche und Novartis Milliarden

Aktualisiert am 16.02.2012 17 Kommentare

Die Spitäler Spaniens und Griechenlands stehen bei den Schweizer Pharmafirmen tief in der Kreide. Bis zu 30 Prozent aller Rechnungen seien unbezahlt.

Griechische Spitäler können ihre Medikamente nicht bezahlen: Das Apostel-Paulus-Krankenhaus in Athen. (16. August 2004)

Griechische Spitäler können ihre Medikamente nicht bezahlen: Das Apostel-Paulus-Krankenhaus in Athen. (16. August 2004)
Bild: AFP

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Griechenland, Italien, Spanien und Portugal stecken in einer tiefen Wirtschaftskrise. Das bekommen auch die Schweizer Pharmaunternehmen zu spüren. Die Spitäler der Krisenländer können ihre bestellten Medikamente nicht bezahlen.

Bei Roche belaufen sich die Forderungen per Ende Dezember 2011 auf 2,1 Milliarden, sagt ein Sprecher in der aktuellen Ausgabe der «Handelszeitung». In Spanien sei die Zahlungsmoral besonders schlecht: «Wir haben in Spanien mehrere Spitäler, die ihre Rechnungen seit drei Jahren nicht mehr bezahlt haben».

Zahlungsmoral ist Diplomatenthema

Laut dem Branchenverband Farmaindustria schuldet der öffentliche Sektor des Landes internationalen Pharma- und Medizintechnikunternehmen total 12 Milliarden Euro. Rechnungen würden im Durchschnitt erst nach mehr als 500 Tagen beglichen.

Der Schweizer Botschafter in Madrid, Urs Ziswiler, bestätigt gegenüber der «Handelszeitung», dass in den bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern die Zahlungsmoral der Spanier gegenüber der Schweizer Pharmaindustrie eines der wichtigsten Themen sei.

Novartis nennt keine exakten Beträge, bestätigt gegenüber der «Handelszeitung» allerdings, dass rund 30 Prozent aller 2010 bei südeuropäischen Ländern gestellten Rechnungen unbezahlt seien.

Griechenland zahlte nur noch mit Schrottpapieren

Bereits im September 2011 hatte Roche die Medikamtenten-Lieferungen an zahlungsunwillige Spitäler in Griechenland gestoppt. Konzernchef Severin Schwan sagte damals, die betroffenen Gesundheitseinrichtungen hätten ihre Rechnungen zum Teil seit vier Jahren nicht mehr beglichen.

Davor wurde bekannt, dass Griechenland seine Schuldner nur noch mit Staatsanleihen bezahlte. Roche gab an, die erhaltenen Titel umgehend verkauft zu haben. (kle)

Erstellt: 16.02.2012, 11:01 Uhr

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17 Kommentare

oliver schmid

16.02.2012, 11:31 Uhr
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Nichts mehr Liefern oder Vorauskasse. Wenn ich bei einem CH Unternehmen Ware bestelle und nicht zahle, habe ich nach spätestens 90 Tagen eine Betreibung im Haus. Da man diese Möglichkeit im Ausland nicht hat gibts nur ein Lieferstopp oder Vorauskasse. Schlussendlich müsste dafür ja die Regierung einspringen, Medizin und Nahrung gehört ja Quasi zur Grundversorgung. Antworten


manuel braun

16.02.2012, 11:19 Uhr
Melden 27 Empfehlung 0

ihr könnt mich alle pessimist schimpfen, aber ich glaub nicht daran, dass das nochmal besser kommt, zumindest nicht , solange an diesem system festgehalten wird. Antworten



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