EU-Krisenländer schulden Roche und Novartis Milliarden
Aktualisiert am 16.02.2012 17 Kommentare
Links
Dossiers
Artikel zum Thema
- Roche kauft Firma mit Grossverdiener
- Roche steigert Gewinn trotz Frankenstärke
- «Grosszügiger Sozialplan» für Novartis-Stellenabbau in Basel
- Pharmariese Roche greift in Griechenland durch
- Griechen zahlen Roche mit Schrottpapieren
- Waldbestattungen: Skepsis bleibt
- Wie sich bis zu 200 Milliarden in Luft auflösen
- Euro leidet an Geburtsfehler
SwissquoteExklusiver Trading-Partner
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Griechenland, Italien, Spanien und Portugal stecken in einer tiefen Wirtschaftskrise. Das bekommen auch die Schweizer Pharmaunternehmen zu spüren. Die Spitäler der Krisenländer können ihre bestellten Medikamente nicht bezahlen.
Bei Roche (ROG 258.5 2.99%) belaufen sich die Forderungen per Ende Dezember 2011 auf 2,1 Milliarden, sagt ein Sprecher in der aktuellen Ausgabe der «Handelszeitung». In Spanien sei die Zahlungsmoral besonders schlecht: «Wir haben in Spanien mehrere Spitäler, die ihre Rechnungen seit drei Jahren nicht mehr bezahlt haben».
Zahlungsmoral ist Diplomatenthema
Laut dem Branchenverband Farmaindustria schuldet der öffentliche Sektor des Landes internationalen Pharma- und Medizintechnikunternehmen total 12 Milliarden Euro. Rechnungen würden im Durchschnitt erst nach mehr als 500 Tagen beglichen.
Der Schweizer Botschafter in Madrid, Urs Ziswiler, bestätigt gegenüber der «Handelszeitung», dass in den bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern die Zahlungsmoral der Spanier gegenüber der Schweizer Pharmaindustrie eines der wichtigsten Themen sei.
Novartis (NOVN 73.65 1.73%) nennt keine exakten Beträge, bestätigt gegenüber der «Handelszeitung» allerdings, dass rund 30 Prozent aller 2010 bei südeuropäischen Ländern gestellten Rechnungen unbezahlt seien.
Griechenland zahlte nur noch mit Schrottpapieren
Bereits im September 2011 hatte Roche die Medikamtenten-Lieferungen an zahlungsunwillige Spitäler in Griechenland gestoppt. Konzernchef Severin Schwan sagte damals, die betroffenen Gesundheitseinrichtungen hätten ihre Rechnungen zum Teil seit vier Jahren nicht mehr beglichen.
Davor wurde bekannt, dass Griechenland seine Schuldner nur noch mit Staatsanleihen bezahlte. Roche gab an, die erhaltenen Titel umgehend verkauft zu haben. (kle)
Erstellt: 16.02.2012, 11:01 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
17 Kommentare
Nichts mehr Liefern oder Vorauskasse. Wenn ich bei einem CH Unternehmen Ware bestelle und nicht zahle, habe ich nach spätestens 90 Tagen eine Betreibung im Haus. Da man diese Möglichkeit im Ausland nicht hat gibts nur ein Lieferstopp oder Vorauskasse. Schlussendlich müsste dafür ja die Regierung einspringen, Medizin und Nahrung gehört ja Quasi zur Grundversorgung. Antworten
Wirtschaft
Online-Wettbewerb
Wir feiern - Sie profitieren. Einen Tag lang freie Fahrt ab CHF 25.- mit Bahn, Bus und Schiff im gesamten BLS-Gebiet.
Flugpreise vergleichen
Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.
Jetzt wechseln und sparen
Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.


Bitte warten






















