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Dreamliner-Debakel führt zu Manager-Entlassung

Aktualisiert am 01.09.2009

Nach den Verzögerungen bei Boeings Hoffnungsträger 787 Dreamliner muss der Chef der Verkehrsflugzeug-Sparte gehen. Das Wunderflugzeug soll nun endlich in die Luft.

Hats nicht geschafft, den 787 in die Luft zu bringen: Scott Carson.

Hats nicht geschafft, den 787 in die Luft zu bringen: Scott Carson.
Bild: Keystone

Boeing hatte erst vergangene Woche die Auslieferung der 787 erneut um fast ein Jahr auf Ende 2010 verschoben. Das Prestige-Projekt liegt vor allem wegen Problemen mit Zulieferern inzwischen fast drei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück. Boeing hatte für die einst umjubelte Maschine rund 850 Bestellungen gewonnen - wegen der Verzögerungen drohen nun Milliarden-Belastungen.

Nun soll der bisherige Leiter des Militär-Geschäfts, Jim Albaugh, das ins Trudeln geratene Prestige-Projekt aus der Krise führen. Als erstes muss Albaugh dafür sorgen, dass der «Dreamliner» wie versprochen bis Ende des Jahres seinen ersten Testflug absolvieren kann. Konzernchef Jim McNerney betonte in einer Telefonkonferenz, dass der 63-jährige Scott Carson von sich aus zurücktrete.

Kohlefaser-Konstruktion

Er hatte die Führung des Bereichs im Jahr 2006 übernommen, als Nachfolger von Alan Mullaly, der ans Steuer des Ford-Konzerns wechselte. Zuvor war Carson Chefverkäufer der Sparte - und holte in dieser Position auch viele «Dreamliner»-Aufträge ein.

Boeing bringt mit der 787 ein neuartiges Flugzeug auf den Markt, das fast vollständig aus Kohlefaser-Verbundstoffen besteht statt der herkömmlichen Aluminium-Bauteile. Dadurch werden Gewicht und Kerosinverbrauch deutlich gesenkt. Allerdings häufen sich Probleme mit dem neuen Werkstoff und der Koordination der Zulieferer. (cpm/sda)

Erstellt: 01.09.2009, 09:16 Uhr

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