Diesen fünf Ländern droht der Staatsbankrott

Die Finanzkrise treibt so manchen Staat an den Rand des Ruins. Experten benennen die schlechtesten Schuldner der Welt mit der höchsten Ausfallwahrscheinlichkeit.

1/5 Island (Platz 5)
Die Insel im Nordatlantik schrammte im Herbst 2008 nur knapp an der Pleite vorbei. Seitdem hat Island die drei grössten Banken des Landes verstaatlicht und durch eine Aufspaltung in werthaltige Teile und Risikoaktiva eine Sanierung eingeleitet. Die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls taxiert das Analysehaus CMA auf 25,4 Prozent.
Bild: Keystone

   

Argentinien, Griechenland und Venezuela plagen hartnäckige Finanzprobleme, sie kommen aus den schlechten Nachrichten nicht mehr heraus. Diese drei Staaten und sieben weitere Länder bezeichnet die «Financial Times Deutschland» als «die zehn grössten Staatspleite-Kandidaten» (siehe Infobox).

Die Liste des Wirtschaftsblatts stimmt mehr oder weniger mit dem neusten Bericht des Analysehauses CMA überein, das quartalsweise die sichersten und unsichersten Anlageländer der Welt benennt.

In der Studie erhält Venezuela einen sogenannten CPD-Wert von 57,7 Prozent und führt damit die Liste der schlechtesten Schuldner an. CPD steht für Cumulative Probability of Default und stellt die Wahrscheinlichkeit dar, mit der ein Land seine Staatsschulden nicht mehr begleichen kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Ukraine bankrott geht, beträgt 54,6 Prozent. Schlecht stehen auch Argentinien (49,1%), Lettland (30,1%) und Island (25,4%) da (siehe Bildstrecke).

Schweiz macht Plätze gut

Für die Schweiz beträgt der Wert über fünf Jahre nur 3,9 Prozent. Damit liegt sie im Bericht für das vierte Quartal auf Rang zehn und macht damit im Vergleich zum Vorquartal drei Plätz gut. Bestes Schuldnerland ist Norwegen (1,4%), gefolgt von Deutschland (1,9%) und Finnland (2,1%). (bru)

Erstellt: 15.01.2010, 16:13 Uhr

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6 Kommentare

Wolfgang Wagner

18.01.2010, 15:26 Uhr
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Was ausgeblendet wird durch die Mainstream Presse ist die BRD und ihre Schulden, die gehören den Alliierten und das ist das wirkliche Desaster. Es reicht nicht aus nur zu wissen, sondern man muss den Mut haben auch zu verstehen und damit unliebsame Fragen stellen. Warum wandern die Personendaten in die USA und welche Militärgesetze gelten noch? Sklaven haben keine Rechte, bis Sie sie einfordern. Antworten


rene klingler

18.01.2010, 06:53 Uhr
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@Ronnie König! Da haben sie sich per se eine merkwürdige Logik zusammengebraut, werter Herr König, wenn das so simpel wäre, wie sie das per se beschreiben, dann könnte bei der kleinsten Unregelmässigkeit das Steuer herumgerissen werden. Habe keine Ahnung aus welchen Quellen sie ihre Weisheiten schöpfen, weiss jedoch eines ganz sicher, dass sie meist Unrecht haben, was sich erneut beweist! Antworten


Ronnie König

15.01.2010, 17:37 Uhr
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Alle die schlecht da stehen haben eine Vorgeschichte. Es sind nicht die Systeme per se, sondern was die jeweiligen Politiker und Wirtschaftsleute für kurzfristige Ziele haben. Geht es schief, was per se auch nicht dramatisch ist, sieht man dann die wahren Fähigkeiten der Verantwortlichen. Meistens keine. Und dann kommen Übeltäter mit Charisma und es geht erst recht schief! Antworten


Renato Collina

15.01.2010, 16:31 Uhr
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Ohne die UBS lägen wir wahrscheinlich auf Platz 1 Antworten


Sandro Wolf

15.01.2010, 16:27 Uhr
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Präventativer Kommentar an alle, die auf Staatspleiten hoffen: das wäre sehr sehr dumm, so etwas zu wollen! Jeder Staatsbankrott wirkt sich aus. Ein oder zwei können wir abfangen, Lettland ist klein genug, Ukraine und Venezuela haben viele Resourcen. Aber für jede Karte die weggenommen wird, wird das Kartenhaus instabiler. Kollaps wäre furchtbar für alle! 40% Arbeitslose nicht unwahrscheinlich! Antworten


Beat Glauser

15.01.2010, 16:19 Uhr
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Wenn man unsere Medien liest könnte man manchmal glauben, Deutschland stehe kurz vor dem Staatsbankrott. Nun lesen wir mit Erstaunen, dass Deutschland besser abschneidet als die Schweiz. Wo bleiben da die Kommentare der Presse und des Fernsehens? Antworten



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