Die UBS soll Whistleblower manipuliert haben

Gegen die Schweizer Grossbank wird in Frankreich wegen des Vorwurfs der Zeugenbeeinflussung ermittelt.

Aussagen eines Mitarbeiters belasten die Grossbank schwer: Das UBS-Logo fotografiert in Zürich. (Archivbild)

Aussagen eines Mitarbeiters belasten die Grossbank schwer: Das UBS-Logo fotografiert in Zürich. (Archivbild) Bild: Ennio Leanza/Keystone

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Knapp zwei Wochen nachdem in Frankreich Ermittler ihr Steuerverfahren gegen die UBS abgeschlossen haben, nehmen sie ihre Arbeit wieder auf. Der Bank wird nicht nur vorgehalten, französischen Kunden bei der Steuerflucht geholfen zu haben, sondern auch, dass sie einen Whistleblower zum Schweigen bringen wollte, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.

Beim Whistleblower soll es sich um Nicolas Forissier handeln. Der ehemalige Leiter der internen Revision bei UBS Frankreich hätte entscheidend dazu beigetragen, gegen die Bank und die französische Tochtergesellschaft wegen schweren Steuerbetrugs und Geldwäsche zu ermitteln, schreibt die AFP. Forissier wurde im November 2009 wegen schweren Verfehlungen entlassen. Wie er zum Schweigen gebracht werden sollte, ist nicht bekannt.

Konzernspitze ist auf Busse vorbereitet

Der Bank wird unterstellt, von 2004 bis 2012 systematisch reiche französische Kunden dazu bewegt zu haben, am Steueramt vorbei Konten in der Schweiz zu eröffnen.

Die Konzernspitze hatte sich bereits darauf gefasst gemacht, dass die französischen Behörden die mutmassliche Beihilfe der Grossbank für französische Steuerhinterzieher mit einer happigen Milliardenbusse sanktionieren werden. Nachdem die Bank bereits 1,1 Milliarden Euro Kaution hinterlegen musste, dürfte Frankreich nun noch einmal richtig nachfassen. 2 bis 5 Milliarden Euro Busse werden aus Paris erwartet. (nag/afp)

(Erstellt: 02.03.2016, 21:10 Uhr)

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