«Der Stellenabbau hat nichts mit dem Jahresergebnis zu tun»
Aktualisiert am 24.01.2012 23 Kommentare
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Nach Berücksichtigung der Steuereffekte verringert sich der bisher erwartete Reingewinn dadurch um rund 250 Millionen Franken, wie BKW am Dienstag mitteilte. Das Umfeld und die Rahmenbedingungen auf dem Energiemarkt hätten sich nachhaltig verändert, begründet der bernische Energiekonzern die Fehlkalkulation. Die Ertragssituation werde sich vor allem bei den fossil-thermischen Kraftwerken verschlechtern. Das Unternehmen sei aber trotz des Verlustes nach wie vor gut positioniert, sagte Antonio Sommavilla, Leiter Medienkommunikation.
Die BKW sind konkret an zwei Gaskombikraftwerken in Italien (Livorno Ferraris und Tamarete) sowie an einem Kohlekraftwerk in Deutschland (Wilhelmshaven) als Minderheitspartner beteiligt. Die Realisierung des Kraftwerkes in Wilhelmshaven erfolge zeitlich verzögert und werde höhere Baukosten aufweisen als bisher angenommen. Zudem machen die in Deutschland staatlich subventionierten erneuerbaren Energien den BKW das Leben schwer. «Das ist für den freien Markt, und damit auch für uns, nicht gerade von Vorteil», bestätigt Sommavilla.
Der produzierte Strom aus diesen drei Kraftwerken wird von BKW zu Gestehungskosten übernommen. Gemäss Einschätzung der BKW- Unternehmensführung würden diese selbst zu tragenden Kosten nun künftig über den erzielbaren Marktpreisen liegen, was die Berichtigungen und Rückstellungen von insgesamt 300 Millionen Franken notwendig mache.
Schweizer Kraftwerke nicht tangiert
Die Werthaltigkeit der Buchwerte für das Kernkraftwerk Mühleberg, die übrigen Kernkraftwerksbeteiligungen, die Wasser- und Windkraftwerke sowie die übrigen Anlagen im Bereich der erneuerbaren Energien in der Schweiz seien - aus derzeitiger Sicht - gewährleistet.
Konkrete Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2011 will die BKW im Rahmen der Vorausinformation zur Jahreskonferenz (20. März) am 23. Februar bekannt geben. Bereits Ende Jahr hat das Unternehmen angekündigt, insgesamt rund 250 Arbeitsplätze abzubauen. «Der Abbau dieser Stellen hat nichts mit dem finanziell suboptimalen Jahresergebnis zu tun, der Stellenabbau ist konjunkturbedingt», erklärt Sommavilla.
(tan/sda)
Erstellt: 24.01.2012, 16:49 Uhr
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23 Kommentare
Bravo! Nach dem Beschluss des Atomausstiegs fliesst jetzt das Geld direkt in ausländiesche Projekte. Die Schweiz verliert Arbeitsplätze und wird zudem sehr abhängig vom Ausland, weil der Strom von dort jederzeit abgestellt werden kann. Eine denkbar schlechte Verhandlungsbasis bei zukünftigen Diskussionen mit der EU... Antworten
Gott straft sofort - eine Ohrfeige für unsere rot-grüne Regierung - die schwarze Null im Budget wird ins Wanken kommen, wenn solche Hiobsbotschaften eintreffen - das schafft auch Klarheit, warum die Regierung die angenommene Senkung der Motorfahrzeugsteuer möglichst weit von sich stösst und alle Ausreden ins Feld führt, um das Datum der neuen Abstimmung (wenn überhaupt nötig) hinausschieben will! Antworten
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