Der Bund steigt bei der UBS aus
Aktualisiert am 19.08.2009 23 Kommentare
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Der Bund wird die von ihm gehaltene Pflichtwandelanleihe im Umfang von 6 Milliarden Franken in UBS-Aktien tauschen und diese bei institutionellen Investoren platzieren, wie die Bank am Abend mitteilte. Die Umwandlung soll am 25. August stattfinden.
Ingesamt werden gut 332 Millionen Aktien zu einem jeweiligen Nominalwert von 0,10 Franken platziert. Zum heutigen Kurs haben diese neuen Aktien einen Wert von 5,56 Milliarden Franken. Das Eigenkapital der UBS steigt durch die Ausgabe der Aktien um den Gesamt-Nominalwert von 33 Millionen Franken auf 355 Millionen Franken.
Gewinn noch offen
Was für den Bund beim Verkauf tatsächlich herausschaut, ist noch unklar. Derzeit würden die Offerten entgegengenommen, sagte Peter Siegenthaler, Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung, am späten Mittwochabend auf Anfrage. Im Laufe des Donnerstag soll dieser Prozess abgeschlossen sein. Dann werde auch klar sein, welchen Preis der Bund für das Paket gelöst habe, sagte Siegenthaler.
Daneben verzichtet der Bund auf einen Zins auf die gewandelte Anleihe, bekommt von der Bank aber 1,8 Milliarden Franken, was dem Wert der künftigen Zinsszahlungen entspricht.
Die UBS wertet den Entscheid des Bundesrates «als Anerkennung für die eingeleiteten Massnahmen zur Gesundung der Bank», wie die UBS weiter schreibt. VR-Präsident Kaspar Villiger dankt dem Bund für seinen Einsatz von Oktober 2008 bis heute.
Finma und Nationalbank sehen Verkauf positiv
Die Finanzaufsicht Finma begrüsst in einem Communiqué den Beschluss des Bundesrates. Die Mittel seien vom Bund zur Verfügung gestellt worden, da im Herbst keine privaten Investoren gefunden werden konnten. Heute verfüge die UBS über eine stabile und solide Kapitalbasis.
Auch die Nationalbank bezeichnet die Wandlung der Plichtwandelanleihe in Aktien als ein Zeichen dafür, dass das Vertrauen des Marktes in die Widerstandsfähigkeit der Bank weiter zugenommen habe.
Im Herbst eingestiegen
Mit Verkauf des Pakets mach der Bund das Versprechen wahr, so rasch wie möglich bei der UBS wieder auszusteigen. Diese Möglichkeit sah er mit der Beilegung des UBS-Steuerstreits mit den USA offenbar gekommen.
Der Bund hatte im Oktober eine Pflichtwandelanleihe im Umfang von 6 Milliarden Franken gezeichnet, um die UBS zu stabilisieren. Sie ermächtigt ihn, UBS-Aktien zu beziehen. Der Bund hatte das Engagement von Anfang an als Überbrückungsmassnahme bezeichnet und stets betont, Ziel sei eine Platzierung bei Investoren. Zur gleichen Zeit hatte die Nationalbank 60 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt, um faule Kredite der UBS abzusichern. Dieser Fonds bleibt bestehen. (oku/sda)
Erstellt: 19.08.2009, 23:39 Uhr
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