Dem Post-Abkommen könnten Stellen zum Opfer fallen
Aktualisiert am 22.12.2011 3 Kommentare
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Parallel zur Zusammenlegung des internationalen Briefpost-Geschäfts mit Frankreichs La Poste teilt die Schweizerische Post den Konzernbereich Swiss Post International(SPI) auf. Dies kann zu einem Stellenabbau führen. Entlassungen sollen aber vermieden werden.
Um im Wettbewerb zu bestehen, richte sich die Post künftig noch konsequenter auf ihre vier Kernmärkte aus, heisst es in einem Communiqué von gestern Abend. Der Verwaltungsrat habe deshalb entschieden, den Konzernbereich Swiss Post International (SPI) aufzuteilen.
Reorganisation
SPI ist mit seinen Angeboten im grenzüberschreitenden und internationalen Brief- und Paketversand bislang auf zwei Märkten (Kommunikation und Logistik) tätig. Neu wird das Kurier-, Express- und Paket-Geschäft per 1. Januar 2012 PostLogistics zugeordnet. Die restlichen SPI-Teile, darunter das Briefgeschäft, werden vorerst als organisatorische Einheit PostMail zugeteilt. Operativ bleibt die Führung der SPI-Einheiten bis zum 30. Juni 2012 beim bisherigen Leiter Jean-Pierre Streich.
«Mittelfristig kann die Schaffung neuer Synergien zu einem Abbau von Stellen führen», schreibt die Post. Dabei werde die Post ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und alles unternehmen, um Entlassungen zu vermeiden. Für die Kundinnen und Kunden von SPI habe die Aufteilung keine Auswirkungen.
Hoffnung auf Stellenerhalt
Die Gewerkschaft syndicom ist nicht gewillt, einen allfälligen Stellenabbau hinzunehmen, wie sie am Donnerstag festhielt. Bei den Anstellungsbedingungen der Mitarbeitenden von SPI und deren Tochterunternehmen SPIMAG und SPILOG dürfe es keine Verschlechterungen geben. Das hielt auch die Gewerkschaft transfair fest.
Auf die Post-Zusammenarbeit im Allgemeinen ragierten der Personalverband Transfair und die Gewerkschaft Medien und Kommunikation Syndicom heute aber positiv: Das Bündeln von Synergien im Auslandengagement der beiden nationalen Postanbieter könne dazu beitragen, das Briefvolumen im Inland zu stabilisieren, heisst es in nahezu identischen Communiqués.
Somit würden auch die Chancen steigen, dass die Beschäftigung im tendenziell rückläufigen Briefmarkt gehalten werden könne. Die beiden Gewerkschaften kündigten an, sie würden die Auswirkungen auf das Personal kritisch begleiten. (rub/sda)
Erstellt: 22.12.2011, 12:06 Uhr
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3 Kommentare
Die Illusion von Stellenerhalt und der Irrglaube Briefvolumen zu erhalten. Der Kostendruck und der Technologiewandel werden nach einer kurzen Verzögerung den grenzüberschreitenden Informationsverkehr auf physischer Basis, also als Brief massiv beeinflussen. Dazu kommen Synergien bei der Verwaltung, wer das noch an Stellenerhalt glaubt ist dumm, sehr naiv und telefoniert noch von Schnur zu Schnur. Antworten
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