Wirtschaft
Das SBB-Sparbillett: Bis zu 60 Prozent Rabatt
Von Angela Barandun. Aktualisiert am 16.05.2009 29 Kommentare
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Video: Kritik von der Stiftung für Konsumentenschutz
(Quelle: Schweizer Fernsehen, Tagesschau)
Die Idee geistert schon seit längerem herum. Jetzt wird sie konkret. Ab sofort bieten die SBB auf bestimmten Zügen eine Anzahl reduzierter Billette an. Im Moment wird das Angebot noch etwas versteckt getestet, Anfang Juni soll es offiziell lanciert werden. Dann werden jeden Tag mehrere Tausend reduzierte Billette in den Verkauf gelangen.
Nur im Internet erhältlich
Die sogenannten Sparbillette können ausschliesslich übers Internet und bis zu zwei Wochen im Voraus gebucht werden und sind nur für einen bestimmten Zug gültig. Verpasst man den, ist das Billett nichts mehr wert. Sobald das Angebot offiziell ist, sollen die Kunden im Onlineshop der SBB auf die Sparbillette aufmerksam gemacht werden, falls solche für die gesuchte Strecke vorhanden sind. Zur Auswahl stehen Billette beider Klassen, mit und ohne Halbtax. Die Reduktion variiert im Moment zwischen 20 und 60 Prozent.
Schalter und Automaten kommen für den Verkauf der Sparbillette laut Patrick Comboeuf, der den Onlineverkauf der SBB leitet, nicht infrage: «Die Kapazitäten dort sind gar nicht darauf ausgerichtet, dass ein Kunde sich lange überlegen kann, welchen Zug er nehmen will.»
Ab Juni: Billett via iPhone kaufen
Die SBB erhoffen sich von den neuen Billigtickets eine Entlastung der Züge zu Stosszeiten – und eine bessere Auslastung während des Tages. Es sollen auch neue Kunden angeworben werden, die dank der günstigen Preise eher bereit sind, vom Auto auf den Zug umzusteigen.
Derzeit testen die SBB auch eine Applikation fürs iPhone, mit der man die Bahntickets einfach übers Handy kaufen kann. Für einige andere Mobiltelefone steht der Dienst schon zur Verfügung. Das Sparbillett wird es wohl nicht via Handy zu kaufen geben. Laut Comboeuf liegt das daran, dass das Handy vor allem dann als Kanal eingesetzt wird, wenn es schnell gehen muss und der Zug demnächst abfährt. Und in diesen Situationen seien die Sparbillette hoffentlich schon ausverkauft. Kommt hinzu: Diese Kunden gehören gar nicht zur Zielgruppe. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 16.05.2009, 20:20 Uhr
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29 Kommentare
Dreckige Züge, Kaffee und Brösmeliabfälle auf Sitzen und Lehnen, überhaupt keine Armlehne in der Mitte der Sitzbank mehr. Völlig ungenügende Beinfreiheit. Zum Glück dürfen wir Pendler bald deutlich mehr zahlen, denn wenn man Sparbillette zu Randzeiten macht, heisst das nur, dass man Tariferhöhungen zu Stosszeiten haben wird. SBB: Note 0, Kaktus und ein dickes Pfui! Antworten
Man könnte fast annehmen in der Schweiz befinde dieser Meyer (SBB) über die Verkehrspolkitik mit seinen "Glanzideen" die er von der DB mit dem unrühmlichen Mehdorn mitgebracht hat. Es gibt in unserem Lande noch andere, ebenso wichtige Verkehrsunternehmen und zum Glück noch den VöV der etwas zu sagen hat. Pfeift ihn zurück. Uebrigens; weshalb schickt dieser Meier immer eine Sprecher vor ? mutlos Antworten
Was wenn mein Zug Verspätung hat und ich deshalb beim Umsteigen den Anschluss verpasse? Ist das Sparbillett für den Rest der Reise nichts mehr wert? Die Sonderangebote der SBB - musste ich leider feststellen - haben immer irgendwie einen Haken der wohl verklausuliert im Kleingedruckten steht. Antworten
@Robert Huber: Ob man sich tatsächlich mit derselben Flexibilität wie bei der SBB (Ticket für alle Züge im 1/2 Stundentakt gültig) auch mit dem Flieger von fortbewegen kann, sei hier stark bezweifelt. Für lange Distanzen wie ZH-GE gibt's ja mit der Tageskarte (nicht nur im Internet - also diskriminierungsfrei!) und neu mit diesen Sparbilletten (tolle Sache!) wesentlich günstigere Alternativen... Antworten
@Robert Huber: Ob man sich tatsächlich mit derselben Flexibilität wie bei der SBB (Ticket für alle Züge im 1/2 Stundentakt gültig) auch mit dem Flieger von fortbewegen kann, sei hier stark bezweifelt. Für lange Distanzen wie ZH-GE gibt's ja mit der Tageskarte (nicht nur im Internet - also diskriminierungsfrei!) und neu mit diesen Sparbilletten (tolle Sache!) wesentlich günstigere Alternativen... Antworten
Unvernuenftige Ticket-Angebote! Wieso macht die SBB eigentlich so viele verschiedene Ticket-Angebote? Ist doch voelliger Unsinn! Die Bundesbahn sollte fuer eine Strecke immer gleich teuer sein, egal wieviel jemand diese Strecke benutzt. Die Tarife sollten generell gesenkt und das Ticketangebot aufs minimum reduziert werden. Antworten
Tolle Idee für Freizeitreisende! Auch wenn damit nur ein winziger Teil der Reisenden von den vollen Zügen weggelenkt werden kann - jeder Einzelne zählt! Pendlern bringt diese Idee natürlich wenig - Aber Tschuldigung, die Nachfrage bestimmt den Preis, ist doch fast überall so, warum also nicht auch im Zug?! Fair wäre jedoch, wenn die "normalen" Fahrausweise dadurch nicht teurer werden. Antworten
Die SBB sollte die günstigen 3-Monats-Halbtax-Karten einführen für 50 Franken und nicht 70 Fr., Herr Multimillionär Meier. Es gibt auch Arme welche unser Land geniessen wollen. Sich vom Alltags-Geldstress erholen wollen. Die fehlende Differenz holt man durch Mehrverkehr wieder rein. Oder will man durch die aktuelle Preispolitik Leute von der Bahn fernhalten? Es gibt genug Inlandpotential. Antworten
Das ist das typische Verhalten jedes kommerziellen Anbieters, dass er die Konsumentenrente überall und möglichst von jedem abschöpft. Nur vergessen wir dabei eines, dass wir ALLE mit unseren Steuergeldern die SBB finanziert haben. Aber jetzt dürfen wieder mal nicht alle davon profitieren. Typische Günstlingswirtschaft und alles unter dem Deckmantel der Renditemaximierung. Danke. Antworten
Jedes Jahr verbringe ich als Touristin einige Wochen in der Schweiz und jedes Mal mache ich mit der Bahn Ausflüge. Diese Ausflüge hängen von den Wetterverhältnissen ab und deshalb ist es nicht vernünftig, Fahrkarten zwei Wochen im Voraus zu buchen. Leider! Besser wäre, dass man genau am Reisetag am Schalter ein Sparbillett (für das Reisen zwischen z. B. 09.00 und 17.00) kaufen könnte. Antworten
Wenn ich das richtig verstanden habe, gilt das Angebot bislang auf den IC und IR Strecken der SBB. Das dürfte also vor allem für Freizeitreisende die sich zum Beispiel kurzfristig für einen günstigen Spartrip ins Tessin, an den Genfersee oder andere schöne Ort mit Fernverkehrsbahnhof unternehmen möchten. Also ich werde das auf jeden Fall bald einmal probieren. Hoffentlich hat's dann genug Tickets Antworten
Ich finde es eine sehr schlechte idee, dass mann nur über pc / handy diese spezialfahrkarten beziehen kann. denn es gibt auch noch kunden die weder pc noch handy besitzen. ich denke so an ältere jahrgänge (pensionisten usw.). es würde mich freuen wenn es auch an den automaten oder am bahnhof zu beziehen wäre *HB* Antworten
Grundsätzlich gute Idee. Allerdings dürften sich Personen ohne Internetzugang und/oder ohne Kredit/Debitkarten diskriminiert fühlen. Dies könnte vermindert werden, wenn diese Leute sich die Billette von Bekannten ausstellen lassen könnten, ohne dass ihnen zusätzliche Hürden in den Weg gelegt würden. Antworten
Schalter nicht für Kunden, die überlegen, eingerichtet: lächerlich! In Wil SG verstopfen potentielle Reisende, die Fahrplanauskünfte für Reisen ins Ausland mit Schlafwagen einholen, die Schalter für Reisende, die dringend ein Billet für den bald abfahrenden Zug brauchen. Daneben drehen Beraterinnen am Reisebüro Schalter Däumchen. Die dürfen keine Auskünfte geben, nur Hotelbuchungen vornehmen. Antworten
Willkommen SparBillet.... Tschüss Click&Rail. Gerade für die Strecke ZH-BE war Click&Rail um einiges attraktiver als das neue SparBillet. Auch die Ladezeit mit den neuen Animationen ist verbesserungsbedürftig. Alles in Allem jedoch weiterhin attraktiver als herkömliche Billets. Und wer denkt SBB sei teuer => im Vergleich mit anderen Ländern durchaus kundenfreundlich. Merci! Antworten
klingt ja wunderbar, "bis zu 60% rabatt", doch wenn man halbtax hat, dann könnte ich z.b. nächsten freitag abend von winti nach bern für fr. 24.00 anstatt fr. 26.50 - wenn ich im richtigen zug sitze. und um diese fr. 2.50 zu sparen, logge ich mich vorher ein und lege mich auf einen zug fest? fazit: nur ohne halbtax bringts was, ansonsten kosmetik. Antworten
Sparbillets, wie jede andere Form der Lenkung des Fahrgastaufkommens bei den öffentlichen Verkehrsmitteln, sind falsch. Die Schweiz hat mit Milliarden ein öffentliches Verkehrsnetz aufgebaut, auf das wir stolz sind. Jeder soll mit der "schweizerischen U-Bahn" fahren können wohin er will und wann er will, ohne sich Wochen im Voraus festlegen zu müssen oder vom SBB Management abgestraft zu werden, Antworten
Die Methode kennen wir doch und wo hin sie führt erleben wir täglich! Zwängerei und ungerecht! Vorteile nur für ausgewählte Kunden! Wie lange wird diese Strategie von BR Moritz Leuenberger geduldet! Ich finde das sehr ungerecht gegen die Steuerzahler! Bravo Herr Meier & VR! Urs Nünlist Antworten
Warum nicht? Doch die SBB müssen zuerst mal eine kundenfreundliche Internetbuchungsseite aufschalten. Das was heute geboten wird, hält den Kunden ab via Internet eine Reise zu kaufen. iPhone Besitzer sind sehr wohl auch an günsigen Tickets interessiert, denn es geht schnell via iPhone Antworten
Gratulation! Diese Idee bringt den SBB die cleveren Kunden zur Flaute-Zeit, verärgert aber die Kunden zur Rush-Hour nicht! Auf lange Sicht gesehen ist der Preis des Transports genauso abhängig von der Nachfrage wie der Handyempfang oder die Autobahn: Die Ressource ist ausreichend da, aber alle wollen sie zur gleichen Zeit, weshalb sie dann halt kurzfristig knapp ist! Danke SBB! Weiter so... Antworten
Am Ende wir es darauf hinauslaufen, dass man wie beim fliegen für einen bestimmten Zug ein Ticket kaufen kann. Somit wird der grrösste Vorteil des Zuges, dass man einsteigen kann wann man will und man genau weiss was es kostet, dahin sein. Die SBB wird grösstenteils von den Steuern bezahlt und sowas will ich mir nicht bieten lassen. Eine Skandal ist es, aber wie soll man sich wehren? Antworten
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Internet auf dem Fernsehen: Der Trend geht klar in diese Richtung. Werden Sie sich einen Smart TV kaufen?
Ja, auf jeden Fall
Nein, interessiert mich nicht
Erst wenn die Geräte billiger geworden sind
Ich habe schon einen















































Peter Gutknecht
"Für spezielle Züge und zu bestimmten Zeiten bieten die SBB AB SOFORT reduzierte Billette an", schreibt der TA. Das ist schlecht recherchiert, denn das gab es schon seit Jahren, unter dem Namen Click&Rail. Der Artikel wirkt wie eine reine PR-Meldung. Antworten