Credit Suisse brilliert mit Milliardengewinn
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Die Zahlen der drei Sparten
Investmentbanking: Das Ergebnis sank von 2,4 Mrd. Franken auf 1,7 Mrd. Franken. Im Communiqué macht die CS dafür unter anderem die Kosten eines Vergleichs mit dem US-Chemieriesen Huntsman verantwortlich.
Private Banking: In der Sparte, welche die Vermögensverwaltung für Reiche sowie das Firmen- und Privatkundengeschäft in der Schweiz umfasst, hat die CS einen Vorsteuergewinn von 935 Mio. Fr. erzielt. Damit liegt die Bank 6 Prozent unter dem Ergebnis des Vorquartals, welches sich auf 992 Mio. Fr. belief.
Asset Management Mit der Vermögensverwaltung für institutionelle Kunden und alternativen Anlagen, erzielte die CS erstmals wieder ein positives Ergebnis. Der Vorsteuergewinn dieser Sparte belief sich auf 55 Mio. Franken. Von Januar bis März hatte die CS mit dem Asset Management noch einen Verlust von 490 Mio. Fr. eingefahren.
Der Reingewinn der Credit Suisse ist von April bis Juni im Vergleich zum ersten Quartal zwar von 2 Milliarden auf 1,6 Milliarden Franken zurückgegangen. Ohne Sondereffekte hätte der Gewinn indes 2,5 Milliarden Franken betragen, macht die CS im Communiqué vom Donnerstag geltend.
Belastend auf das Ergebnis ausgewirkt hätten sich insbesondere Marktwert-Anpassungen in der Höhe von 1,1 Milliarden Franken wegen geringerer Risikoprämien auf dem Fremdkapital. Zudem habe der Vergleich mit dem US-Chemieriesen Huntsman mit 0,5 Milliarden Franken zu Buche geschlagen. Positiv ausgewirkt habe sich dagegen eine Steuergutschrift in der Höhe von 0,4 Milliarden Franken.
Erwartungen erfüllt
Der Reingewinn von 1,6 Milliarden ist 29 Prozent höher als in der Vorjahresperiode. Damit wurden die Erwartungen der Finanzanalysten erfüllt.
Die verwalteten Vermögen erhöhten sich seit Jahresbeginn um 4,8 Prozent auf 1,175 Billionen Franken. Die Kernkapitalquote stieg auf 15,5 Prozent, verglichen mit 14,1 Prozent am Ende des ersten Quartals.
Starkes Investmentbanking
Wie schon in den ersten drei Monaten dieses Jahres steuerte das Investmentbanking am meisten zum Gewinn bei, mit einem Vorsteuerergebnis von 1,655 Milliarden Franken.
Das Ergebnis wird von Konzernchef Brady Dougan als «gut» bezeichnet. Es zeige den Erfolg der strategischen Ausrichtung auf das Kundengeschäft, wird Dougan im Mediencommuniqué zitiert.
UBS im Schatten
CS-Finanzchef Renato Fassbind sagte an einer Telefonkonferenz am Donnerstagmorgen, dass neue Geschäftsmodell der CS mit tieferem Risikoeinsatz sei die Grundlage für nachhaltige, solide und weniger volatile Erträge, selbst in einem sehr herausfordernden Marktumfeld.
Mit dem Halbjahresabschluss stellt die CS erneut auch die Lokalkonkurrentin UBS in den Schatten, die schon im Juni vor einem weiteren Verlust im zweiten Quartal gewarnt hatte. Die Credit Suisse gehört ausserdem zum exklusiven Club der international tätigen Grossbanken, die die Finanzkrise bisher ohne Staatshilfe gemeistert haben. (cpm)
Erstellt: 23.07.2009, 12:01 Uhr
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