Chef der Erdöl-Vereinigung bewundert Merz' Mut
«Schweiz kann ohne libysches Öl auskommen»: Rolf Hartl, Geschäftsführer der Erdöl-Vereinigung. (Bild: Keystone)
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Werde der Vertrag mit der Schweiz nicht eingehalten, werde dies auch international wahrgenommen, sagte Hartl am Dienstag im «Tagesgespräch» von Schweizer Radio DRS. Die wirtschaftliche Verwundbarkeit sei für Libyen fast grösser als für die Schweiz. Für die hiesige Erdöl-Branche sei die politische Auseinandersetzung zwischen den beiden Ländern aber kein Thema. Es herrsche «Business as usual», auch ohne Libyen, sagte Hartl: «Obwohl Libyen bis vor kurzem 20 Prozent des schweizerischen Erdölbedarfs abgedeckt hat, kann die Schweiz auch ohne libysches Öl auskommen.» Das Erdölversorgungssystem in der Schweiz sei sehr flexibel.
Hartl attestiert dem Bundespräsidenten Hans-Rudolf Merz grossen Mut. Er habe viel Courage bewiesen, als er ins Flugzeug nach Tripolis gestiegen sei und dort den Vertrag ausgehandelt habe. Merz habe ein klares Ziel vor Augen gehabt und dafür sein ganzes - «politisches und persönliches» - Prestige eingesetzt. Laut Hartl ist es aber für eine abschliessende Beurteilung von Merz' Reise noch zu früh. (sam/ap)
Erstellt: 01.09.2009, 16:36 Uhr
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