CSL Behring expandiert

CSL Behring hält sich auf Wachstumskurs. Der Hersteller von Blutplasma-produkten stellt auch in Bern neue Leute ein.

CSL Behring in Bern.

CSL Behring in Bern. Bild: zvg

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CSL Behring hat den Umsatz im ersten Semester des Geschäftsjahres 2015/2016 (per Ende Dezember) um 2 Prozent auf 2,532 Milliarden US-Dollar gesteigert. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies einem Wachstum von 10,4 Prozent, wie das Unternehmen gestern mitteilte. Direktionspräsident Uwe E. Jocham sprach gegenüber dieser Zeitung von einem «hervorragenden Ergebnis in einem schwierigen Branchenumfeld».

Fast alle Produkte hätten zum Wachstum beigetragen, insbesondere die in Bern produzierten Immunglobuline (Plasmaproteine zur Behandlung von Immunstörungen) mit einem Wachstum von 13,2 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Die Wechselkurse sind für CSL Behring «kein grosses Problem», wie Jocham sagte.

Denn die Materialkosten fallen grossteils in Dollar und Euro an. So ist CSL Behring, die auch in Deutschland, den USA und Aus­tralien produziert, natürlich abgesichert. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg aber auch in Bern im Jahresvergleich nochmals um 68 auf 1425 Angestellte.

Im neuen Produktionswerk in Lengnau sollen ab 2017 rund 300 Stellen entstehen. Nachdem das Bundesgericht Ende 2015 die letzte Beschwerde abgewiesen hat, laufen nun ohne Rückstand auf den Zeitplan die Aushub- und Pfählungsarbeiten.

Noch 2016 soll die Mitarbeiterzahl für die neue Lengnauer Einheit, die vorläufig von Bern aus tätig ist, von derzeit 23 Personen um 40 bis 50 Stellen wachsen. In Bern ist nach dem starken Wachstum der letzten Jahre eine Konsolidierung angesagt. Dennoch soll es etwa zwei Dutzend zusätzliche Stellen geben. CSL Behring plant weiterhin, auf einer Parzelle beim benachbarten Zeughausareal einen Ersatzbau zu realisieren.

Gewinnzahlen weist CSL Behring keine aus. Der australische Mutterkonzern CSL Limited meldete einen Anstieg des Reingewinns im Halbjahr von fast 4 Prozent auf 719 Millionen US-Dollar. Der Umsatz wuchs um 11 Prozent auf 3,056 Milliarden Dollar.

Dazu trug die Mitte 2015 vollzogene Übernahme des Grippe-impfstoffgeschäfts von Novartis bei. Damit wird CSL in diesem Geschäft weltweit die Nummer 2 nach dem französischen Pharmakonzern Sanofi. (Berner Zeitung)

(Erstellt: 17.02.2016, 09:44 Uhr)

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