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Buffett für Arme

Von Vincenzo Capodici. Aktualisiert am 05.05.2010 3 Kommentare

Der legendäre Investor Warren Buffett wollte bisher Aktionäre «minderer Qualität» von seinem Unternehmen fernhalten. Jetzt öffnet sich Berkshire Hathaway auch kleineren Anlegern.

Ändert sein Credo, wenns dem Geschäft dient: Warren Buffett.

Ändert sein Credo, wenns dem Geschäft dient: Warren Buffett.
Bild: Keystone

Die Aktionäre von Berkshire Hathaway ( 119500 -0.60%) haben am Mittwoch einen Entscheid gefällt, der bis vor kurzem undenkbar war. Die Hauptversammlung von Warren Buffetts Unternehmen gab grünes Licht für die Aufspaltung der B-Klasse-Aktien im Verhältnis von 50 zu 1. Durch den Aktiensplit, den Buffett selbst beantragt hatte, sank der Preis für die bisher erschwinglichste Aktienklasse von rund 3200 auf zirka 65 Dollar. Anteilsscheine der Klasse A - die in der über 40-jährigen Geschichte des Unternehmens nie geteilt wurden - kosteten am Mittwoch 97'500 Dollar. Inzwischen haben die Kurse der A- und B-Wertpapiere zugelegt (siehe Grafiken auf der linken Seite).

Hintergrund des erstmaligen Aktiensplits ist die Übernahme des Eisenbahnkonzerns Burlington Northern Santa Fe. Buffett hatte das Unternehmen Ende 2009 für 26 Milliarden Dollar komplett übernommen. Es war der teuerste Zukauf der Firmengeschichte.

B-Aktie wird deutlich stärker gehandelt

Berkshire Hathaway sei im Zuge der teuren Firmenübernahme auf günstige Aktien angewiesen, berichten US-Medien. Der Aktienkurs des Eisenbahnkonzerns bewege sich mit rund 100 Dollar in börsenüblicheren Gefilden. «Durch den Aktiensplit sinkt der Kurs des Berkshire-Papiers. Damit kann selbst kleineren Burlington-Anteilseignern ein vergleichbarer Betrag in Berkshire-Aktien ausgezahlt werden», schreibt die Zeitschrift «Business Week».

Marktbeobachter und Fachmedien gehen davon aus, dass die B-Aktie nach der Aufspaltung deutlich stärker gehandelt wird. Zudem würde sie auch für grössere Investoren und solche mit einem kürzeren Zeithorizont attraktiv. Die Aufteilung der Berkshire-Aktien vergrössert nicht nur das Spektrum der Anteilseigner. Auch Kurzfrist-Spekulanten kommen stärker zum Zuge.

«Wir hätten das schon früher tun sollen»

Mit dem Aktiensplit warf Buffett ein langjähriges Credo über Bord. In einem Aktionärsbrief aus dem Jahr 1984 hatte der gewiefte Geschäftsmann wissen lassen, dass eine Aufspaltung der Aktien eine «Käuferschicht minderer Qualität» anziehen würde, die seine Philosophie der wertorientierten Kapitalanlage nicht teilte. Jetzt ist alles anders: «Wir hätten das schon früher tun sollen.»

Buffet steht in enger Beziehung zu Swiss Re. Bei der Kapitalerhöhung der Swiss Re im vergangenen Jahr kaufte Buffetts Mischkonzern für drei Milliarden Franken Wandelanleihen des Schweizer Konzerns. Mit einem Privatvermögen von etwa 37 Milliarden Dollar ist Buffett, der am 30. August 80 Jahre alt wird, der zweitreichste Mensch der Welt. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 05.05.2010, 22:15 Uhr

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3 Kommentare

Matthias Vogelsanger

22.01.2010, 16:22 Uhr
Melden

Buffet scheint dringend Geld zu brauchen. Kleinanleger (Anlage < 10 Mio. CHF/USD) seien daran erinnert, dass Leute wie Buffet sie nicht umwerben um sie reich zu machen, sondern um sie auszunehmen. Antworten


Schnider Ana

22.01.2010, 17:46 Uhr
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Ja! Es wird so viel Geld gespendet aber die es wirklich brauchen das bekommen die nicht! so zu mein fall:Ich bin getrennte 4 Personnen u. weiss nicht wie ich machen sollte! mein Sohn ist zur zeit PC sucht u. kann bald mir financiel nicht unterstützen. sozialamt hilft mir nicht! Ich mache mich sorgen u. denke wer könnte mir helfen ! Es meldet keiner! Ich kann von Spenden nicht mehr hören! A. S Antworten



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