Britische Tochter beschert Arbonia Forster Millionenverlust

Aktualisiert am 16.03.2010

Der Küchenbauer muss für das Jahr 2009 einen Verlust von 22,5 Millionen Franken hinnehmen. Verantwortlich dafür ist die Übernahme einer Firma, die Duschkabinen herstellt.

Massive Abschreibungen: Die Produktion der Arbonia Forster im August 2008 in Arbon.

Massive Abschreibungen: Die Produktion der Arbonia Forster im August 2008 in Arbon.
Bild: Keystone

Der Bauzulieferer AFG Arbonia Forster hat im Rezessionsjahr 2009 dunkelroten Zahlen verbuchen müssen. Der Reinverlust des Konzerns, der unter anderem Küchen, Sanitäreinrichtungen, Fenster und Türen herstellt, beläuft sich auf 22,5 Millionen Franken.

Hauptgrund für den Verlust sind einerseits ein Abschreiber in der Höhe von 15,5 Millionen Franken auf der britischen Duschkabinenherstellerin Aqualux, die AFG 2007 übernommen hatte. Anderseits hat AFG auch in der Geschäftssparte Oberflächentechnologie Wertberichtigungen auf Goodwill und immaterielle Vermögenswerte in der Höhe von 18,2 Millionen Franken vornehmen müssen.

«Gut geschlagen»

In ihrem Communiqué vom Dienstag spricht die Bauzuliefergruppe dennoch davon, sich 2009 in einem sehr anspruchsvollen Marktumfeld gut geschlagen zu haben. Der Umsatz sank wie bereits bekannt um 11,9 Prozent auf 1,384 Milliarden Franken. Deutschland und die Schweiz hätten sich dabei als verlässliche Stützen des Geschäfts erwiesen, wogegen die Umsätze in Russland, Polen, der Slowakei, Grossbritannien und Italien serbelten.

Korrigiert um die Abschreibungen hätte aus dem operativen Geschäft ein «befriedigender» Gewinn von 43 Millionen Franken resultiert, teilte AFG mit. Der tatsächliche Betriebsgewinn (EBIT), also inklusive den Millionenabschreiber, betrug hingegen lediglich 7,7 Millionen Franken. 2008 belief sich dieser noch auf 86,6 Millionen Franken.

Angesichts der dunkelroten Zahlen beantragt der Verwaltungsrat, auf die Auszahlung einer Dividende zu verzichten. An der Generalversammlung im April entscheiden die AFG-Aktionäre zudem über die Einführung einer Einheitsaktie, wodurch das jetzige Firmenoberhaupt Edgar Oehler die Kontrollmehrheit über den Konzern verlieren wird. (oku/sda)

Erstellt: 16.03.2010, 08:20 Uhr

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