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Betrugsopfer wollen keine Vergebung für das «Monster» Bernie Madoff

Aktualisiert am 17.06.2009

Kurz vor dem Urteilsspruch für Bernard Madoff am 29. Juni kochen die Emotionen der betrogenen Anleger hoch.

Von den Opfern als «Monster» und «Serienverbrecher» bezeichnet: Bernie Madoff.

Von den Opfern als «Monster» und «Serienverbrecher» bezeichnet: Bernie Madoff. (Bild: Keystone)

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Madoff sei ein «Monster», ein «Serienverbrecher» und sollte von seinem Richter keine Hoffnung und keine Vergebung erhalten, fordern Opfer von Madoffs gigantischem Schneeballsystem in Briefen an den zuständigen Richter. Madoff hatte mit seinem Anlagebetrug einen Schaden von bis zu 65 Milliarden Dollar verursacht. Acht Geschädigte wollen sich auch bei der Urteilsverkündung äussern.

Die Briefe umfassen Schilderungen von Investoren, die von ihren Madoff-Konten lebten und glaubten, dass ihre Pensionsersparnisse sicher seien. Einige von ihnen sind zwischen 70 und 80 Jahre alt. «Laut dem letzten Kontoauszug von Madoff für November 2008 hatte ich ein Vermögen von 2,3 Millionen Dollar», schrieb Investor Morton Chalek. «Zwei Wochen später war ich bankrott.»

Lebensersparnisse verloren

Michael Schwartz schrieb, dass seine Eltern ihre Lebensersparnisse verloren haben, die für seinen geistig behinderten Bruder verwendet werden sollten. Seit der Betrug ans Licht gekommen sei, habe sie ihr Vertrauen in die US-Regierung verloren, erklärte Carla Hirschhorn. Die US-Börsenaufsicht SEC hatte Bernard Madoff überprüft und den Betrug erst im vergangenen Jahr entdeckt. Hirschhorn sagte, sie werde nun von Regressklagen der Treuhänder von Bernard L. Madoff Investment Securities bedroht.

Der 76-jährige Kriegsveteran Allan Goldstein berichtete, er sei bettelarm, seit er sein Haus im Bundesstaat New York habe verkaufen müssen. Sein Auto habe er auch abgestossen, zudem könne er sich keine langfristige Krankenversicherung mehr leisten und lebe in einem Zimmer im Haus seiner Tochter.

«Sie sind ein Mörder», schrieb die Anlegerin Phyllis Lerner. «Sie haben Generationsbetrug begangen.» «Er hat seine Investoren zu einem Leben in der Hölle verdammt. Seine Hölle wird die Gefängnisstrafe sein, zu der Sie ihn verurteilen», schrieb die 81-jährige Emma Vita an den Richter. (Bloomberg/TA)

Erstellt: 17.06.2009, 09:11 Uhr

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