Wirtschaft
Berner Kantonalbank steigert den Reingewinn
Der Ertrag der Bank stammt zum grössten Teil aus dem Zinsgeschäft. Hier legte die BEKB im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 Prozent zu, wie sie am Donnersag mitteilte.
Anders sieht es bei der Vermögensberatung aus, der wichtigsten Ertragsquelle des Kommissions- und Dienstleistungsgeschäfts. Der entsprechende Kommissionsertrag lag um 12 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Deutlich gesunken ist auch der Erfolg aus dem Handelsgeschäft.
Vor Steuern verdiente die Bank, wie bereits bekannt, 155,4 Millionen Franken. Das entspricht einem Plus von 10,7 Prozent. Die Geschäftsführung beantragt deshalb eine Erhöhung der Dividende von 4.40 auf 4.80 Franken. Das ist die dreizehnte Dividendenerhöhung in Folge.
Vermögensberatung ausgebaut
Wie die BEKB weiter mitteilte, verzeichnete sie 2009 einen hohen Zufluss an Kundengeldern. Die Spareinlagen, Kassenobligationen und übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden steigen um knapp 1,5 Milliarden auf 19,3 Milliarden Franken.
Die Bank baute zudem die Vermögensberatung aus. Die betreuten Vermögenswerte von Kundinnen und Kunden nahmen um 1,6 Milliarden auf 20,3 Milliarden Franken zu. Ausgebaut hat die BEKB auch den Handel mit nicht kotierten Aktien. Die Bilanzsumme der Bank wuchs um 5,7 Prozent auf 24 Milliarden Franken.
Zunahme der Festhypotheken
Im vergangenen Jahr gewährte die Bank über 9900 neue Kredite im Umfang von 1,8 Milliarden Franken. Die Hypothekarforderungen wuchsen um 5,4 Prozent auf 14,9 Milliarden Franken. Die gute Qualität des Kreditportefeuilles habe gehalten werden können, schreibt die BEKB.
Infolge des tiefen Zinsniveaus wurden vermehrt Hypotheken mit festen Laufzeiten abgeschlossen. Der Bestand an Festhypotheken machte Ende vergangenen Jahres 77,1 Prozent der Hypothekaranlagen aus. Im Vorjahr waren es noch 56,3 Prozent gewesen.
Vom Gewinn der Bank profitiere auch der Kanton Bern, wie die Bank weiter mitteilte. Seit der Umwandlung der Bank in eine Aktiengesellschaft vor zwölf Jahren sei der Kanton finanziell um über eine Milliarde Franken gestärkt worden.
Dies etwa in Form von Rückzahlungen von Dotationskapital, Platzierung von Aktien oder Nennwertrückzahlungen. An Dividenden, Steuern und Staatsgarantieentschädigungen flossen der öffentlichen Hand im vergangenen Jahr 63,7 Millionen Franken zu. (met/sda/)
Erstellt: 18.03.2010, 17:26 Uhr
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