Bei Richemont sind 350 Stellen gefährdet

Der starke Franken und die rückläufigen Zahlen im Tourismus machen dem Genfer Luxusgüterkonzern zu schaffen. Es droht ein Stellenabbau.

Richemont gerät unter Druck: Ein Uhrmacher bearbeitet eine goldene Cartier-Uhr. (Archivbild)

Richemont gerät unter Druck: Ein Uhrmacher bearbeitet eine goldene Cartier-Uhr. (Archivbild) Bild: Sandro Campardo/Keystone

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Der Uhren- und Schmuckhersteller Richemont plant den Abbau von bis zu 350 Stellen in der Schweiz. Die Massnahme wird mit einer Anpassung der Produktionskapazitäten als Folge des starken Frankens und des Rückgangs im Tourismus begründet.

Der geplante Stellenabbau war von der Tageszeitung «Le Temps» bekannt gemacht worden und wurde heute der Nachrichtenagentur sda von einem Mitglied der Kommunikationsabteilung in Bellevue GE bestätigt. Weitere Details wurden auf Anfrage nicht bekannt gegeben. Der Restrukturierungsplan befinde sich derzeit noch in der Studienphase, hiess es lediglich.

Geringer Abbau in Planung

«Le Temps» stützte sich auf eine interne Mitteilung der Gruppe. Demnach sollen begleitende Massnahmen sowie die Eingliederung des betroffenen Personals in andere Einheiten der Gruppe vorgeschlagen werden, um den Abbau so klein wie möglich zu halten.

Der Restrukturierungsplan werde in der Mitteilung als einzig mögliche Antwort auf die schwierige Lage in der Uhrenbranche, den starken Franken und den bedeutenden Rückgang im europäischen Tourismus angesehen. (nag/sda)

(Erstellt: 20.02.2016, 12:56 Uhr)

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