Bankenfusion ist Tatsache

ZweisimmenDer Zusammenschluss der Raiffeisenbanken Obersimmental und Saanenland ist besiegelt. Fast 96 Prozent der Stimmenden haben dem Fusionsvertrag, der Namensänderung und dem neuen Geschäftskreis zugestimmt.

Über 500 gelbe Stimmkarten schmückten die Zweisimmer Märithalle für die Fusion der Raiffesienbank Obersimmental-Saanenland.

Über 500 gelbe Stimmkarten schmückten die Zweisimmer Märithalle für die Fusion der Raiffesienbank Obersimmental-Saanenland. Bild: Fritz Leuzinger

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Keine einzige Wortmeldung gab es am Freitag von den gegen 560 Genossenschafterinnen und Genossenschaftern an der Generalversammlung der Raiffeisenbank Obersimmental in der Zweisimmner Märithalle. Nachdem am letzten Montag die Raiffeisenbank Saanenland das Zusammengehen gutgeheissen hatte, tat es ihnen die Obersimmentaler Genossenschaft gleich. Mit 519 gegen 23 wurde die geforderte Zweidrittelmehrheit weit übertroffen. Seit 2012 diskutierten die beiden Raiffeisen-Institute über den Zusammenschluss, der 2015 in raschem Tempo konkret ­wurde.

Strukturstrategie wird erfüllt

Als Raiffeisenbank Obersimmental-Saanenland weisen die beiden Partnerbanken eine Bilanzsumme von 714 Millionen Franken aus. Der Genossenschaft gehören 8115 Mitglieder an. Mit allen 36 Mitarbeitenden an den sechs bisherigen Standorten werden für die Bankkunden bekannte Gesichter auch weiterhin Ansprechpartner sein. Durch die Fusion wird die angestrebte Strukturstrategie von Raiffeisen Schweiz erfüllt. Statutenkonform wird der Geschäftskreis der Obersimmentaler Gemeinden um die Gemeinden Gsteig, Lauenen und Saanen erweitert.

Auch ist das Saanenland im Verwaltungsrat vertreten mit Andreas Grünig als Präsident, Béatrice Baeriswil, Zweisimmen, und Ruedi Trachsel, Lauenen. Der Bankleitung ­gehören Pierre-Yves Geiser als Vorsitzender, Markus Bächler, Lenk, als Stellvertreter, Walter Bettler, Leiter Finanzberatung, und Stefan Rieder, Leiter Services, an. Als Revisionsstelle wurde auch weiterhin die Firma PricewaterhouseCooper bestimmt.

Letztmals mit Dietrich

Nach 16 Jahren ging für Hansjörg Dietrich die Ära als Raiff­eisenpräsident Obersimmental zu Ende. Dietrich leitete die ­Geschicke der 16. Generalversammlung, der 90. in der Obersimmentaler Raiffeisengeschichte, in gewohnt ruhiger Manier. Mit der Genehmigung von Bilanz und Erfolgsrechnung gehört das erfolgreiche Geschäftsjahr 2015 der Vergangenheit an.

Der Verzinsung der Anteilscheine zu 6 Prozent wurde zugestimmt und die Bankorgane in aller Form entlastet. Präsident Dietrich nutzte die Gelegenheit dafür, seinen Vizepräsidenten Hermann Rösti, Boltigen, nach 25 Amtsjahren, Ruedi Werren, St. Stephan, nach deren 18 und Patricia Krebser, Boltigen, nach 17 Jahren zu verabschieden.

Mit seinem welschen Charme präsentierte Pierre-Yves Geiser als Vorsitzender der Bankleitung das ausgezeichnete Jahresergebnis: «Die Aufgabe habe ich mit grossem Respekt angenommen. Ich war, trotz des schwierigen Bankenumfeldes, von der gemeinsamen Stärke überzeugt.

Das uns geschenkte Vertrauen ist eine Herausforderung.» Die starke Position im Hypothekargeschäft konnte im Obersimmental mit einem Wachstum von 2,1 Prozent behauptet werden. Der Zuwachs an Kundengeldern (0,9 Prozent) konnte mit den Ausleihungen Schritt halten. Der Jahresgewinn beträgt 1,168 Millionen Franken. (Berner Oberländer)

(Erstellt: 14.03.2016, 10:03 Uhr)

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