Banken verlangen, dass Stellen gestrichen werden
Seit Anfang 2009 bauten Industriefirmen in der Schweiz über 8000 Stellen ab. Gemäss Recherchen der «SonntagsZeitung» drohen in den nächsten Tagen weitere Entlassungen bei Siemens Schweiz, dem Chemieunternehmen Siegfried und dem Kompressorenhersteller Burckhardt Compresssion.
Und was besonders schwer wiegt: Zunehmend verknüpften UBS, Credit Suisse und Zürcher Kantonalbank die Vergabe von Krediten an die Streichung von Arbeitsstellen. Das sagte Ulf Berg, Mitglied im Vorstandsausschusses des Industrie-Verbands Swissmem und ehemaliger Präsident von Sulzer, der «SonntagsZeitung»: «Noch ist das Phänomen nicht flächendeckend. Aber es gibt viele Einzelfälle, wo Banken solche und weitere Forderungen stellen.»
So verlangten Banken höhere Zinsen, den Verkauf von Firmenteilen und von Kapitaleinlage. Und sie griffen «direkt in das tägliche Geschäft» ein, sagt Berg. Der Verband Swissmem führt eine Liste mit Unternehmen, die Probleme mit den Banken haben. Derzeit befinden sich rund 25 Unternehmen auf dieser Liste.
(sam)
Erstellt: 27.06.2009, 23:31 Uhr
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