Bankdaten-Angebote – nun auch in den USA

Aktualisiert am 06.03.2010

Nach den deutschen Finanzämtern bekommen offenbar auch amerikanische Behörden zunehmend Daten mutmasslicher Steuerhinterzieher angeboten.

Vor allem frühere IT-Mitarbeiter von Banken träten nun an die Behörden heran, sagte Kevin Downing, Ermittler im amerikanischen Justizministerium, am Freitag auf einer Konferenz von Anwälten in Washington. Im Kampf gegen Steuerhinterziehung prüft die US-Steuerfahndung derzeit tausende Konten ausländischer Banken.

Die Schweizer Grossbank UBS hatte im vergangenen Jahr nach Klagen gegen das Institut eingewilligt, 780 Millionen Dollar zu zahlen und die Daten von rund 4450 Kunden an die US-Behörden zu übergeben, die mit Hilfe der Bank Steuern hinterzogen haben sollen. Im Zuge eines Amnestieprogramms der amerikanischen Regierung hatten sich zudem fast 15'000 Personen bei den Behörden gemeldet.

In Deutschland sind den Finanzbehörden bereits mehrfach Daten mit Hinweisen auf mutmassliche Steuerhinterzieher angeboten worden. So kaufte etwa Nordrhein-Westfalen mit dem Bund für 2,5 Millionen Euro entsprechende Daten. (raa/sda)

Erstellt: 06.03.2010, 07:52 Uhr

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