Bald kommt das Viagra-Generikum

Aktualisiert am 16.11.2009

In wenigen Jahren werden Männer mit Erektionsproblemen in Deutschland deutlich weniger für Potenzmittel mit dem Viagra-Wirkstoff Sildenafil bezahlen müssen.

Das Patent des US-Konzerns Pfizer läuft aus: Viagra.

Das Patent des US-Konzerns Pfizer läuft aus: Viagra. (Bild: Keystone)

Der Arzneimittelkonzern Ratiopharm will bald eine günstige Viagra-Version auf den europäischen Markt bringen. Ratiopharm-Sprecher Markus Braun bestätigte der Nachrichtenagentur AP, dass der Generikahersteller zum Jahreswechsel eine entsprechende Genehmigung der europäischen Zulassungsbehörde erwartet.

Abhängig von der jeweiligen Patentsituation werde dann in den europäischen Ländern ein günstigeres Präparat mit dem Viagra-Impfstoff Sildenafil angeboten werden, sagte Braun. In Deutschland soll dies nach Informationen der «Wirtschaftswoche» im Jahr 2013 der Fall sein, da dann das Viagra-Patent des US-Konzerns Pfizer in der Bundesrepublik auslaufe. Das Potenzmittel sei wichtiger Bestandteil der Wachstumspläne von Unternehmenschef Oliver Windholz, der den Umsatz von aktuell 1,6 auf 2,4 Milliarden Euro im Jahr 2014 steigern wolle. Der operative Gewinn solle sogar von mehr als 200 auf 530 Millionen Euro steigen.

In Slowenien ist nach einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur APA der Patentschutz bereits abgelaufen und daher schon jetzt eine Billig-Variante von Viagra erhältlich. Der Pharmakonzern Krka habe im September das Medikament Vizarsin mit dem Wirkstoff Sildenafil auf den Markt gebracht. Eine Schachtel mit 100-Milligramm-Tabletten koste 31,21 Euro statt 39 Euro für Original-Viagra. Ab 2012 wolle Krka mit Vizarsin auch in den Rest Europas expandieren. (sam/ap)

Erstellt: 16.11.2009, 09:05 Uhr

Wirtschaft

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