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BP verklagt Transocean wegen Ölkatastrophe

Aktualisiert am 21.04.2011 14 Kommentare

Das britische Ölunternehmen BP möchte den Bohrinselbesitzer Transocean wegen der Ölkatastrophe in die Verantwortung nehmen. Dem Schweizer Unternehmen droht eine hohe Geldstrafe.

Auslöser der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko: Die brennende Bohrinsel Deepwater Horizon am 22. April 2010.

Auslöser der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko: Die brennende Bohrinsel Deepwater Horizon am 22. April 2010.
Bild: Keystone

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Chronologie der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko

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Am 20. April 2010 ging die Deepwater Horizon in Flammen auf. Es kam zur grössten Ölkatastrophe aller Zeiten.

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Ein Jahr nach Beginn der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat der britische Ölkonzern BP (BPAM 5.1 -0.10%) den Besitzer der Bohrinsel Deepwater Horizon, das Schweizer Unternehmen Transocean (RIGN 43.14 0.02%) sowie eine weitere Firma verklagt. Wie BP am Donnerstag mitteilte, reichte der Konzern die Klagen bei einem Bundesgericht in New Orleans ein. Neben Transocean verklagte BP die US-Firma Cameron International, den Hersteller des defekten Abdeckventils. BP wirft den Firmen Nachlässigkeit vor und verlangt nach eigenen Angaben 40 Milliarden Dollar (27,4 Milliarden Euro) Schadenersatz.

In einer Erklärung warf BP Transocean vor, die Anzeichen einer drohenden Katastrophe missachtet zu haben. Als Besitzer der Plattform müsse Transocean an den Kosten für die wirtschaftlichen und ökologischen Folgen beteiligt werden. Zur Klage gegen Cameron International erklärte BP, das defekte Abdeckventil der Firma habe massgeblich zur Katastrophe beigetragen. BP bezog sich bei seinen Einschätzungen auf die von US-Präsident Barack Obama eingesetzte Untersuchungskommission und auf eigene Ermittlungen.

Am 20. April 2010 war die 80 Kilometer vor der Küste des US-Bundesstaats Louisiana gelegene Förderplattform Deepwater Horizon explodiert, elf Arbeiter starben. Zwei Tage lang stand die Bohrinsel in Flammen, bis sie auf den 1500 Meter tiefen Ozeangrund sank. Insgesamt strömten 4,9 Millionen Barrel Rohöl (780 Millionen Liter) ins Meer, ehe BP drei Monate später nach mehreren gescheiterten Versuchen das lecke Bohrloch endlich schliessen konnte.

(mrs/AFP)

Erstellt: 21.04.2011, 06:39 Uhr

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14 Kommentare

Hans-Jakob Senn

21.04.2011, 07:49 Uhr
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Nach der Oelkatastrophe und vor dem Börsengang habe ich die Finma vor den Risiken gewarnt. Antwort: nicht zuständig! Die Pensionskassen MüSSEN diesen SMI-Titel haben, Pflicht! Dieser Titel ist wegen der schieren Grösse dabei, obwohl es eigentlich gar keine Schweizer Firma ist, hat nur ein paar Bürohengste in Zug, um US-Steuern zu sparen. Jetzt kommt der grosse Bumerang, was klar vorauszusehen war Antworten


Parvaneh Ferhadi

21.04.2011, 07:18 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Transocean hat die Rig Deepwater Horizon für 560 Millionen Dollar versichern lassen. Das Geld dürften sie mittlerweile erhalten haben und könnte also - auch nachdem die Boni von den 560 Millionen abgezogen worden sind - die 40 Millionen mit einem müden Lächeln begleichen. Ohne ein Eingeständnis jeglicher Schuld, versteht sich. Antworten



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