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BP holt Geld bei russischem Partner
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Mögliche Sammelklage
Gut drei Monate nach der Explosion der Ölplattform «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko beschäftigt die Katastrophe nun auch die Justiz. Am Donnerstag - genau 100 Tage nach der Explosion der Bohrinsel - sollte die juristische Aufarbeitung beginnen.
Sieben Bundesrichter in Boise im Bundesstaat Idaho müssen klären, ob sich einige der rund 200 Einzelklagen zu einer Sammelklage zusammenfassen lassen und an welchem Gerichtsort ein möglicher Prozess verhandelt werden sollte.
Ein Entscheid wird erst in zwei Wochen erwartet. Doch schon in Idaho werden Vertreter aller Parteien zugegen sein, um ihre Argumente vorzutragen.
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Der britische Ölkonzern BP (BPAM 5.854 0.55%) verkauft seine Anlagen in Venezuela an den russischen Geschäftspartner TNK, mit dem es die Projekte vor Ort betreibt. Das berichtet am Donnerstagabend das «Wall Street Journal». Der Konzern müsse rasch 30 Milliarden Dollar auftreiben, um die Kosten für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko decken zu können. BP schrieb im 2. Quartal des Jahres 17 Milliarden Verluste.
Wie WSJ weiter berichtet, hat BP letzte Woche bereits Anlagen in den USA, Kanada und Ägypten verkauft – ein Geschäft, das dem Konzern 7 Milliarden Dollar eingebracht habe. Auch in Pakistan und Vietnam wolle BP Geschäftsteile veräussern.
In Venezuela ist BP ausserdem an den staatseigenen Ölfirmen PdVSA, Petroperija, Petromonagas und Boquerón beteiligt. Diese Anteile sind laut dem Wirtschaftsblatt eine weitere Milliarde Dollar wert. Venezuelas Präsident Hugo Chavez hatte 2007 die Ölindustrie des Landes verstaatlicht und den Besitz ausländischer Unternehmen stark reduziert.
Erstellt: 29.07.2010, 23:02 Uhr







