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BMW, Daimler und VW legen in den USA zu

Aktualisiert am 05.01.2010

Die Erholung des amerikanischen Automarkts hat sich im Dezember fortgesetzt. Volkswagen, Daimler, BMW und Ford verkauften dort deutlich mehr Autos als vor Jahresfrist.

An einer Autoshow in Los Angeles präsentiert: BMW Vision Efficient Dynamics.

An einer Autoshow in Los Angeles präsentiert: BMW Vision Efficient Dynamics.
Bild: Keystone

Die Unternehmen profitierten davon, dass sich viele Käufer Feiertags-Rabatte sichern wollten. Zudem gab es im vergangenen Monat zwei Verkaufstage mehr als vor Jahresfrist. Bei VW of America betrug das Plus 16 Prozent, bei BMW neun und bei Mercedes-Benz acht Prozent. Der US-Konzern Ford steigerte seine Verkäufe sogar um eine Drittel. Auf Jahressicht mussten die Autobauer jedoch trotz der Erholung der letzen Monate und der Abwrackprämie «Cash for Clunkers» (»Bargeld für Rostlauben»), die im Juli und August ausgezahlt wurde, herbe Einbussen hinnehmen.

Bei BMW brach der Absatz um rund 20 Prozent auf 241'727 Fahrzeuge ein, bei Mercedes-Benz um 15 Prozent auf 225'128 Autos und bei VW um gut vier Prozent auf 213'454 Wagen. Bei der neuen VW-Tochter Porsche fielen die Verkäufe fast um ein Viertel auf 19'696 Wagen, im Dezember betrug das Minus knapp zwei Prozent.

Schlechte Bilanz für Chrysler und GM

Besonders düster fällt die Bilanz 2009 für Chrysler und die Opel- Mutter General Motors (GM) aus. Die Verkäufe von Chrysler, nach einer Blitz-Insolvenz inzwischen Teil des italienischen Fiat- Konzerns, brachen um 36 Prozent ein. Beim GM-Konzern, der im Dezember sechs Prozent weniger Autos verkaufte, betrug das Minus im Gesamtjahr 30 Prozent.

Rivale Ford, der in der Krise im Gegensatz zu seinen beiden US-Konkurrenten ohne Staatshilfen ausgekommen ist, schnitt dank des Trends zu Kleinwagen deutlich besser ab. Auf Jahressicht verkaufte Ford lediglich 15 Prozent weniger Autos in den USA und konnte seinen Marktanteil dadurch laut eigenen Angaben erstmals seit 1995 wieder ausbauen.

Experten rechnen damit, dass die Zahl der in den USA verkauften Autos 2009 auf rund 10,3 Millionen gefallen ist. Damit würde das Land seine Spitzenposition als weltgrösster Automarkt an China verlieren, wo nach Expertenschätzungen rund 13,5 Millionen Fahrzeuge abgesetzt wurden. Für dieses Jahr rechnen Analysten jedoch wieder mit einer leichten Erholung des US-Marktes. (vin/sda)

Erstellt: 05.01.2010, 20:42 Uhr

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