Axa Winterthur steigert Gewinn

Der Versicherer Axa Winterthur hat 2015 von weniger Grossschäden profitiert. Auch Bell, Straumann und APG präsentieren ein gutes Jahresergebnis.

Den grössten Teil des Gewinns generierte die Versicherung in der Schadenversicherung: Hauptsitz der Axa Winterthur.   (Archivbild)

Den grössten Teil des Gewinns generierte die Versicherung in der Schadenversicherung: Hauptsitz der Axa Winterthur. (Archivbild) Bild: Walter Bieri/Keystone

  • Axa  

    Der Versicherer Axa Winterthur hat im vergangenen Jahr von weniger Grossschäden profitiert. Der operative Gewinn stieg um 4,7 Prozent auf 896 Millionen Franken, während die Bruttoprämien im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent auf 11,1 Milliarden Franken sanken.

    Unter dem Strich verzeichnete das Unternehmen einen Reingewinn von 929 Millionen Franken, wie Axa Winterthur heute mitteilte. Das ist ein Rückgang von 5,6 Prozent.

    Den grössten Teil des Gewinns generierte Axa Winterthur in der Schadenversicherung. Aufgrund von weniger Grossschäden stieg das operative Ergebnis in dieser Sparte um rund 12 Prozent auf 543 Millionen Franken. Der Schaden-/Kostensatz verbesserte sich um 3,1 Prozentpunkte auf 86 Prozent. Die Bruttoprämien gingen um 1,3 Prozent auf 3,4 Milliarden Franken zurück.

    Rückgang im Neugeschäft

    In der nach Geschäftsvolumen grössten Sparte Kollektivleben verringerten sich die Bruttoprämien um 3,6 Prozent auf 6,54 Milliarden Franken. Aufgrund einer selektiveren Zeichnungspolitik habe Axa Winterthur im schwierigen Anlageumfeld einen Rückgang im Neugeschäft um knapp 18 Prozent verzeichnet.

    Im teilautonomen Geschäftssegment erhöhte sich das Neugeschäft von 13 Millionen Franken im Vorjahr auf 46 Millionen Franken im 2015. Im Einzelleben verringerte sich das Geschäftsvolumen um 14 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Franken. Der operative Gewinn in dieser Sparte legte um knapp 8 Prozent auf 229 Millionen zu.

  • Bell  

    Der Schweizer Fleischverarbeiter Bell hat 2015 seinen Gewinn um 8 Prozent auf 94,8 Millionen Franken gesteigert. Der Umsatz stieg wegen der Übernahme des Fertiggerichte-Produzenten Hilcona um 8,5 Prozent auf 2,82 Milliarden Franken.

    Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) wuchs um 19,8 Prozent auf 235 Millionen Franken, wie die Coop-Tochter Bell heute mitteilte. Der Bruttogewinn überschritt erstmals die Schwelle von 1 Milliarde Franken.

    Das abgesetzte Volumen legte um 27,7 Prozent auf 375'308 Tonnen zu. Damit konnte der frankenmässige Umsatz nicht mithalten. Bell musste währungsbedingte Umrechnungsdifferenzen von 89 Millionen Franken einstecken. Hinzu kamen Preisnachlässe von 13 Millionen Franken, welche zusätzlich den Umsatz belasteten.

    Den Aktionären soll eine um 8% höhere Dividende von 70 Franken (Vorjahr: 65 Franken) ausgeschüttet werden.

  • Straumann  

    Trotz Frankenstärke und Konkurrenzkampf hat der Zahnimplantatehersteller Straumann 2015 mehr verkauft als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 798,6 Millionen Franken, in Lokalwährungen sogar um 19 Prozent. Der Gewinn brach um gut die Hälfte auf 71,5 Millionen Franken ein.

    Organisch schaute ein Umsatzwachstum von 10 Prozent heraus. Zum Umsatz steuerte die im April übernommene brasilianische Neodent 63 Millionen Franken bei. Sie liefert günstige Zahnimplantate.

    Der Betriebsgewinn (EBIT) erreichte 172,6 Millionen Franken und damit 16,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Belastet wurde das Ergebnis durch die Aufwertung des Frankens zum Euro und zum brasilianischen Real.

    Der Gewinneinbruch erklärt sich aus einem einmaligen, nicht liquiditätswirksamen Aufwand von 73 Millionen Franken wegen der Übernahme von Neodent. Ohne diesen Sondereffekt lag der Reingewinn bei 144,7 Millionen Franken.

    Der Generalversammlung schlägt Straumann eine Dividende von 4 Franken pro Aktie vor nach 3,75 Franken 2014.

  • APG  

    Die Aussenwerbegruppe APG hat ihren Umsatz 2015 um 0,6 Prozent auf 313 Millionen Franken gesteigert. Unter dem Strich blieben 52,3 Millionen Franken, 3 Prozent mehr als im Vorjahr.

    In der Schweiz stieg der Umsatz um 1,3 Prozent auf 302,3 Millionen Franken. Im viel kleineren Auslandgeschäft brachen die Verkaufserlöse hingegen um 15,6 Prozent ein, so dass diese Sparte noch 10,8 Millionen Franken zum Umsatz beisteuerte. Hier ist APG nur noch in Serbien tätig.

    Der Gewinn vor Zinsen und Steuern stieg um 2,8 Prozent auf 68,1 Millionen Franken. Die EBIT-Marge erreichte damit 21,5 Prozent. APG führt das auf Prozessoptimierungen und nachhaltige Kostensenkungen zurück. Den Aktionären soll eine Dividende von 11,50 Franken und eine Sonderdividende in gleicher Höhe zufliessen.

(Erstellt: 25.02.2016, 09:23 Uhr)

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