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Ackermann geht in die Offensive

Aktualisiert am 05.09.2011 42 Kommentare

Nach den Klagen gegen die Deutsche Bank in den USA sucht Josef Ackermann den Schulterschluss mit Konkurrenten. Der Deutsche-Bank-Chef rief seine Zunft auf, sich gemeinsam zur Wehr zu setzen.

«Die sollen uns beweisen, dass Betrug im Spiel ist»: Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank.

«Die sollen uns beweisen, dass Betrug im Spiel ist»: Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank.
Bild: Keystone

Deutsche Bank

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«Wir müssen uns als Banken überlegen, bei dem Thema enger zusammenzuarbeiten», betonte der Schweizer auf einer Finanzkonferenz in Frankfurt. Er habe darüber auch schon mit Credit-Suisse- Verwaltungsratspräsident Urs Rohner gesprochen, der ebenfalls an der Tagung teilnahm.

In den USA sehen sich zahlreiche Grossbanken mit potenziell milliardenschweren Klagen wegen ihrer Hypothekengeschäfte konfrontiert. Massenhafte Kredite an einkommensschwache Amerikaner zum Bau oder Kauf von Häusern hatten die Finanzkrise ausgelöst.

Prozesse dürften Jahre dauern

Die Prozesse gegen die Banken dürften sich über Jahre hinziehen. Die Vorwürfe reichen von unrechtmässigen Zwangsräumungen bis zur Verschleierung von Risiken bei faulen Immobilienkrediten.

Erst am Freitag hatte die US-Aufsichtsbehörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) 17 Banken wegen umstrittener Hypothekengeschäfte verklagt. Sie wirft den Instituten - darunter auch der CS und der Deutschen Bank - vor, beim Verkauf von mit Hypotheken unterlegten Wertpapieren an die inzwischen verstaatlichten Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac falsche Angaben gemacht zu haben.

«Der letzte Strohhalm»

Die Deutsche Bank (DBN 29.06 -1.07%) nehme solche Vorwürfe zwar ernst, betonte Ackermann. «Wir setzen uns aber dort zur Wehr, wo wir gute Gründe haben. Die sollen uns beweisen, dass Betrug im Spiel ist.» Ackermann verwies vor allem darauf, dass bei der Dokumentation von Hypothekenunterlagen heute andere Massstäbe angelegt würden als noch zu den Boomzeiten auf dem US-Häusermarkt.

Darauf eine Klage aufzubauen, sei die Suche «nach dem letzten Strohhalm», sagte Ackermann bei der «Handelsblatt»-Konferenz «Banken im Umbruch». Ein Rückzug aus den USA wegen der Rechtsstreitigkeiten komme für die Deutsche Bank nicht infrage. (pbe/sda)

Erstellt: 05.09.2011, 18:01 Uhr

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42 Kommentare

Giovanni Bernasconi

05.09.2011, 18:09 Uhr
Melden 72 Empfehlung

So ist es! Zusammen zurueckschlagen. Europa ist viel staerker als man glaubt und die USA sind eben bankrott und brauchen Geld. Wie und wo es kommen soll ist unwichtig: sie stehen im Krieg gegen ihren Untergang, also ist Alles erlaubt.
Gegenklagen in Europa fuer das zehnfache gegen USA Banken: Gruende gibt es zu Genuege.
Die Machtsprache ist die Einzige die man in den USA gut und klar versteht!
Antworten


Hans Sommer

05.09.2011, 18:38 Uhr
Melden 59 Empfehlung

Gab es nicht ein Gesetz der US-Regierung, das die Banken verpflichtete, auch armen US-Bürgern Hypothekarkredite zu gewähren, damit sie sich den Traum vom Eigenheim erlauben konnten? Ich kann Herrn Ackermann nur gratulieren, dass er sich mit seinen Kollegen verbündet und wünsche ihm im Interssse aller gut Glück im Kampf gegen ein pervertiertes Rechstsystem. Antworten



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