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500 Prozent teurer in zehn Jahren

Aktualisiert am 12.01.2010

Die Medikamentenpreise in den USA explodieren, wie eine neue Studie zeigt. Das freut die Gegner der Gesundheitsreform.

Teure Pillen: Eine Apothekerin in New York zählt Tabletten für ein Rezept.

Teure Pillen: Eine Apothekerin in New York zählt Tabletten für ein Rezept.
Bild: Reuters

Die Medikamentenpreise in den USA sind einer Erhebung zufolge in den vergangenen Jahren aussergewöhnlich stark gestiegen. Markenmittel haben sich im zurückliegenden Jahrzehnt zwischen 100 und rund 500 Prozent verteuert.

In Einzelfällen hätten sich die Preise sogar mehr als verzehnfacht, berichtete der Rechnungshof des US-Kongresses (GAO) in der Nacht auf Dienstag. Die Studie ist Wasser auf die Mühlen der Gegner der US-Gesundheitsreform, die eine stärkere Senkung der Arzneimittelpreise fordern.

Jetzt soll die Regierung verhandeln

Die demokratischen Senatoren Charles Schumer und Amy Klobuchar verlangten, die Regierung solle künftig verstärkt in Verhandlungen niedrigere Preise durchsetzen. «Dadurch könnte der Steuerzahler viel Geld sparen», sagte Klobuchar nach der Vorlage der Studie in der Nacht zum Dienstag.

Kritiker werfen den Demokraten vor, sie gingen in ihren Reformplänen zu grosszügig mit der Pharmabranche um. Zudem gibt es Vorwürfe, dass Konzerne wie Pfizer oder Merck & Co ihre Preis gezielt vor der Verabschiedung der Reform anheben würden. Der US- Branchenverband PhRMA erklärte dagegen, die GAO-Studie sei nicht repräsentativ, da sie weniger als ein Prozent aller Markenmedikamente berücksichtigt habe. (oku/sda)

Erstellt: 12.01.2010, 16:44 Uhr

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