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43 Millionen für CS-Chef Dougan

Von Markus Diem Meier. Aktualisiert am 24.09.2009 45 Kommentare

Bis zu 6,36 Millionen Franken zahlt die Schweizer Grossbank im nächsten Frühling durchschnittlich an ihre Führung aus – insgesamt 1,9 Milliarden.

Im nächsten März winkt ihm ein Bonus von 43,2 Millionen Franken: Credit-Suisse CEO Brady Dougan

Im nächsten März winkt ihm ein Bonus von 43,2 Millionen Franken: Credit-Suisse CEO Brady Dougan
Bild: Keystone

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Der PIP-Bonusplan der Credit Suisse

Den Performance-Incentive-Plan (PIP) hat die Credit Suisse 2005 begründet. Mit ihm wollte die Bank erreichen, dass in der Umbauphase des Unternehmens die wichtigsten Leute nicht das Weite suchen, umso mehr als auch Konkurrenten sehr viel bezahlten. Kernelement des Plans sind so genannte «PIP-Units». Mitarbeiter des obersten Managements wurden Anfang 2005 und 2006 für das jeweilige Vorjahr solche «Units» zugeteilt. Nach einer Haltefrist von fünf Jahren sollten sie in Aktien der Credit Suisse getauscht werden. Das ist erstmals im März des nächsten Jahres der Fall.

Die definitive Zahl an Units, die jeder erhält, sowie das Umtauschverhältnis in Aktien wurde von Beginn weg an an drei Bedingungen geknüpft: Erstens von der Erreichung selbst gesetzter finanziellen Ziele, zweitens vom Verlauf des Aktienkurses und drittens vom Abschneiden der Credit-Suisse-Aktie im Vergleich zu jenen von Konkurrenzinstituten. Getauscht werden sie ausserdem nur, wenn der Begünstigte während der fünf Jahre bei der Credit Suisse geblieben ist. Im Minimum können die PIP-Units wertlos werden.

Im März sollen 300 Banker aus dem Topmanagement der Credit Suisse 1,9 Milliarden Franken an Boni ausbezahlt erhalten. Diesen Betrag berechnet das britische Finanzblatt «Financial Times». Die Auszahlung ist eine Konsequenz des «Performance Incentive Plans» (PIP), den die Bank Anfangs 2005 begründet hat (siehe Kasten links).

Der Plan wurde damals eingeführt, um das Management in einer schwierigen Umbauphase an die Bank zu binden. Ein Fünftel bis zur Hälfte ihrer Boni von 2005 haben die Spitzenbanker damals in Form von «Units» erhalten, die erst nach fünf Jahren weiterer Beschäftigung bei der Bank in Aktien getauscht werden konnten. Nächsten März ist es nun erstmals so weit. Ein zweites, 2006 gestartetes Programm, läuft im Frühling 2011 aus.

Im schlimmsten Fall eine Nullrunde

Pro Unit erhält jeder der berechtigten Bankmanager laut Schätzungen der «Financial Times» Aktien zu einem Gesamtwert von maximal 6,36 Millionen Franken, wenn man vom Dienstagskurs der CS-Aktie von 57,20 Franken ausgeht. Sollte der Wert des Titels im Durchschnitt der ersten drei Monate unter 30 Franken fallen, werden die Banker überhaupt nichts erhalten.

Mit 271'898 Units verfügt CEO Brady Dougan über die meisten der im nächsten März tauschbaren Units. Darauf folgt Investmentbanking-Chef Paul Calello (mit 142'937 Units) und Walter Berchtold, Leiter des Private-Banking (mit 130'401 Units). Gemäss der Berechnung der «Financial Times» würde sich der Wert der tauschbaren Aktien (beim Kurs vom Dienstag) die Brady Dougan erhält, auf 43,2 Millionen Franken belaufen.

Forderungen der Kritiker früh erfüllt

Die Beträge sind zwar selbst für die Finanzbranche riesig. Doch immerhin ist die Schweizer Grossbank mit dem Programm schon früh Forderungen nachgekommen, wie sie heute für die Ausgestaltung von Bonusprogrammen überall aufgestellt werden: Die Zahlungen sind ans Gedeihen des Unternehmens gebunden, entfallen bei einem vorzeitigen Austritt aus der Bank und schrumpfen, wenn die Bank schlechter abschneidet als die Konkurrenz. Einfach vom Aufwärtstrend der ganzen Branche zu profitieren, reicht nicht.

Auch mit dem im letzten Jahr aufgesetzten Bonus-Programm «Partner Asset Facility» hat die Schweizer Grossbank für Aufmerksamkeit gesorgt: Hier werden die variablen Zahlungen der Spitzenmanager im Investmentbanking an den Wert von Schrottpapieren gebunden (O-Ton Geschäftsbericht: «illiquide Aktiven»). Die Begünstigten profitieren von einem Wertgewinn, wenn die Anlagen über dem Wert verkauft werden können, zu dem sie die Credit Suisse erworben hat. Umgekehrt müssen sie aber auch für einen Teil von allfälligen Verlusten geradestehen. Damit konnte die Schweizer Grossbank einen Teil ihrer Risikopapiere aus der Bilanz entfernen. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.09.2009, 17:30 Uhr

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45 Kommentare

Ernst Pauli

24.09.2009, 20:03 Uhr
Melden

...und alles mit dem Geld, das Ihnen von den Bankkunden zur Verfügung gestellt wurde..nicht selbst erarbeitet. Wann hört dieser Wahnsinn endlich auf? Antworten


Stefan Bosshard

24.09.2009, 20:23 Uhr
Melden

Eine absolute Frechheit ist es, dass man diesem Dougan 43 Millionen Franken schenkt. Wenn Dougan Grösse hätte, würde er auf 42 der 43 Millionen verzichten und das Geld den Lehman-Opfern überweisen, die wegen der CS zum Teil sehr viel Geld verloren haben! Aber leider ist zu befürchten, dass Dougan auf keinen Rappen verzichten wird. Schämen Sie sich! Antworten



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