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«Wer langfristig denkt, macht das Richtige»

Von Christoph Gisiger. Aktualisiert am 08.07.2010

Carsten Schloter Der CEO von Swisscom wehrt sich gegen eine schärfere Regulierung im Schweizer Telecommarkt. Und sieht Chancen für Übernahmen in Italien.

Hat die Bilanz bereits gestrafft: Carsten Schloter, CEO der Swisscom, ist für weitere Zukäufe in Italien.

Hat die Bilanz bereits gestrafft: Carsten Schloter, CEO der Swisscom, ist für weitere Zukäufe in Italien.
Bild: Keystone

Zur Person

Carsten Schloter hat gegenwärtig alles andere als einen gemütlichen Job. Weil Fastweb-CEO Stefano Parisi bis zur Klärung der Mehrwertsteueraffäre in Italien von seinem Posten zurückgetreten ist, hat der Swisscom-Chef auch die operative Leitung der italienischen Tochter ad interim übernommen. Der charismatische Deutsche ist sich harte Arbeit aber gewohnt, hat sich unter ihm im Hause Swisscom in den letzten vier Jahren doch viel bewegt. So hat die Telecomgruppe zu neuem Selbstvertrauen gefunden, von Vodafone den Anteil am Schweizer Mobilfunkgeschäft zurückgekauft, die Expansion nach Italien gewagt und sich organisatorisch neu aufgestellt. Einen klaren Kopf verschafft sich der technologiebegeisterte 46-Jährige, der fliessend Deutsch, Französisch und Englisch spricht, mit Ausdauersport.(CG)

Besser als manche Staatspapiere

Den Aktien Swisscom wird obligationenähnlicher Charakter nachgesagt. Dem werden sie auch mit der neu aufflammenden Unsicherheit an der Börse gerecht. Während der Swiss Market Index SMI seit Anfang April fast 12% Terrain einbüsste, gaben die ultradefensiven Valoren kaum mehr als 1% nach – obwohl sie Ende April 20 Fr. Dividendenabgang zu verkraften hatten.

Investoren können für 2010 wiederum mit einer feudalen Ausschüttung rechnen. Im ersten Quartal war Swisscom überraschend gut unterwegs und hat die Preiserosion im Heimmarkt abgefedert. Eindrücklich ist das Wachstum im digitalen Fernsehmarkt, wo Swisscom TV derzeit mehr als doppelt so viele Kunden gewinnt wie Cablecom. Grösstes Risiko bleiben regulatorische Eingriffe. So wird dieser Tage mit Spannung ein Bericht des Bundesrats zum Schweizer Telecommarkt erwartet. Grund zur Beunruhigung ist das aber nicht, denn eine Revision des Fernmeldegesetzes würde ohnehin viel Zeit in Anspruch nehmen.

Weniger gut sah es zeitweise in Italien aus. Die Ermittlungen der italienischen Behörden gegen Fastweb und Telecom Italia machten gegen Ende Februar fette Schlagzeilen. Das ist verständlich, sollen die beiden Unternehmen doch in illegale Scheingeschäfte der Mafia verwickelt worden sein. Das sorgte in den Medien für viel Aufmerksamkeit, zeigt bislang aber kaum Auswirkung auf den Geschäftsgang (vgl. Interview). Swisscom dürfte 2010 erneut rund 12 Mrd. Fr. Umsatz erzielen. Rückstellungen für eine allfällige Busse gegen Fastweb werden den Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) zwar um 100 Mio. Fr. mindern. Gemessen an den geschätzten 4,4 Mrd. Fr. Ebitda fällt das aber nur wenig ins Gewicht. Entscheidend ist, dass der Konzern an der Prognose von 2,6 Mrd. Fr. freiem operativem Cashflow festhält. Pro Aktie leitet sich daraus eine Dividende von 20 bis 25 soliden Franken ab. Wir sind eher konservativ und rechnen mit 22 Fr. pro Titel. Mit 5,8% Rendite übertreffen die stabilen Telecomwerte jedoch auch so manche Staatsanleihen.(CG)

Stichworte

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Swisscom (SCMN 352 0.09%) hat sich souverän durch die Krise manövriert und profitiert nun sogar leicht von der wirtschaftlichen Erholung. Auch bleibt die Telecomgruppe in der Schweiz klarer Marktleader, nachdem die Wettbewerbskommission (Weko) den Zusammenschluss der beiden Konkurrenten Orange und Sunrise untersagt hat. Konzernchef Carsten Schloter muss deshalb aber vermehrt regulatorische Eingriffe fürchten. Hinzu kommt, dass der weiche Euro das Wachstum in Italien bremst. Obwohl dort die Tochter Fastweb in ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung involviert ist, denkt der Swisscom-CEO an weitere Akquisitionen.

Herr Schloter, die Fusion von Orange und Sunrise ist endgültig vom Tisch. Bleibt damit im Schweizer Telecommarkt alles beim Alten?
Tatsächlich wird sich vorerst wenig ändern. Irgendwann wird es aber wohl nochmals zum Anlauf für einen Konsolidierungsschritt kommen, denn die Preise im Mobilfunk sinken stetig. Gleichzeitig nimmt der mobile Datenverkehr rasch zu, wodurch der Investitionsbedarf steigt. Mit Blick auf den Cashflow wird es für Sunrise und Orange daher kaum viel länger als drei Jahre im Alleingang gehen, ohne dass grundsätzliche Fragen aufkommen.

Der neue Sunrise-Chef Oliver Steil will Orange nun noch mehr Kunden abjagen. Ist das eine sinnvolle Strategie?
Der Sunrise-Mutterkonzern Tele Danmark bereitet derzeit eine Publikumsöffnung vor. Er hat deshalb rasch eine abschliessende Antwort benötigt, wie es mit Sunrise weitergehen soll. Zusammen mit der Gesamtdynamik bei der Wettbewerbskommission hat das vermutlich dazu geführt, dass die Fusionspläne ad acta gelegt wurden. Sunrise wird Orange jetzt Druck aufsetzen und Marktanteile abringen. Zeitigt diese Strategie Erfolg, wird der Unternehmenswert von Sunrise im Vergleich zu Orange automatisch steigen.

Es fehlt damit weiterhin ein Gegner, der Swisscom – zumindest im Mobilfunk – auf Augenhöhe entgegentreten kann. Auch künftig dürfte Sie deshalb vor allem der Regulator auf Trab halten.
Bereits werden vereinzelt Stimmen laut, Swisscom müsse gebremst werden, nachdem das Fusionsverbot Orange und Sunrise geschwächt habe. Zum Beispiel wird gesagt, Swisscom müsse Orange und Sunrise über die Mobilterminierungsgebühren subventionieren, die sich Telecomanbieter untereinander für die Rufdurchleitung verrechnen. Das, obwohl Sunrise und Orange dafür heute schon gut 20% mehr als Swisscom verlangen und diese Asymmetrie derzeit in ganz Europa abgeschafft wird. Auch steht der Ruf nach solchen ordnungspolitischen Massnahmen im Widerspruch zum Entscheid der Weko, der aus einer liberalen und wettbewerbsorientierten Perspektive gefällt wurde.

Allein der Grössenunterschied zur Konkurrenz ermöglicht Swisscom jedoch erhebliche Wettbewerbsvorteile durch Skaleneffekte und damit tiefere Durchschnittskosten.
Das ist doch das Prinzip des Wettbewerbs. Migros oder Coop beispielsweise rechnen mit ganz anderen Stückkosten als ein Einzelhändler auf dem Land. Daran ist nichts verwerflich. Man kann doch Migros und Coop nicht dazu verpflichten, Geld an Aldi zu überweisen, nur weil Aldi in der Schweiz nicht die gleichen Skaleneffekte erzielt. Wo würde das hinführen? Wenn also versucht wird, Stückkosten über eine Regulierung zu vereinheitlichen, verzerrt das den Wettbewerb. Zudem profitiert schliesslich auch Orange als Tochter von France Telecom von den Skaleneffekten einer internationalen Gruppe, die global rund 130 Millionen Mobilfunkkunden zählt.

Schärfere Töne schlagen neuerdings die Kabelanbieter an. Beunruhigt Sie das?
Das TV-Geschäft ist endlich einmal ein Markt, in dem Swisscom nicht über eine historisch starke Position verfügt, sondern in dem die Kabelnetzbetreiber die ehemaligen Monopolisten sind. Sie haben natürlich wenig Freude daran, dass wir ihnen jetzt Wettbewerb machen und dass wir weit mehr Kunden als sie gewinnen. Sie werden daher auch keine Freude an unseren Zahlen für das zweite Quartal haben.

Die Weko hat sich letzthin für die Privatisierung von Swisscom ausge sprochen. Bringt die Mehrheit des Bundes dem Unternehmen derzeit eigentlich mehr Vor- oder Nachteile?
Im Tagesgeschäft zum Beispiel, wenn wir uns refinanzieren, hilft uns das, spielt aber keine ausschlaggebende Rolle. Viel wichtiger ist der Einfluss des Bundes auf den zeitlichen Horizont, mit dem wir unser Geschäft führen. Wenn der Mehrheitsaktionär langfristig orientiert ist, bringt das natürlich Vorteile, denn nur Unternehmen, die langfristig denken, machen auch das Richtige für die verschiedenen Stakeholder, angefangen von den Aktionären über die Mitarbeiter und Kunden bis hin zur Öffentlichkeit. Je kurzfristiger aber ein Konzern finanziell wirtschaftet, desto grösser ist der Zielkonflikt unter den Stakeholdern, den Aktionären auf der einen Seite, den Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft auf der anderen.

Was heisst das für eine Gruppe wie Tele Danmark, die keinen Staat als Aktionär im Rücken hat?
Wenn die Aktionärsbasis mehrheitlich aus Hedge Funds besteht, muss das Management in einem kurzfristigen Zeitraum denken. Alles, was sich nicht in drei bis vier Jahren einträgt, wird nicht umgesetzt. Investitionen in die Erschliessung der Haushalte mit Glasfasern etwa werden nicht gesprochen, weil sie sich erst nach sieben bis acht Jahren oder vielleicht noch später rechnen.

Um sich Geld zu verschaffen und Schulden zu reduzieren, könnten europäische Staaten ihre Beteiligung am historischen Telecomanbieter weiter abbauen. Was würde das für die Branche und für Swisscom bedeuten?
Für Swisscom nicht viel, denn unser Fokus richtet sich weiterhin auf die Schweiz und Italien. Es ist aber möglich, dass weitere Anteile an nationalen Telecomunternehmen veräussert werden. Das ist allerdings nicht einfach. Griechenland beispielsweise hat zwar ein Privatisierungsprogramm angekündigt, will aber trotz der akuten Finanzlage weiterhin eine Sperrminorität am griechischen Anbieter OTE halten. Hintergrund solcher Überlegungen ist die europaweite Diskussion, wie bestehende Kupfernetze weiter in Richtung Glasfaser entwickelt werden können. Weil davon die internationale Wettbewerbsfähigkeit eines Landes entscheidend abhängt, ist das Anliegen der Regierungen derzeit gross, auf solche Fragen Einfluss zu nehmen. Daher werden wir wohl nicht viele Vollprivatisierungen sehen.

Und wie sieht es mit Zusammenschlüssen und Übernahmen aus?
Internationale Anbieter werden ihr Portfolio noch mehr straffen, zumal in der ersten Konsolidierungsphase der europäischen Telecombranche eine Art Flickwerk entstanden ist. France Telecom etwa war in einem Land als voll integrierter Netzbetreiber aktiv, in einem andern als Mobilfunkanbieter und in einem dritten nur als Festnetzbetreiber. Dasselbe gilt für Deutsche Telekom oder Telefónica. Seit einigen Jahren zeigen diese Unternehmen aber Bestrebungen, ihr Portfolio so zu bereinigen, dass sie überall homogen aufgestellt sind. Auch der Versuch von Orange, Sunrise zu übernehmen, war nichts anderes, als sich in der Schweiz als integrierter Betreiber zu positionieren, denn nur so können Skalenvorteile über ein einheitliches Angebot voll ausgeschöpft werden. Dieser Trend wird weitergehen und könnte sich durch die Schuldenkrise beschleunigen.

Zu den Ländern, die im Zusammenhang mit der Verschuldungsproblematik immer wieder genannt werden, gehört Italien. Was hätte das für die italienische Tochter Fastweb für Folgen, wenn der Staat dort vermehrt zu Sparmassnahmen greift, zumal sie einen bedeutenden Anteil der Einnahmen mit Verwaltung und Behörden erwirtschaftet?
Gerade für Behörden gibt es viel Sparpotenzial durch den Einsatz moderner IT- und Telecomlösungen, wie etwa das Umstellen des Sprachverkehrs auf die Internettechnologie VoIP. Die Schuldenkrise könnte unseren Geschäftsgang daher sogar eher fördern. Zudem darf Italien nicht mit Griechenland, Spanien oder Portugal gleichgesetzt werden. Was zählt, ist die Gesamtverschuldung eines Landes, also des Staates wie auch der Privathaushalte. Hier hat Italien das Glück, dass die Privathaushalte eine der höchsten Sparquoten Europas aufweisen. Ihre Verschuldung ist auch substanziell geringer als in der Schweiz, wo sie gerade im Immobilienbereich sehr hoch ist.

Fast ein Viertel der gesamten Konzerneinnahmen stammt inzwischen aus Italien. Wie sehr macht der schwache Euro Swisscom zu schaffen?
Wir profitieren zwar von einem tieferen Zinsaufwand, weil wir die Übernahme von Fastweb in Franken und nicht in Euro finanziert haben. Die Abwertung des Euros vernichtet aber einen Teil des Wachstums, das wir in Italien erzielen. Auch finanztechnisch ergibt sich eine unvorteilhafte Situation. Wenn wir Fastweb heute zu diesem schwachen Eurokurs veräussern müssten, würde sich das schon allein wegen der Währungsdifferenz negativ auswirken. Swisscom hat sich aber nicht in Italien engagiert, um schon übermorgen auszusteigen. Da ein Verkauf von Fastweb kein Thema ist, verursacht die Euroschwäche Swisscom keinen Geldabfluss. Davon abgesehen, rechne ich langfristig wieder mit einem festeren Euro.

Dennoch erwarten manche Investoren nach wie vor einen Abschreiber auf den rund 2,6 Mrd. Fr. Goodwill, die Swisscom durch die Übernahme von Fastweb mit sich trägt. Inwiefern sind solche Befürchtungen im Aktienkurs bereits enthalten?
Das kann ich nicht sagen. Der Kurs von Swisscom bemisst sich aus dem inneren Wert, den Investoren in unserem schweizerischen und italienischen Geschäft sehen, abzüglich der Schulden. Weil wir einen wesentlichen Teil von Fastweb fremdfinanziert haben, ist der Einfluss auf den Swisscom-Aktienkurs noch recht gering. Auch für den operativen freien Cashflow als Schlüsselgrösse für die Ausschüttung ist der Euro-Wechselkurs mehr oder weniger neutral. Zwar ist der Mittelzufluss aus Italien geringer. In der Schweiz entstehen uns jedoch etliche Ausgaben in Euro, sodass wir günstiger einkaufen können und sich diese Effekte ungefähr aufwiegen.

Hinzu kommt, dass Fastweb in ein Verfahren wegen Mehrwertsteuerhinterziehung verstrickt ist. Zeigen sich noch immer keine Auswirkungen auf den Geschäftsgang?
Wir sehen weiterhin keine Folgen. Fastweb hat im ersten Quartal gute Zahlen publiziert und ist auch jetzt gut unterwegs, die Vorgaben für das laufende Jahr zu erreichen. Seit Anfang April richtet sich das Hauptaugenmerk wieder ganz auf das operative Geschäft. Das stimmt mich zuversichtlich. Speziell im Segment Grosskunden haben wir im ersten Quartal rund 70% aller Ausschreibungen gewonnen und verbuchen im zweiten Quartal ebenfalls eine hohe Erfolgsquote. Das Wachstum im Bereich Geschäftskunden ist also intakt. Wir sehen jedoch eine gewisse Abflachung im Privatkundenmarkt. Allerdings verfügen heute in Italien erst 50% der Haushalte über einen Breitbandanschluss, womit die Wachstumsperspektiven nach wie vor viel versprechend sind.

Sind nach dem Vorfall um Fastweb Zukäufe in Italien überhaupt noch denkbar?
Das ist – überspitzt gesagt – weniger abhängig davon, ob einer unserer Lieferanten seine Mehrwertsteuer gezahlt hat oder nicht, denn das ist es eigentlich, was Fastweb passiert ist. Viel wichtiger ist, wie sich das Unternehmen und der Markt insgesamt entwickeln. Wenn es gut läuft, wäre es doch falsch, sich an den Rand des Spielfelds zu stellen, zumal die Konsolidierung in Italien weitergehen wird. Fastweb gestaltet diesen Prozess entweder aktiv mit oder sitzt auf der Zuschauerbank. Wenn man aber dort sitzen bleibt, verschlechtert sich die relative Position im Wettbewerb – und das ist keine gute Strategie.

Durch den Abbau von Schulden dürfte Swisscom gegen Ende Jahr über rund 1 Mrd. Fr. Spielraum für Akquisitionen verfügen. Sehen Sie in Italien schon mögliche Übernahmekandidaten?
Im Moment steht nichts an, doch passieren solche Dinge recht rasch. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen kann Swisscom nicht einfach auf die Schnelle eine Kapitalerhöhung durchführen, weil der Bund nicht mitmachen kann. Deshalb müssen wir in der Bilanz über eine gewisse Flexibilität verfügen, um im Ernstfall rasch Fremdmittel aufnehmen zu können.

Die Bilanzpflege hat in den vergan- genen zwei Jahren zu Abstrichen an der Ausschüttung geführt. Mit welcher Dividende können Anleger denn für 2010 rechnen?
Swisscom hat in den vergangenen Jahren jedes Mal einen Franken mehr Dividende gezahlt. Zudem hat sich unser Schweizer Geschäft im ersten Quartal sehr robust entwickelt, und ich gehe davon aus, dass auch das erste Halbjahr entsprechend den Erwartungen sehr robust ausfallen wird. Gemäss unserer Ausschüttungspolitik können wir im Maximum die Hälfte des operativen freien Cashflows ausschütten, was 25 Fr. pro Titel entsprechen würde. Die Höhe der Dividende hängt auch davon ab, ob in Italien ein nächster Konsolidierungsschritt ansteht und wie stabil die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen insgesamt sind. Selbst wenn wir die Ausschüttung aber nur leicht erhöhen, bleiben die Aktien Swisscom mit Blick auf die Dividendenrendite eine absolut solide Investition.

Noch diesen Monat soll das neue iPhone 4 auch in der Schweiz auf den Markt kommen. Hat das Vordringen mächtiger IT-Konzerne wie Apple oder Google in den Telecommarkt etwas an der Einstellung der Investoren zu klassischen Telecomwerten verändert?
Nein, denn Telecomaktien werden weiterhin als starke Dividendenpapiere gesehen. Innerhalb des Sektors achten Investoren vor allem auf die Fähigkeit eines Unternehmens, die Kosten zu senken und im Heimmarkt Marktanteile zu verteidigen oder zu gewinnen. Auch spielt die Frage, ob die Dividende in Euro oder in Franken daherkommt, gegenwärtig eine wichtige Rolle. Auch das spricht für Swisscom. (Finanz und Wirtschaft)

Erstellt: 08.07.2010, 13:30 Uhr

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