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«Wir sind zum Eingreifen bereit»

Aktualisiert am 09.09.2011 2 Kommentare

Kurz vor der Rede von US-Präsident Barack Obama über ein neues Konjunkturpaket hat die Zentralbank ihre Bereitschaft zum Eingreifen bekräftigt. Ben Bernanke hebt aber den Mahnfinger.

«Wir sind vorbereitet und wollen eine stärkere Wirtschaftserholung vorantreiben»: Ben Bernanke.

«Wir sind vorbereitet und wollen eine stärkere Wirtschaftserholung vorantreiben»: Ben Bernanke.
Bild: Keystone

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Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank, versuchte wenige Stunden vor der mit Spannung erwarteten Rede von Präsident Barack Obama, Ruhe auszustrahlen. Die Federal Reserve werde bei ihrer nächsten Sitzung über mögliche Mittel zur Stützung der Konjunktur beraten. Die Zentralbank sei «vorbereitet, diese Instrumentarien je nach Notwendigkeit einzusetzen, um vor dem Hintergrund der Preisstabilität eine stärkere Wirtschaftserholung voranzutreiben», sagte Notenbankchef Ben Bernanke in Minneapolis. Die nächste Sitzung der Fed findet am 20. und 21. September statt.

Bernanke unterstrich, dass der Aufschwung nach der Rezession «sehr viel weniger robust» ausgefallen sei als erhofft. Es sei aber zu erwarten, dass das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte Fahrt aufnehme. Die weltgrösste Volkswirtschaft war im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um gerade einmal 1,3 Prozent gewachsen.

«Neue Hürden für den Arbeitsmarkt»

Im ersten Quartal waren es lediglich 0,4 Prozent. Der Notenbankchef warnte angesichts der kraftlosen Konjunktur vor einem zu scharfen Sparkurs der öffentlichen Hand. Man könne sich breit über die langfristige Rolle des Staates und seine Grösse unterhalten.

«Angesichts fehlender Nachfrage des Privatsektors könnte eine deutliche haushaltspolitische Konsolidierung auf kurze Sicht neue Hürden für Wachstum und Arbeitsmarkt bedeuten», sagte Bernanke.

300 Milliarden Dollar

Für Obama steht eine Menge auf dem Spiel: Der Präsident muss seine Führungsstärke demonstrieren, um den Rückgang seiner Umfragewerte zu stoppen. Seine Rede wird zur besten US-Sendezeit in der Nacht auf Freitag im Fernsehen übertragen.

Erwartet wird ein 300 Milliarden Dollar schweres Paket mit Massnahmen gegen die Arbeitslosigkeit. Geplant sind insbesondere Steuerkürzungen für die Mittelschicht und Unternehmen. Laut Medienberichten ist zudem ein Infrastruktur-Programm vorgesehen.

Republikaner, Demokraten und Unabhängige zeigten sich in einer Umfrage allerdings skeptisch, ob das Programm spürbare Auswirkungen haben werde. Die Arbeitslosenquote stand zu Beginn der Rezession bei 5 Prozent, bei Obamas Amtsantritt waren es 7,8 Prozent. (pbe/sda)

Erstellt: 08.09.2011, 23:52 Uhr

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2 Kommentare

Bruno Waldvogel-Frei

08.09.2011, 23:36 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Das ist aber nicht das, was die amerikanischen Wirtschaftskreise gehört haben! Die haben gehört: Es gibt vorerst keinen Stimulus! Und so reagieren auch der DOW und Gold. Hinzu kommen weitere enttäuschende Daten. QE 3 wird wohl eher - falls das bei den Republikanern und der Tea-Party durchgeht - versteckt über Obamas "Job-Programm" kommen. Obs bei den Leuten oder doch eher bei den Banken ankommt?? Antworten


Alois Leimgruber

09.09.2011, 09:07 Uhr
Melden

Ich frage mich wie lange die Amis noch so handeln wollen,wieder Gelddrucken und Werte schaffen aus dem Nichts. Antworten



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