Wirtschaft
Weltwirtschaft für Dummies
Von Markus Diem Meier. Aktualisiert am 28.07.2010 36 Kommentare
Zehn Fragen zur Weltkonjunktur
- 1. Was soll das Gerede von einer neuen Krise?
- 2. Was bedeutet die aktuelle Börseneuphorie?
- 3. Wieso wird gleichzeitig vor einer Inflation und einer Deflation gewarnt?
- 4. Wieso streiten sich Ökonomen über die richtige Medizin?
- 5. Wieso kritisieren die Amerikaner die Europäer und die Chinesen?
- 6. Warum sorgen sich alle um China?
- 7. Was genau ist die Eurokrise?
- 8. Wie entwickelt sich die Schweizer Konjunktur weiter?
- 9. Welche Gefahren drohen wegen dem starken Franken?
- 10. Was taugen Prognosen?
Dossiers
Artikel zum Thema
1. Was soll das Gerede von einer neuen Krise?
Frühindikatoren in den am höchsten entwickelten Volkswirtschaften – vor allem in den USA, aber auch in China – verweisen auf eine erneute Abschwächung der Konjunktur. Was genau droht, darüber sind sich die Ökonomen allerdings nicht einig. Einige halten eine über Jahre anhaltende hohe Arbeitslosigkeit für wahrscheinlich oder erwarten sogar einen Absturz in eine neue Rezession. Das nennen sie einen «Double Dip». Jene Ökonomen, die nicht an ein erneutes Abgleiten in eine Rezession glauben, verweisen darauf, dass ein etwas schwächerer Aufschwung durchaus zu erwarten war, da der sogenannte Lagereffekt auslaufe: Das bisherige Wachstum wurde dadurch unterstützt, dass viele Unternehmen über die letzten Monate ihre Lager aufgefüllt haben. Deshalb hat die Produktion stärker zugelegt als die Endnachfrage. Dieser Effekt läuft nun aus, ebenso wie bisherige staatliche Stützungsmassnahmen. Das drückt auf die kurzfristigen Wachstumsaussichten. Jene, die an eine anhaltende oder sogar verschärfte Krise glauben, argumentieren vor allem mit den Besonderheiten der Finanzkrise, die sich nicht mit einer gewöhnlichen Rezession vergleichen lasse. In vielen wirtschaftlich zentralen Ländern sind nicht nur die Regierungen, sondern auch die Privaten extrem hoch verschuldet. Wenn sie jetzt alle auf die Bremse treten und Geld auf die Seite legen wollen, fehlt die Gesamtnachfrage, die für einen Aufschwung erforderlich wäre. Der Ausweg über die Exporte in andere Länder ist ebenfalls eine Sackgasse, da alle ihn wählen wollen und niemand der Käufer der letzten Instanz sein will.
2. Was bedeutet die aktuelle Börseneuphorie?
In diesen Tagen ist an der Börse von den Konjunkturängsten wenig zu spüren, die unter Ökonomen debattiert werden. Doch noch immer sind die Kurse insgesamt weit von den letzten Höchstständen von Mitte April entfernt. Kurzzeitige Kursanstiege wie im Moment machen noch keinen Trend aus. In den letzten Wochen haben die Börsen solche Schwankungen wiederholt gesehen. Die Kurse werden von den vorherrschenden Annahmen zur weiteren Entwicklung der Wirtschaft getrieben. Die Schwankungen zeugen von der grossen Unsicherheit darüber, wie die Reise weitergeht. Momentan reagieren die Kurse daher sehr stark auf Daten zum weiteren Konjunkturverlauf. Viele Analysten erwarten eine schwächere Börse gegen Ende Jahr, weil sich die weitere Abschwächung der Wirtschaftsdynamik in den Kursen niederschlagen werde. Eine Zwischenrally im Sommer, wie sie sich aktuell abzeichnet, haben einige dennoch schon vor ein paar Wochen angekündigt. Studien zu den längerfristigen Nachwirkungen von grossen Finanzkrisen verweisen darauf, dass sich die Börsen selbst über Jahre hinaus richtungslos entwickeln können, was vor allem für längerfristige Anlagen schlecht wäre. Wie bei den Konjunkturerwartungen gehen allerdings die Prognosen auch hier weit auseinander.
3. Wieso wird gleichzeitig vor einer Inflation und einer Deflation gewarnt?
Inflation bedeutet Geldentwertung, was sich an steigenden Preisen zeigt. Deflation ist genau das Gegenteil davon. Der Streit darum, welches der beiden Übel eher drohe, hat bereits kurz nach dem Ausbruch der Finanzkrise eingesetzt. Jene, die vor einer Inflation warnen, verweisen auf die Geldmengen, die Zentralbanken weltweit in noch nie dagewesenem Ausmass neu geschaffen haben. Steigt die umlaufende Geldmenge stärker als die Gütermenge, muss das gewöhnlich in eine Inflation münden. Jene, die eher die Gefahr einer Deflation sehen, verweisen auf die tatsächliche Entwicklung der Preise: In den grossen westlichen Wirtschaftsräumen ist die Inflation stetig gesunken und befindet sich aktuell auf einem aussergewöhnlich tiefen Niveau. Tatsächlich ist das frisch geschaffene Geld kaum in Umlauf geraten. Vielmehr legen es Privathaushalte, Unternehmen und auch Banken aus Vorsicht auf die Seite oder zahlen damit Schulden zurück. Das drückt auch auf die Gesamtnachfrage nach produzierten Gütern, was einen Preisdruck erzeugt. Eine sich daraus ergebende Deflation ist das weitaus schlimmere Übel als eine Inflation: Die realen (in Gütern gemessenen) Schulden steigen, weil das Geld, in denen sie gemessen werden, immer mehr Kaufkraft hat. Dann lohnt sich das Horten von Geld für jeden Einzelnen erst recht. Doch dadurch bricht die Gesamtnachfrage weiter ein und die Arbeitslosigkeit steigt. Um ein solches Szenario zu verhindern, haben die Zentralbanken ihre Leitzinsen vielerorts praktisch auf null gesenkt, tiefer geht es nicht. Jene die vor einer Inflation warnen, verweisen darauf, dass das Horten in der Wirtschaft sogleich ein Ende nimmt und das Geld wie ein Tsunami in die Wirtschaft geschwemmt wird, wenn sich der Aufschwung verfestigt. Eine hohe Inflation sei dann kaum mehr zu verhindern. Im Kern sind die Warner vor einer Deflation dieselben, die an einem nachhaltigen Aufschwung zweifeln und weitere Stützungsmassnahmen fordern. Die Warner vor einer Inflation erwarten dagegen eine weitere Verbesserung der Wirtschaftslage.
4. Wieso streiten sich Ökonomen über die richtige Medizin?
Das liegt an drei miteinander verwobenen Gründen: Der vorgenommenen Analyse, dem angewandten Modell und an der Weltanschauung der Ökonomen. Jene Ökonomen, die die grösste aktuelle Gefahr in einer steigenden Staatsverschuldung sehen, verweisen auf die Lage, in die Griechenland geraten ist und befürchten, dass wie dort auch in den USA, in Grossbritannien oder in Deutschland die Zinsen massiv ansteigen könnten, weil die Investoren für das höhere Bankrottrisiko dieser Länder entschädigt werden wollen. Das würde den Schuldendienst noch teurer machen und die Investitionen schwächen – und damit auch die Wachstumsaussichten. Das wiederum würde die Steuereinkommen der Länder mindern. Es könnte eine Abwärtsspirale einsetzen, die am Ende in einen Staatsbankrott mündet. Die Medizin dieser Ökonomen lautet: Sofort mit Sparen beginnen. Ganz anders sehen das ihre Kritiker: Sie verweisen auf die im historischen Vergleich in Wahrheit nach wie vor äusserst tiefen Zinsen für die Staatsschulden der grossen Wirtschaftsmächte. Den Grund dafür sehen sie in der massiven Überschussliquidität, die gehortet und noch so gerne in als sicher erachtete Staatsanleihen investiert wird. Das wahre Problem orten diese Ökonomen in der fehlenden Gesamtnachfrage (Konsum und Investitionen). Ihre Medizin: Der Staat soll mit weiteren stützenden eigenen Ausgaben diesen Nachfrageausfall kompensieren. Sparen ist für sie erst bei einem wieder ausgelasteten Wirtschaftspotenzial angesagt. Tut es der Staat zu früh, breche die Wirtschaftsleistung weiter ein und damit auch die Lage der Staatsfinanzen. Die Ökonomen, die dagegen zuallererst ein vermehrtes Sparen fordern, stehen in der Regel allen staatlichen Massnahmen äusserst skeptisch gegenüber und können mit solchen Denkmodellen auch aus weltanschaulichen Gründen nichts anfangen. Gemäss ihren Vorstellungen tendieren Märkte ohnehin stets zu einem Gleichgewicht zurück, ausserdem würden staatliche Massnahmen von den Leuten durchschaut und neutralisiert: Etwa indem sie das Geld bereits für Steuern sparen und damit auf Konsum verzichten, das der Staat zusätzlich ausgeben will.
5. Wieso kritisieren die Amerikaner die Europäer und die Chinesen?
Wenn der inländische Konsum wie befürchtet weiter schwach bleibt, die Investitionen kaum zulegen und dem Staat kein Geld für Anschubmassnahmen bleibt, können nur noch Exporte in andere Länder das Wachstum der Wirtschaft ankurbeln. Diesen Ausweg suchen jedoch alle Länder in einer ähnlichen Lage. Das funktioniert allerdings nicht, da jemand die Güter und Dienste auch kaufen muss. Die Amerikaner finden, sie hätten nun lange genug mit ihrem durch Verschuldung finanzierten Konsum die Konjunktur in Europa und Asien – vor allem über China – in Schwung gehalten. Jetzt sei es an den anderen Ländern, den Inlandkonsum zu fördern und damit auch über Importe die Weltwirtschaft insgesamt anzuschieben. Dass die Europäer jetzt mit ihren Sparmassnahmen genau das Gegenteil tun, stösst den Amerikanern daher genauso sauer auf, wie dass die Chinesen ihre Währung gegenüber dem Dollar noch immer künstlich billig halten – trotz einer kleinen symbolischen Aufwertung vor kurzem. Die Amerikaner sehen in dieser Politik einen Versuch dieser Länder, das eigene Wachstum auf ihre Kosten zu fördern.
6. Warum sorgen sich alle um China?
Die USA können angesichts der eigenen konjunkturellen Schwäche nicht mehr länger die Rolle als Konjunkturlokomotive der Welt übernehmen. Die Hoffnungen ruhen daher auf China. Allerdings ist die Wirtschaftskraft des Milliardenvolks trotz hoher Wachstumsraten noch immer viel zu klein, um jene der USA auch nur ansatzweise ersetzen zu können. Angesichts der nach wie vor schwachen weltweiten Konjunkturlage wäre ein Rückschlag in den Wachstumserwartungen des Milliardenvolks eine herbe Enttäuschung, da jeder weitere Nachfrageeinbruch den Aufschwung gefährdet. Die Sorgen sind umso grösser, als von der Entwicklung in China der gesamte asiatische Raum abhängt. Deshalb haben kritische Meldungen zur Konjunktur Chinas in den letzten Wochen die Ängste vor einer neuen Rezession («Double Dip») deutlich erhöht.
7. Was genau ist die Eurokrise?
Auslöser der Eurokrise ist die Verschuldungskrise in Griechenland. Das Land hat mehr als jedes andere Euromitglied seit der Beteiligung an der Währungsunion über die eigenen Verhältnisse gelebt und die Daten zum eigenen Zustand systematisch falsch dargestellt. Obwohl das wirtschaftliche Gewicht Griechenlands im Euroraum weniger als 3 Prozent ausmacht, hat die Verschuldung dieses Landes die Schwächen der gesamten Euroregion schonungslos offenbart. Dank der Einheitswährung ist es schwächeren Mitgliedsländern in einer Krise unmöglich, sich mit einer Abwertung wenigstens über die Exporte Luft zu verschaffen. Was bleibt, ist einzig eine «Deflationierung»: Preise und Löhne müssen sinken. In einer Krise ist das beinahe ein wirtschaftliches Selbstmordprogramm. Weil andere Länder des Südens, vor allem Spanien und Portugal, ähnlichen Problemen gegenüberstehen, ist auch die Angst um sie gestiegen. Sie hat dazu geführt, dass die Zinskosten für ihre Staatsschulden massiv angestiegen sind, was ihre Lage weiter verschärft. Selbst die zugesagten Hilfspakete der EU und des Internationalen Währungsfonds im Umfang von mehr als 800 Milliarden Euro konnten die Lage bisher nur wenig entspannen. Die Verschuldung dieser Länder hat auch die Schuldenlast in Ländern wie den USA oder Grossbritannien in den Fokus der Diskussion gerückt». Die Zinsen sind dort allerdings viel tiefer. Das Vertrauen der Märkte in die Zahlungsfähigkeit dieser Länder ist daher weit grösser. Da sie über eine unabhängige Währung verfügen – die USA mit dem Dollar sogar über die faktische Leitwährung der Welt – sind sie auch nicht in derselben Falle gefangen.
8. Wie entwickelt sich die Schweizer Konjunktur weiter?
Die Konjunktur in der Schweiz hat nach Meinung der meisten Ökonomen keine weitere Rezession zu befürchten. Einzig von einem abgeschwächten Wachstum im nächsten Jahr gehen einige aus. Im laufenden Jahr erwarten die Wirtschaftsprognostiker hierzulande ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts von gegen 2 Prozent. Als wichtigste Konjunkturstütze erweist sich der private Konsum. Das grösste Risiko besteht in einem Einbruch der Exporte. Hier könnte vor allem der teure Franken die Absatzchancen von Schweizer Produkten im Ausland belasten. Noch wichtiger ist die Konjunktur in den Absatzländern. Die Weltkonjunktur und der Währungskurs sind die grössten Konjunkturrisiken für die Schweizer Wirtschaft. Schlägt die Unsicherheit auf den Kapitalmärkten in Europa und im Rest der Welt auf die Realwirtschaft um, dann käme auch die inländische Wirtschaft nicht ohne Blessuren davon.
9. Welche Gefahren drohen wegen des starken Frankens?
Der Franken hat sich von seinem Höchstwert gegenüber dem Euro bereits wieder etwas erholt, bleibt aber im historischen Vergleich noch immer sehr teuer. Das könnte die Absatzchancen von Schweizer Unternehmen bedrohen. Doch ein starker Franken ist nicht in erster Linie ein Übel: Er macht die Schweizer reicher, denn sie können sich mit ihrem Geld im und vom Ausland mehr leisten. Einige Unternehmen beziehen Vorprodukte aus dem Euroraum oder produzieren dort. Deren Produktion wird deshalb durch die Euroschwäche verbilligt. Der langfristige Aufwertungstrend des Frankens hat die Schweizer Industrie ausserdem gestärkt, da sie sich damit abfinden musste, nur über eine grössere Leistungsfähigkeit (Produktivität) und über die Qualität ihrer Produkte konkurrenzieren zu können. Sehr schnelle und starke Aufwertungen bleiben allerdings ein grosses Problem, umso mehr, wenn sie gegenüber mehreren wichtigen Absatzmärkten gleichzeitig stattfindet, wie etwa gleichzeitig gegenüber dem Dollar und dem Euro. Wichtiger als der Frankenkurs für die Absatzchancen von Schweizer Produkten ist die Wirtschaftslage in den Absatzländern. Wenn diese sich künftig deutlich abschwächt und der Euro weiterhin deutlich weniger als 1.40 Franken kostet, dürfte die Exportwirtschaft ernsthaft unter Druck geraten. Währungsanalytiker gehen davon aus, dass der Euro seinen leichten Aufwärtstrend seit Ende Juni nicht fortsetzen kann und gegen Jahresende erneut deutlich zur Schwäche neigen wird.
10. Was taugen Prognosen?
Generell nicht viel, besonders nicht in Zeiten grösserer Unsicherheit, wie sie noch immer vorherrschen. In der Regel basieren Prognosen auf Modellen, die sich an Erfahrungswerten der Vergangenheit orientieren. In stabilen Zeiten oder bei wiederholt auftretenden ähnlichen Problemen wie nach gewöhnlichen Rezessionen sind Prognosen daher eher verlässlich. Man kann sich dann darauf verlassen, dass zum Beispiel auf eine Veränderung der Leitzinsen der Zentralbanken alle immer etwa gleich reagieren. Seit der weltweiten Finanzkrise sind die Zeiten nicht mehr stabil. Die Modelle der Ökonomen sind für solche Extremereignisse und ihre Folgen nicht entwickelt worden. Daher haben sie bisher anfänglich die Krise unterschätzt und danach den Aufschwung unterschätzt. Entsprechend grosse Skepsis ist auch gegenüber den neuen Einschätzungen angebracht. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 28.07.2010, 11:39 Uhr
WRITE A COMMENT
36 Kommentare
Was mir bis heute noch niemand wirklich erklären konnte, ist die Frage, warum wir "immer" Wachstum brauchen, und das offenbar jedes Jahr mehr. Vielleicht hat es ja nur mit der Habgier zu tun. Wenn wir die Natur anschauen sollten wir ja wissen, dass es kein immerwährendes Wachstum gibt. Antworten
@kraft 08:25: Sie behaupten, ohne herzuleiten. Wachstum war nötig, als noch Mangel und Entbehrung herrschten. Damals musste man aufbauen, leisten, entwickeln, etc. Seit Wohlstand herrscht, braucht es kein Wachstum mehr, wie bei einem gebauten Haus: die Maurer und Handwerker sind längst nicht mehr da. Ich muss nur noch Blumen giessen, Fenster putzen, staubsaugen, ... - und den Wohlstand geniessen. Antworten
Leider wird mit keinem Wort der New World Order, die Bilderbergruppe, die Trilateral Commission oder die von Kaspar Villiger organisierten Geheimtreffen von Rive Reine erwaehnt... was wir erleben, ist die kontrollierte Demolation unserer Gesellschaft. Bundesrat und Wirtschaft wissen davon, sind Teil der Verschwoerung (siehe auch die Schweinegrippe). Volk wach auf, es lebe die ReLOVEution. Antworten
Wenn das amerikanische Volk es den Privatbanken je erlaubt, die Ausgabe ihres Geldes zu kontrollieren, zuerst durch Inflation, dann durch Deflation, dann werden die Banken und Konzerne, die um diese Banken heranwachsen, den Menschen ihren ganzen Besitz wegnehmen, bis ihre Kinder obdachlos aufwachen, auf dem Kontinent den ihre Vorväter erobert haben.“ Thomas Jefferson Antworten
Dieses auf Schulden basierende Geldsystem, wo die Herren des Geldes über Inflation und Deflation bestimmen ist klinisch Tod. Mit noch mehr Schulden hat man es in ein Zombie-System verwandelt und den Tag der Abrechnung hinausgezögert. Es geht jetzt darum, ob die mittels Fiat-Geld geschaffenen Schulden den Bürgern aufgebürdet werden und Sie versklaven oder ob die Bürger entschieden NEIN dazu sagen. Antworten
@bänninger:Vielleicht lesen Sie meinen Kommmentar nochmals durch, dann entgeht Ihnen auch das Wort 'keine' nicht. @binsberger:Doch, wir leben vom Wirtschaftswachstum. Genau das ermöglicht Ihnen erst, diese Güter zu konsumieren, welche Sie hier aufzählen. Die 'simpelsten Tatsachen', die Sie meinen, sind weder simpel, noch treffen Sie so zu wie Sie sich das vorstellen.Deshalb sind sie nicht erwähnt. Antworten
Finde das eine gute Zusammenstellung der aktuellen Lage, danke! Zusätzlich hinzu kommt die politische Unsicherheit - in welchem Szenario wäre es denkbar, dass die EU einzelne Euroländer in Konkurs gehen lässt, um das Gesamtsystem zu retten? Griechenland ist trotz Hilfe von EU und IWF unrettbar, der Bankrott wird bloss hinausgezögert, so meine Einschätzung. Antworten
Zu Punkt 5: Immerzu heisst es, wenn viel gearbeitet und viel konsumiert wird, dann gehe es uns gut. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn es uns gut geht, dann brauchen wir nichts weiter mehr - der Konsum stockt. Hingegen wenn uns etwas fehlt, dann haben wir zu tun (Arbeit) und wir müssen etwas unternehmen, damit es uns wieder gut geht. Im Moment haben wir sehr wenig Arbeit, also geht es uns sehr gut. Antworten
@Bruno Bänninger: So entstehen Durcheinander. Ökonomie ist schon eine Wissenschaft, aber halt keine exakte wie z.B. Mathematik. Zudem muss unterschieden werden zwischen Mikro und Makroökonomie = Betriebs und Volkswirtschaftslehre. Beides ist miteinander verflochten. Antworten
@john kraft: Oekonomie eine exakte Wissenschaft? Meines Wissens ist Oekonomie keine Naturwissenschaft. Irre ich mich? Behaupten ist sicherer als beweisen, deshalb kann man auch von Oekonomen nicht erwarten, dass sie mit ihren exakt wissenschaftlichen Progonosen immer daneben liegen.....und im Nachhinein die ganz exakte Prognose nachliefern. Antworten
Wir leben nicht von Wachstum oder Börsenkurven. Was wir brauchen ist Nahrung, Kleidung, Obdach, Wasser, Energie, Kommunikation, Transport, Bildung, Pflege, etc. Wenn es uns schlecht geht, dann müssen wir arbeiten, damits wieder besser geht. Wenn es uns gut geht, dann gibt's weniger zu tun, also weniger Arbeit und nichts mehr zu wachsen. Diese simpelsten Tatsachen sind nirgends berücksichtigt. Antworten
Die Headline ist leider ewas gar despektierlich geraten. Denn gerade die, sich eben nicht zu den Dummies gezählt haben, sondern zu den "gesalbten" Kennerkreisen, die haben unsere Wirtschaft an die Wand gefahren. Einfach mal zur Erinnerung. Aber dieser Artikel ist ein guter Ansatz in Richtung Zeitung, die ich persönlich mir wünsche. Mehr von dieser Art! Antworten
Vielen Dank für den informativen Artikel! Ich finde es beängstigend, dass wir unsere gesamte moderne Welt auf ein Konstrukt namens "Finanzwesen" gebaut haben, das nur sehr, sehr wenige Menschen in Gänze verstehen. Und selbst diese können nicht alle Faktoren absehen und beurteilen. Das kann nicht richtig sein. Daher versteht auch ein Laie, dass das nicht mehr lange "gut" gehen kann. Antworten
@Holzherr: Sie widersprechen sich selber betreffend des Autors und Sichtweise von US-Ökonomen; wegen PIGS = Antwort 7 und China = Antwort 6; genauer anschauen und intepretieren! Sonst nach Keynes, Mises, Friedman oder Wirtschaftstheorie googlen. Das Thema geht viel tiefer als sie sich vorstellen können Antworten
An alle Besserwisser: Ökonomie ist leider keine exakte Wissenschaft, und das wird Ihnen jeder seriöse Ökonom auch sagen. Da nicht voraussehbar ist, wie sich der Börsenkurs für den morgigen Tag entwickelt, wie es soll es somit möglich sein, den (Welt-)Wirtschaftsverlauf der nächsten Monate/Jahre zu prognostizieren? Also bitte nicht künstlich aufregen. Exzellenter Artikel übrigens. Antworten
„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll“ - Ludwig von Mises Antworten
Dummies? Ich hoffe doch sehr, das damit nicht der Bürger gemeint ist der sich in den vergangenen 20 Jahren all diesen Unfug anhören musste der durch die Oekonomen erst verbreitet wurde. Immerhin war es ja auch diese Pseudowissenschafltiche Gruppe von Menschen Neoliberaler Prägung welche uns diesen ganzen Schlamassel erst eingebrockt haben. Reparieren durften es die verhöhnten Steuerzahler/Staat. Antworten
Der Autor nimmt weitgehend die Sicht einiger US-Ökonomen ein. Die Weltsicht sieht anders aus.Die starken europäischen Länder (Deutschland vor allem) profitieren vom tiefen Euro. China hat ein starkes Wachstum des privaten Konsums: es werden so viele deutsche Autos gekauft wie noch nie. Den PIGS-Staaten und den USA geht's nicht so gut, weil sie so verschuldet sind! Noch mehr verschulden hilft nicht Antworten
Hochinteressanter Überblick über die aktuelle Situation der Wirtschaft! Die Ökonomen liegen mit ihren Prognosen in Sachen Treffsicherheit meistens hinter den Muotathaler Wetterfröschen. Deshalb würden die Ökonomen besser von Szenarien reden und offen legen, auf welche Annahmen sich diese abstützen. Daraus könnten dann mögliche Massnahmen abgeleitet werden. Glaubensbekenntnisse an eine bestimmte Wirtschaftstheorie helfen da wenig. Antworten
Ausgezeichneter Artikel.Gratulation.Ökonomie ist keine exakte Wissenschaft.Trotzdem helfen die Modelle Abläufe zu verstehen.Es wäre schön,wenn das die Bevölkerung akzeptieren könnte.Und allen,welche sich hier über Ökonomen beschweren sei gesagt,dass sich die meisten Ökonomen täglich für eine Verbesserung der Situation der Menschen einsetzen.Können Sie das von sich auch behaupten?Gruss, ein Ökonom. Antworten
Eine Expertengruppe liest im Kaffeesatz und die andere beschwört die Kristallkugel. Ungefähr so sind die Einschätzungen und Prognosen zu interpretieren. Noch besser wird es, wenn sie die Vorhersagen so wage formulieren, dass, egal was eintrifft, sie immer recht haben. Man sollte weniger auf Experten hören und wieder selber anfangen zu denken. Antworten
Fragt man 2 Oekonomen über die Zukunft und über zu ergreifende Massnahmen in Krisen, erhält man 6 Antworten. Fragt man alle Oekonomen ist das Meinungs-Chaos perfekt. Der Jahrtausend alte Grundsatz: du kannst auf Dauer nicht mehr ausgeben als du einnimmst gilt nichts mehr, der gesunde Menschenverstand ging verloren. Auf Pump leben, Angeben, Gier und Raffsucht sind die Wert von heute. . Antworten
Eine lobenswerte Idee, über das Newsgeschehen hinaus mit solchen Beiträgen Zusammenhänge aufzuzeigen und kompakte Gesamtübersichten zu liefern und sich nicht permanent dem Diktat der Aktualität und Schnelligkeit zu unterwerfen - gerade bei Onlinemedien. Dient dem Verständnis und hilft beim Ordnen und Beurteilen der Newsflut - inklusive Lerneffekt. Durchaus übertragbar auf andere Themenbereiche! Antworten
Wunderbarer, schonungslos zeigt dieser Artikel wie der kleine Bürger durch falsche Versprechungen der Politik und Prognostiker, auch als Lügerei bekannt, sowie der herrschenden Kapitaldiktatur, hinters Licht geführt und "ausgesaugt" werden. Viel mehr als "Milchkühe" eines Staates, respektive der Kapitalelite sind heutige Weltbürger nicht mehr, Seelig Jene die sich dem hingeben können:) konsumiert! Antworten
Sparen heisst ja nicht, jetzt weniger ausgeben, sondern europäische Länder sollten vor allem bei den langfristigen Ausgaben sparen, sprich, ihre Sozialversicherungen anpassen, die mit den heutigen Konditionen langfristig kaum mehr tragbar sind (siehe z.B. Rentenalter in Frankreich). Dass hochverschuldete Länder wie Griechenland nicht auf Pump die Konjunktur ankurbeln können, ist ja wohl jedem klar. Antworten
Das grundlegende Problem der "Wirtschaftler" ist, dass die Basis ihrer Theorien aus dem 18. Jh stammt (Smith, Ricardo) wo es noch keine beschränkten Ressourcen zu geben schien. Die "Grenzen des Wachstums" werden zwangsläufig zu einem Totalkollaps der Wirtschaft, so wie wir sie heute kennen/betreiben, in den nächsten Jahrzehnten führen. Antworten
Sicher ist, dass wenn wir die Ökonomen nicht hätten, solche Krisen gar nicht erst entstehen würden!!! Über diese Leute kann ich mich nur noch amüsieren, sorry. Beispiele dafür gibt es täglich zur genüge! Nimmt mich nur Wunder, wieso solche "falschen" Analysten und Wirtschaftspropheten überhaupt noch akzeptiert sind. Antworten
Bisherige Ansätze werden langfristig nicht taugen. Was die Welt braucht, ist eine Expansion des Marktes. Die dritte Welt wird seit Jahrzehnten vom WESTEN ausgesaugt und Milliarden werden von westlichen Spekulanten oder durch Militarismus verpulvert. Erst wenn die Armen der Welt sauberes Wasser,Strom und PC's haben, wird es auch bei uns im Westen mehr Stellen und Aufträge geben. Antworten
Wirtschaft
Emil Frey AG Autocenter Bern
Geniessen sie die Strasse mit dem neuen Subaru XV. Nur im Emil Frey Autocenter Bern.








Markus Weber
@D. Nussbaumer: Zins zwingt uns zum Wachstum. Antworten