Wegen der Krise: Transit durch die Schweiz schrumpft massiv
Gegenüber dem ersten Semester 2008 beträgt der Rückgang 20,6 Prozent. Von Januar bis Juni 2009 wurden 16,9 Millionen Nettotonnen transportiert, 2008 belief sich diese Zahl auf 21,3 Millionen Nettotonnen, wie Gregor Saladin, Mediensprecher beim Bundesamt für Verkehr (BAV) eine Meldung der «Neuen Zürcher Zeitung» vom Montag bestätigte.
Wie die Zeitung weiter schreibt, geht aus dem Monitoring zur Verkehrsverlagerung weiter hervor, dass die Schiene mit einem Minus von 24,2 Prozent von dem Verkehrsrückgang stärker betroffen ist als die Strasse. In Bezug auf die gesamte transportierte Gütermenge beläuft sich der Rückgang des Anteils der Bahn von 63 auf 61 Prozent.
Bahnaffine Güter von Wirtschaftskrise stärker betroffen
Diese Abnahme sei einerseits auf den verschärften Preiskampf unter Strassentransporteuren zurückzuführen. Andererseits seien Güter wie Rohstoffe, Maschinenteile oder Automobile, die eher mit der Bahn transportiert werden, von der Wirtschaftskrise stärker betroffen als Güter, die auf der Strasse transportiert werden.
Am stärksten ging der Bahnverkehr auf der Gotthardroute zurück, beim Wagenladungsverkehr um rund 32 Prozent und bei der rollenden Landstrasse um rund 48 Prozent. Mehr Verkehr war am Lötschberg zu verzeichnen, wo die rollende Landstrasse ein Plus von über 5 Prozent auswies.
Beim Strassenverkehr waren die grössten Transportrückgänge mit einem Minus von rund 28 Prozent auf der Simplonstrasse zu verzeichnen, auf der San-Bernardino-Route verkehrten rund 1 Prozent weniger Lastwagen. (sam/sda)
Erstellt: 24.08.2009, 10:50 Uhr
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