US-Wirtschaft wächst «frustrierend langsam»
Aktualisiert am 02.11.2011 12 Kommentare
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Der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, hat das US-Wirtschaftswachstum heute Mittwoch als «frustrierend langsam» bezeichnet, nachdem die Notenbank zuvor ihre Konjunkturprognose nach unten korrigiert hatte. Bei einer Pressekonferenz sagte er, die Notenbank rechne damit, dass sich die Wirtschaftstätigkeit und die Lage am Arbeitsmarkt in den kommenden zwei Jahren nach und nach verbessern werden, allerdings ganz langsam. Die europäische Schuldenkrise nannte Bernanke einen besonderen Grund zur Sorge. Sie könnte negative Effekte auf das Vertrauen und das Wachstum haben, sagte er. Die Notenbank werde die Situation fest im Auge behalten.
Vor Bernankes Auftritt hatte die Notenbank ihre Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft gesenkt und gleichzeitig die Projektion für die Arbeitslosenzahlen angehoben. Die Zentralbank geht damit offenbar davon aus, dass die Erholung der US-Wirtschaft länger dauert als bislang angenommen.
Für dieses Jahr rechnet die Notenbank nun mit einem Wachstum von 1,6 bis 1,7 Prozent. Für 2012 wird ein Wachstum zwischen 2,5 und 2,9 Prozent erwartet. Beide Schätzungen liegen rund einen Prozentpunkt unter der letzten Prognose vom Juni. Die Arbeitslosenrate liegt derzeit bei 9,1 Prozent. Hier erwartet die Notenbank nur noch einen Rückgang auf 8,5 bis 8,7 Prozent im kommenden Jahr. Im Juni wurde noch ein Rückgang bis auf 7,8 Prozent erwartet.
Weiter niedrige Zinsen
Allerdings kündigte die Notenbank auch an, dass sie angesichts des stärkeren US-Wirtschaftswachstums von Juli bis September zunächst auf weitere geldpolitische Massnahmen zur Unterstützung der Konjunktur verzichten werde. Die Wirtschaft sei stärker geworden und die Konsumenten hätten ihre Ausgaben erhöht, erklärte die Notenbank. Angesichts von Unsicherheiten wie der Krise im Euro-Raum seien später aber Massnahmen zur Belebung der Wirtschaft möglich.
Im September kündigte die Notenbank an, auch die langfristigen Zinsen weiter niedrig halten zu wollen, nachdem sie sich im August darauf festgelegt hatte, bis mindestens Mitte 2013 die kurzfristigen Zinsen nahe Null belassen zu wollen - zumindest solange sich die Wirtschaft nicht deutlich erholt. Das Ziel bekräftigte die Notenbank am Mittwoch.
Auf die Frage, ob die Zentralbank weitere Immobilienhypotheken zur Stärkung des Immobilienmarkts aufkaufen werde, sagte Bernanke, das sei eine mögliche Option. Allerdings sagte er nicht ob oder wann die Notenbank derartige Massnahmen ergreifen werde. «Wir sind darauf vorbereitet, angemessene Schritte zu unternehmen, um sicherzustellen, dass die Erholung weiter geht», sagte er. (ami/dapd)
Erstellt: 02.11.2011, 21:48 Uhr
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12 Kommentare
. Die Federal Reserve verteilt weiterhin gratis Geld an die grössten Gaunerbanken der Welt. Ausgerechnet jene, die die Krise zu verantworten haben schwimmen in einem Meer von Gratisgeld. Ein Staat der in der Schuldenfalle hockt wird hingegen gnadenlos ausgeblutet und von EU-Wallstreetschergen (Sarko und Merkel) erpresst. Das nenn ich perverser Weltwirtschaftskrieg. Ekliger gehts kaum. Antworten
Ich frage mich, welche "Narren" überhaupt noch US - Staatsanleihen kaufen? Hoffentlich nicht durch unsere SNB - sonst wird der Verlust eines Tages gleich doppelt so hoch ausfallen - Durch die Währung selbst und Default der Anleihen..;-) Antworten
Wirtschaft
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