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US-Börse mit grösstem Verlust seit drei Monaten

Aktualisiert am 01.10.2009

Schlechte Konjunkturdaten und Unsicherheit über die weitere Kursentwicklung haben die Börsen Europas und Amerikas in den Keller geschickt.

Schlechte Stimmung im Handel: So hat man sich das nicht vorgestellt.

Schlechte Stimmung im Handel: So hat man sich das nicht vorgestellt.
Bild: Keystone

Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte fiel um 203 Punkte oder 2,1 Prozent auf 9509 Zähler. Es war der grösste Verlust seit dem 2. Juli. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ebenfalls nach um 65 Punkte oder 3,1 Prozent und schloss bei 2057 Zählern. Dies nach schlechten Daten aus der Industrie und vom Arbeitsmarkt. Die «Süddeutsche Zeitung» schreibt mit Verweis auf eine Studie, die Banken Europas müssten bis Ende 2010 weitere 330 Milliarden Euro an Vermögenswerten abschreiben.

Auch die Schweizer Aktien haben den Handel am Donnerstag von US-Konjunkturdaten geprägt mit deutlichen Verlusten abgeschlossen. Nach zunächst festeren Kursen drückten bereits zur Mittagspause Gewinnmitnahmen den Leitindex SMI ins Minus.

Warten auf US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag

Am Nachmittag weiteten sich die Verluste aus. Hauptgrund für den Rückgang waren schwache Angaben zum ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe. Enttäuscht haben Händlern zufolge aber auch die schlechter als erwartet ausgefallenen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.

Auch der Freitagshandel dürfte von US-Konjunkturdaten massgeblich beeinflusst werden. Denn am Nachmittag steht der viel beachtete Arbeitsmarktbericht zur Publikation an.

UBS erneut tief im Minus

Das Blue Chips-Barometer Swiss Market Index (SMI) sank bis Handelsschluss um 1,08 Prozent auf 6255 Punkte und blieb damit nur leicht über dem Tagestiefstand von 6240 Zähler stehen. Der breite Swiss Performance Index (SPI) verlor 1,10 Prozent auf 5401 Punkte.

Im SMI/SLI standen am Ende konjunkturabhängige Titel und einige Finanzwerte stark unter Druck. So gaben die Titel des Zementkonzerns Holcim um 3,7 Prozent, des Fachkräftevermittlers Adecco um 3,1 Prozent oder des Computerzubehörherstellers Logitech um 2,6 Prozent nach. Bei den Banken und Versicherern begaben sich UBS (-3,1 Prozent) wie schon am Vortag auf Talfahrt. Auch Swiss Life (-2,5 Prozent) litten unter Gewinnmitnahmen, und Bâloise verloren 1,3 Prozent. (cpm/ap)

Erstellt: 01.10.2009, 23:32 Uhr

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