Wirtschaft

UBS-Ökonomen warnen vor Inflation

Ökonomen der UBS-Vermögensverwaltung gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft über Jahre langsamer wachsen wird. Für zahlreiche Länder würden zudem die Inflationsrisiken steigen.

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Das Verhältnis zwischen der öffentlichen Verschuldung und dem Bruttoinlandprodukt (BIP) werde grösser, erklärte Andreas Höfert, Chefökonom der UBS-Vermögensverwaltung (Wealth Management), am Dienstag vor Medienvertretern in Zürich anlässlich der Präsentation der Studie «Die Finanzkrise und die Zeit danach».

Regierungen dürften als Folge davon eine höhere Inflationsrate als Mittel gegen die steigende Staatsverschuldung teils begrüssen, so die Studie. Dies werde sicher zu einer weiteren Abwertung des Dollars führen, da die US-Regierung derzeit enorm Dollar-Liquidität in die Märkte pumpt und an dieser Praxis weiter festhalten werde.

Die Überwindung der Finanzkrise dürfte laut Höfert von den USA ausgehen: «Die Krise der Finanzindustrie endet, wenn die USA einen Plan zur Sanierung dieses Sektors vorlegen», so der Experte. Je länger die USA aber zögerten, desto eher sei der Plan zum Scheitern verurteilt. (bru/sda/)

Erstellt: 31.03.2009, 13:30 Uhr

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8 Kommentare

Pius Tschirky

31.03.2009, 18:01 Uhr
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Die Situation dürfte vielleicht ähnlich verlaufen, wie beim Börsencrash 1987. Schon damals pumpten die Notenbanken unermessliche Summen in den Geldkreislauf. Dannach hat die Inflation extrem zugenommen. Als Folge sind auch die Zinsen extrem gestiegen, was wiederum eine Rezession auslöste. Antworten


Dieter Wundrak

31.03.2009, 17:58 Uhr
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Wie sollen denn diese enormen Schulden zurückbezahlt werden. Doch nur möglich durch eine Inflation. Also so falsch ist die Annahme des UBS Ökonomen doch nicht. Bis jetzt finanzierten die Chinesen zum grössten Teil das übertriebene Konsumverhalten der Amerikaner. Und als Gegenleistung konnten die Chinesen Waren exportieren.Und auch wir Europäer taten es so ähnlich. Mit gefangen, mit gehangen. Sorry Antworten


Thomas Wirz

31.03.2009, 17:43 Uhr
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@ Hans E- Brülhart: ganz richtig, eine Weltwährung scheint unumgänglich. Aber keine Sorge, diese Währung ist schon lange vorbereitet. Und diejenigen, die diese Weltwährung gerne herausgeben möchten, haben ihr Ziel erreicht: sie wird nicht aufgezwungen, sondern wir schreien danach. Es läuft schön nach Plan. Antworten


Ronnie König

31.03.2009, 17:10 Uhr
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Die Inflation kommt dieses Mal auf ganz leisen Sohlen! Ich beobachte intensiv was in Afrika vorgeht und sehe schon die ersten Zeichen, aber auch in Indien scheint sie Fuss zu fassen. Bei uns sieht es nach Gegenteil aus, aber das soll uns jetzt nur verwirren, sonst könnten wir Arbeiter wieder einmal organisieren und davor fürchten sich die Reichen und Mächtigern. Wir sind mehr als die! Antworten


Hans E. Brülhart

31.03.2009, 17:01 Uhr
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Das sagt ein Oekonom der UBS !! Weltweite Inflation und damit Abschreibung von Schulden. Abwertung des Dollars durch Vergrösserung der Geldmenge zur Stärkung der Liquidität. Dadurch Schädigung der Länder mit hohen Dollarreserven wie China und Russland. US-Banken und Staat richten Schaden an, die Welt soll die Rechnung dafür bezahlen. Die Ablösung des labilen US-Dollars durch eine neutrale, d. h. nation-unabhängige Einheitswährung wird daher unumgänglich. Auf bald ! Antworten


Thomas Wirz

31.03.2009, 13:30 Uhr
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Ich würde den letzten Satz umformulieren in: Je länger die USA zögern, desto eher wird die restliche Welt in ihrer Panik bereit sein, das Vorgeschlagene zu akzeptieren. Antworten


Hannes Tanner

31.03.2009, 13:23 Uhr
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Das ist es genau, was die (amerikanische) dringend Wirtschaft braucht, Empfehlungen und Prophezeiungen von UBS Chef-Oekonomen, deren eigenes Unternehmen nur dank staatlicher Hilfe überlebt! Antworten


Mark Althaus

31.03.2009, 13:04 Uhr
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ha ha ha, wie manchen Gelddruckplan noch? und EZB, BoJ, SNB machen mit. Wenn alle Währungen inflationieren und der Goldpreis nach unten manipuliert wird merkt es niemand, so die Rechnung der Gelddruck-Kriminellen. Gewünschte Inflation: so bezahlen die ehrlich Arbeitenden die Bailouts! Und wenn die Geld-Umlaufgeschwindigkeit wegen anziehender Inflation hochschnellt, hat man sie nicht mehr im Griff! Antworten



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