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Trichet weist Kritik aussergewöhnlich heftig zurück

Aktualisiert am 08.09.2011 4 Kommentare

Der scheidende EZB-Chef Jean-Claude Trichet hat scharf auf Kritik aus der Politik an der Leistung der Europäischen Zentralbank reagiert. Forderungen nach einer Rückkehr zur D-Mark wies er zurück.

«Wir haben das so geplant. Auch gegen die Wünsche von Regierungen»: EZS-Präsident Jean-Claude Trichet.

«Wir haben das so geplant. Auch gegen die Wünsche von Regierungen»: EZS-Präsident Jean-Claude Trichet.
Bild: Keystone

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Die EZB sei geschaffen worden, um Preisstabilität zu gewährleisten, sagte deren Chef Jean-Claude Trichet am Abend. «Wir haben geliefert. Tadellos. Dafür würde ich gern Glückwünsche hören.» In Deutschland sei die EZB hinsichtlich der Preisstabilität erfolgreicher gewesen als die Bundesregierungen mit der D-Mark in den 50 Jahren vor dem Euro, erklärte Trichet. Das sollte anerkannt werden. «Wir haben ein Mandat. Wir liefern.»

Und dabei sei die Zentralbank völlig unabhängig. Es sei auch kein Zufall, dass die EZB in der noch anhaltenden grössten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg die Inflation im Euroraum weiter im Griff habe. «Wir haben das so geplant. Auch gegen die Wünsche von Regierungen.»

Solidaritätskritierien lockern

Trichet erinnerte daran, dass es ausgerechnet die drei grossen Volkswirtschaften Italien, Frankreich und Deutschland gewesen seien, die die EZB aufgefordert hätten, die Stabilitätskriterien von Maastricht zu lockern.

Deren Verletzung durch zahlreiche Länder sei der Grund, warum die EZB nun Staatsanleihen aufkaufen müsse. «Wir werden unserer grossen Verantwortung gerecht», sagte Trichet. «Wir erwarten von den Regierungen, dass auch sie ihrer Verantwortung gerecht werden.» (pbe/sda)

Erstellt: 08.09.2011, 19:40 Uhr

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4 Kommentare

Hermann Eitle

08.09.2011, 20:29 Uhr
Melden 16 Empfehlung

Ist der Trichet nun ganz offensichtlich verrückt geworden? Antworten


Thomas Muster

08.09.2011, 20:36 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Ein weiterer "Euro-Ritter von der traurigen Gestalt" - nur dass er nicht gegen Windmühlen kämpft, sondern gegen ökonomische Grundgesetze. Antworten



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