Subprime-Kredite fliessen wie vor der Krise
Die so genannten Subprime-Kredite gelten wegen des hohen Risikos von Zahlungsausfällen als eine der Hauptursachen für die Immobilien- und Finanzkrise in den USA, die weltweit schwerwiegende Folgen hatte. Der Marktanteil dieser schlecht besicherten Subprime-Kredite sei inzwischen wieder auf 20 Prozent gestiegen und habe damit das Niveau vor der Finanzkrise erreicht, heisst es in einer am Montag vorgelegten Untersuchung der US-Notenbank Fed.
Der Fed-Bericht wies allerdings darauf hin, dass sich die derzeitige Lage in einem wichtigen Punkt unterscheide: Fast 95 Prozent der neu vergebenen Immobilienkredite seien inzwischen durch den Staat abgesichert, weil sie über halbstaatliche Finanzierer wie Fannie Mae und Freddie Mac abgewickelt würden. Die private Kreditvergabe gerade an weniger zahlungskräftige Kunden sei hingegen fast auf Null gesunken.
Die halbstaatlichen Finanzierer übten unterdessen eine «beispiellose Stützungsfunktion für den Immobilienmarkt» aus, heisst es in dem Fed-Bericht weiter. Dieser Wandel bei der Immobilienfinanzierung schlage sich auch nieder in der Art der Kundschaft, an die Kredite vergeben werden. (vin/sda)
Erstellt: 26.10.2009, 23:11 Uhr
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