Wirtschaft

  • Region
  • Schweiz
  • Ausland
  • Wirtschaft
  • Börse
  • Sport
  • Kultur
  • Panorama
  • Leben
  • Auto
  • Digital
  • Blogs
  • Forum

Stiglitz: «Spanien-Hilfe ist Voodoo-Ökonomie»

Aktualisiert am 11.06.2012 92 Kommentare

Joseph Stiglitz kann die Erleichterung über die Milliardenzahlungen an Spanien nicht teilen. Das europäische Hilfsprogramm verfolge eine falsche Strategie, sagt der US-Ökonom.

«Man muss sich dem zugrunde liegenden Problem stellen»: Joseph Stiglitz spricht an einer Tagung in Rom. (Mai 2012)

«Man muss sich dem zugrunde liegenden Problem stellen»: Joseph Stiglitz spricht an einer Tagung in Rom. (Mai 2012)
Bild: AFP

Bildstrecke

Chronologie der Eurokrise

Chronologie der Eurokrise
Europas Wirtschaft weht noch immer ein rauher Wind entgegen. Ausser Deutschland sind bereits alle grossen EU-Länder in den Sog der Schuldenkrise geraten.

Artikel zum Thema

Teilen und kommentieren

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Werbung

Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz hat das europäische Hilfsprogramm für Spaniens Banken als «Voodoo-Ökonomie» kritisiert. «Das System ist: Die spanische Regierung rettet die spanischen Banken, und die spanischen Banken retten die spanische Regierung.»

Dies könne nicht funktionieren, sagte Stiglitz in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Stattdessen müsse Europa die Schaffung eines gemeinsamen Bankensystems und einer Fiskalunion vorantreiben. «Man muss sich dem zugrunde liegenden Problem stellen, und das ist: das Wachstum zu fördern», sagte der frühere Wirtschaftsberater des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton, der als scharfer Kritiker von Sparprogrammen gilt.

«Zerfall wäre teurer als Rettung»

«Deutschland hält daran fest, dass die Stärkung durch Haushaltsdisziplin kommt, aber das ist eine komplett falsche Diagnose», warnte Stiglitz. Der Preis, den Deutschland für einen Zerfall des Euro zahlen müsse, sei höher als der Preis für die Rettung der Gemeinschaftswährung.

Spanien will nach langem Widerstand nun doch Gelder aus den Euro-Rettungsfonds zur Rekapitalisierung seiner maroden Banken beantragen. Die Euro-Finanzminister erklärten sich bereit, dem Land bis zu 100 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Die Vereinbarung wurde am Wochenende besiegelt. Das Interview mit Stiglitz wurde bereits am Freitag geführt. (fko/sda)

Erstellt: 11.06.2012, 08:08 Uhr

92

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

92 Kommentare

ali kazemi

11.06.2012, 08:46 Uhr
Melden 126 Empfehlung 0

Überall wird man beim Volk sparen u kürzen um die Banken zu retten,danach spielen Banken wieder Casino.Die Menschen müssen in Zukunft für weniger Geld noch länger u mehr arbeiten u es wird leider bei Gesundheit,Bildung etc gespart werden damit Manager,CEO's,Politiker und hohe Beamten noch mehr verdienen können.schöne Zukunft! Neoliberalismus= Gewinne privatisieren und Verluste solzialisieren Antworten


Andreas Steiner

11.06.2012, 08:50 Uhr
Melden 65 Empfehlung 0

Oje, Amerika soll den Europäern Ratschläge geben? Kennt er den Zustand von Kalifornien, gemäss BIP die 8. Grösste Wirtschaftsmacht! Und ist gleich hoch verschuldet wie Griechenland. Griechenland hat aber die Grösse vom Bundesland Hessen. Manchmal sollte man die Relationen behalten und bessere eigene Probleme lösen, anstatt andere zu beurteilen. Antworten



Wirtschaft

Populär auf Facebook Privatsphäre

Umfrage

"Tanz dich frei" - sind Sie dabei?




Verzeichnis- & Serviceportal

Marktplatz

Umfrage

Eine volle Rente soll nur noch erhalten, wer zu 80 Prozent invalid ist. Sind Sie mit dem Entscheid des Ständerats einverstanden?




Abopreise vergleichen

Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.

Jetzt wechseln und sparen

Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.

Online-Wettbewerb

Wir feiern - Sie profitieren. Einen Tag lang freie Fahrt ab CHF 25.- mit Bahn, Bus und Schiff im gesamten BLS-Gebiet.

Fernstudentin an der FFHS

Award für beeindruckende Weiterbildungsbiografie

Gratis für Abonnenten und Abonnentinnen

1:0 für Ihre Unabhängigkeit! Wo immer Sie sind: Blättern Sie virtuell durch Ihre BZ Berner Zeitung. Lesen Sie unser ePaper.

Genusswelt

Entdecken Sie Weine, Spirituosen, Zigarren und vieles mehr!