So beeinflusst die Zuwanderung den Wohnungsmarkt
Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 12.07.2011 29 Kommentare
Veränderung 2005, 2010
Quelle: BWO
Die Anzahl zusätzlicher Haushalte nach Schweizern und Ausländern zwischen 2005 und 2010.
Starke Nachfrage: Wohnungsbesichtigung in Zürich.
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Die Mietzinse sind in der Schweiz von 2005 bis 2010 um durchschnittlich 12,2 Prozent gestiegen – in der Westschweiz um 19,3 Prozent und in Zürich um 13,8 Prozent. «Haupttreiber beim Wachstum im Mietwohnungsmarkt ist die Zuwanderung ausländischer Haushalte», stellt das Bundesamt für Wohnungswesen BWO fest. Besonders betroffen seien dabei die Genferseeregion sowie das Gebiet zwischen Zürich und Zug. In Zürich gehe es dabei nicht mehr länger nur um das Seebecken, sondern auch um Winterthur, Uster, Agglomerationsgebiete bis hin zu Zug und Baden.
Das BWO präsentiert zum ersten Mal eine Studie, welche sich konkret den Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf den Wohnungsmarkt widmet. Erstellt haben den Bericht die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW und die Statistikfirma Meta-Sys.
Mehr reiche Haushalte
Die Zuwanderung habe sich in den letzten fünf Jahren «stark» auf den Wohnungsmarkt ausgewirkt, kommen die Wissenschaftler zum Schluss. Einerseits hat der Zustrom aus dem Ausland die Nachfrage nach Wohnraum angeheizt und so preistreibend gewirkt. So ist die Anzahl von Schweizern belegter Mietwohnungen von 2005 bis 2010 um 20'453 (1,34 Prozent) auf 1'541'575 gestiegen, die Anzahl von Ausländern bewohnter Haushalte erhöhte sich um 69'818 (15,56 Prozent) auf 518'490.
Gleichzeitig hat sich auch die Einkommensstruktur verändert. Weil die Neuzuzüger hoch qualifiziert sind – 51 Prozent besitzen einen Hochschulabschluss – haben sie besonders stark Wohnungen im höheren Preissegment nachgefragt. Am stärksten ist 2005 bis 2010 die Zahl der Haushalte mit einem Einkommen von 7000 bis 10'000 Franken monatlich gestiegen. Der Zuwachs geht hier zu über zwei Dritteln auf Schweizer Haushalte zurück. Fast ebenso stark ist die Zahl der Haushalte mit einem Einkommen über 10'000 Franken gestiegen – bei diesem Zuwachs geht jedoch die Hälfte auf Zuwanderer zurück.
«Die starke Zuwanderung seit 2005 (...) hat einen starken strukturellen Einfluss auf den Wohnungsmarkt ausgeübt», kommen die Autoren zum Schluss. Entsprechend sind die Mietpreise im höheren Segment am stärksten gestiegen. Doch auch die Bautätigkeit konzentriert sich in diesem Sektor, weshalb sich 2010 bereits eine erste leichte Entspannung im oberen Segment zeigt. Das sei eine «typische Entwicklung», wenn das Angebot eine aufgestaute Nachfrage befriedige, so die Autoren. «Im oberen Preissegment entspannt sich der Markt am schnellsten, weil dort der Neubau sofort wirkt, während die tieferen Preissegmente mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten können.» (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.07.2011, 16:46 Uhr
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29 Kommentare
Danke Bundesbern. Danke Personenfreizügigkeit. Danke dafür dass ich keine Arbeit und Wohnung bekomme. Wie sollen wir Schweizer denn in unserem eigenen Land auch bewegen, wenn wir auf dem besten Wege sind ein Teil Deutschlands zu werden, dank der starken Zuwanderung aus dem nördlichen Nachbarland... Antworten
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