Schwacher Dollar: Zentralbanken ziehen die Notbremse

Angesichts der anhaltenden Abwertung des Dollar kauften die Zentralbanken von Indien, Südkorea, Indonesien und Singapur am Montag Dollar, um eine Aufwertung ihrer Landeswährungen zu dämpfen.

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«Wir sorgen uns, dass der Devisenmarkt in eine übermässige Schieflage gekommen ist», sagte der südkoreanische Finanzministeriums-Vertreter Kim Ik-joo der Nachrichtenagentur Reuters. Zugleich stellte er weitere Interventionen in Aussicht.

Nach Einschätzung von Experten befürchten die Notenbanken, dass durch eine allzu starke Aufwertung der Währungen die wirtschaftliche Erholung gedrosselt werden könnte. Dazu kommt die Exportstärke Chinas, was die Regierung in Peking dazu bewegen könnte, eine Aufwertung des Yuan zuzulassen.

Taiwan ging einen Schritt weiter

Der südkoreanische Won hat seit Anfang des Jahres bereits vier Prozent zum Dollar zugelegt, das ist der stärkste Kurszuwachs innerhalb der neun wichtigsten asiatischen Schwellenländer. Die indische Rupie folgt an zweiter Stelle. Auch in Indien, Singapur und Indonesien berichteten Händler von Devisenmarktinterventionen.

Investoren wetten derzeit darauf, dass Asien zum Zugpferd einer Erholung wird. Im Gegenzug schreiten die Währungshüter in den Ländern immer wieder verbal und mit Devisenmarktinterventionen ein, um einen unkontrollierten Kurszuwachs zu verhindern. Taiwan ging vergangene Woche sogar noch einen Schritt weiter und verschärfte die Kapitalkontrollen.

Allerdings sind Sorgen vor einem allzu starken Anstieg der Wechselkurse nicht auf Schwellenländer beschränkt: Auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) gab einen verbalen Warnschuss an die Märkte ab. Sie werde eine übermässige Verteuerung des Frankens gegen den Euro weiterhin verhindern, erklärte Direktoriumspräsident Philipp Hildebrand am Montag. (sam/sda/)

Erstellt: 11.01.2010, 15:05 Uhr

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