SNB-Präsident Hildebrand über seine grössten Herausforderungen
Interview: Markus Diem Meier, Video: Roman Weber. Aktualisiert am 10.12.2009
Die SNB (SNBN 1089 2.06%) gab heute bekannt, dass im Finanzsektor weiterhin Risiken vorherrschen. Im Gespräch mit Bernerzeitung.ch/Newsnet betont Philipp Hildebrand allerdings, dass sich die Schweizer Grossbanken stabilisiert hätten.
Ein zentrales Thema ist für Hildebrand im nächsten Jahr der Ausstieg aus der aktuellen, sehr expansiven Geldpolitik mit einem Leitzins von beinahe Null Prozent. Hier besteht die delikate Aufgabe darin, das richtige Timing zu finden: Tritt die Nationalbank zu früh auf die Bremse, kann sie den erwarteten schwachen Aufschwung gleich wieder abwürgen, wartet sie zu lange ab, droht Inflation.
Besondere Bedeutung hat für Hildebrand das Anliegen, für den Fall einer weiteren Finanzkrise vorzusorgen. Dann soll es auch möglich werden, wenigstens Teile von Grossbanken liquidieren zu können. In der aktuellen Krise war das unmöglich. Weltweit mussten Banken von den Steuerzahlern gerettet werden, weil ihr Untergang gleich ganze Volkswirtschaften mit heruntergerissen hätte. Damit einzelne Teile gesondert in Konkurs geschickt werden können, müssen sich allerdings Banken in ihrer Struktur stärker entflechten. Diese streben momentan allerdings genau das Gegenteil an.
Der Kampf zwischen der SNB und den Grossbanken ist damit lanciert. Dennoch gibt sich Hildebrand im Gespräch optimistisch, dass die von ihm besonders forcierte Debatte zum angestrebten Ziel führen wird. In den letzten drei seiner Reden hat der designierte SNB-Präsident sein Publikum immer wieder beschworen, dass die vorgeschlagenen Massnahmen letztlich auch im Interesse der Banken selbst sein müssen, zudem gehöre die Möglichkeit des Scheiterns zum Kern jeder Marktwirtschaft. Das feurige Engagement zeigt: Hildebrand weiss genau, dass diese Schlacht noch lange nicht geschlagen ist. (Bernerzeitung.ch/Newsnet)
Erstellt: 10.12.2009, 15:09 Uhr
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 26.05.2012Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 26.05.2012Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 26.05.2012UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Wirtschaft
- 20:38Novartis-Präsident Vasella kritisiert die Einwanderungspolitik
- 16:29Swisscom-Chef: «Den Meisten sind Roaming-Gebühren egal»
- 13:17So günstig zum Eigenheim wie nie
- 26.05.2012Bund prüft Abschottung des Schweizer Kapitalmarkts
- 26.05.2012Das sind die demokratischsten Firmen der Schweiz
- 26.05.2012UBS verliert bis zu 30 Millionen Dollar bei Facebook-Börsengang
Meistgelesen in der Rubrik Wirtschaft
Internet auf dem Fernsehen: Der Trend geht klar in diese Richtung. Werden Sie sich einen Smart TV kaufen?
Ja, auf jeden Fall
Nein, interessiert mich nicht
Erst wenn die Geräte billiger geworden sind
Ich habe schon einen
3308 Stimmen






















































































