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Richard Branson kommt ins Berner Oberland

Von Jon Mettler. Aktualisiert am 02.04.2009

Das Swiss Economic Forum konnte den britischen Unternehmer Richard Branson als Redner verpflichten. Es ist das erste Mal, dass der Gründer von Virgin in der Schweiz auftritt. Ebenfalls zugesagt hat Kolumnist Thomas Friedman.

Der Sunnyboy unter den Unternehmern: Richard Branson.

Der Sunnyboy unter den Unternehmern: Richard Branson.

Stargast am bereits ausgebuchten Swiss Economic Forum (SEF) vom 14. und 15. Mai 2009 in Thun ist Sir Richard Branson. Sein Referat wird er am zweiten Tag vor 1200 Besuchern halten. Der Brite gilt als einer der weltweit erfolgreichsten Unternehmer. Bereits als Student verlegte er eine Zeitschrift. Der erste grosse Erfolg gelang Branson im Jahr 1973 mit der neu gegründeten Plattenfirma Virgin und der Herausgabe von Mike Oldfields Debütalbum «Tubular Bells».

Chef von vielen Firmen

Heute ist der bald 59-Jährige Chef von über zweihundert Firmen, die er im Mischkonzern Virgin Group zusammengefasst hat. Die Gruppe ist hauptsächlich in den Bereichen Musik, Mobilfunk, Verlagsgeschäft und Luftfahrt tätig. Virgin Galactic zum Beispiel soll ab dem Jahr 2010 der weltweit erste Anbieter von touristischen Weltraumflügen werden. Die Virgin Group erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 24 Milliarden Dollar.

Die Organisatoren des SEF versuchen bereits seit 2002, Branson für einen Auftritt in Thun zu gewinnen. SEF-Chef Peter Stähli ist besonders erfreut, dass es dieses Jahr geklappt hat. «Unser Konferenzmotto ‹ReThink!› – überdenken – passt besonders gut zu Branson», sagte Stähli auf Anfrage. Wenn Branson in ein neues Geschäft eingestiegen sei, habe er einen einzigartigen Ansatz gewählt: «Er hat die Branche lange beobachtet und dann ein ganz anderes Geschäftsmodell benutzt, als es im entsprechenden Wirtschaftszweig üblich ist», so Stähli.

Neben Analysen und Beiträgen zur aktuellen Wirtschaftslage sowie Grundsatzdiskussionen zu den drei Schwerpunkten Werte, Regeln und Vertrauen thematisiert das Swiss Economic Forum auch die Zukunft: So wird der dreifache Pulitzer-Preis-Träger Thomas Friedman, unter anderem Kolumnist der «New York Times», aufzeigen, wie sich Gesellschaften im 21. Jahrhundert neu erfinden müssen, um nachhaltig erfolgreich zu sein.

Bobby Dekeyser referiert

Ebenfalls einen Auftritt hat Robert «Bobby» Dekeyser, Konzernchef von Dedon. Der ehemalige Profitorhüter von Bayern München und dem 1. FC Nürnberg wurde in Deutschland zweimal zum Unternehmer des Jahres gewählt. Dekeyser baute sein Unternehmen, das Luxusmöbel mit einem patentierten Kunststoffgrundstoff herstellt, vom Einmannbetrieb innerhalb von zehn Jahren auf 2500 Mitarbeiter aus.

Als weitere Referenten aus der Wirtschaft konnte das SEF verpflichten: Andreas Jacobs, Präsident von Barry Callebaut und der Jacobs Holding, den ehemaligen ABB-Chef Fred Kindle sowie Philip Mosimann, Konzernchef von Bucher Industries. Auffallend ist, dass nur wenige Politiker zu den wichtigsten Rednern gehören. «Es ist richtig, der Fokus liegt dieses Jahr etwas mehr auf der Wirtschaft», sagt SEF-Chef Stähli. Man habe die Politik aber nicht vergessen. So sei ein Panel mit Unternehmer und SVP-Nationalrat Peter Spuhler, SP-Parteipräsident Christian Levrat und Jean-Daniel Gerber, Direktor des Staatssekretariats für Wirtschaft, vorgesehen. Thema sind laut Stähli die Rahmenbedingungen, mit denen Firmen zu tun haben.

Wie das SEF gestern weiter mitteilte, haben sich für den diesjährigen Swiss Economic Award über 120 Jungunternehmen beworben. Die Preisverleihung findet am 15. Mai statt. Das Preisgeld beträgt 75'000 Franken. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.04.2009, 11:49 Uhr

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